Warum in die Ferne schweifen…denn das Gute liegt so nah. Genießen Sie den Sommer in Deutschland. Herrliche Seen, kilometerlange Sandstrände und mondäre Seebäder gibt es nicht nur in den beliebten Ferienregionen im Ausland.

Seenplatte statt Plattensee

Starnberger See

Zugegeben, der Balaton ist größer, aber dafür haben Sie hier mehr Auswahl: Statt Plattensee finden Sie hier quasi eine Seenplatte, bestehend aus Starnberger See, Weßlinger See, Wörthsee, Pilsensee und Ammersee. Gut, der Plattensee ist immer noch der größte See Mitteleuropas, aber Rekorde gibt’s auch in Bayern: Der Starnberger See ist wegen seiner großen Tiefe der wasserreichste See Deutschlands. Kurios: Der Weßlinger See hat keine natürlichen Zu- und Abflüsse und deswegen auch keinen natürlich gewachsenen Fischbestand. Hier können Sie also mehr als ungestört baden.

Der Dritte im Bunde, der Wörthsee, gilt als einer der schönsten und saubersten bayerischen Badeseen. Und der Ammersee ist immerhin der drittgrößte See Bayerns. Diesen müssen Sie sich allerdings mit einigen Münchnern teilen: An schönen Wochenenden kommt es geradezu zu einem Massenansturm aus dem rund 50 Kilometer entfernten Ballungszentrum.

In Strandbädern, Biergärten und auf den Rad- und Wanderwegen rund um den See kann es dann schon mal a bisserl voll werden. Aber das kann Ihnen egal sein, Sie haben Sommerferien und deswegen auch unter der Woche Zeit.

Und wenn Ihnen diese fünf Seen doch zu klein sind, dann fahren Sie eben an den Bodensee. Der ist nur 60 Quadratkilometer kleiner als der Plattensee. Und immer noch ein gutes Stück näher.

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Nordseeküste statt Adria

Nordsee

Kilometerlange Strände, weicher Sand zwischen den Zehen und die Sonne im Nacken… Italien? Nein, das ist Deutschland! Meer mit Sonne, Strand und allem, was dazugehört gibt es nämlich auch in unserer Heimat. Ob im Strandkorb oder auf einem Handtuch direkt im warmen Sand – an Nord- und Ostsee kommt Urlaubsfeeling auf. Wer seinen Urlaub an der Nordsee verbringt, macht Urlaub an einer Wattküste – oder auf einer der Inseln, zum Beispiel auf Sylt, Föhr oder Amrum. Oder – ganz besonders romantisch – an der Steilküste der Hochseeinsel Helgoland.

Aber auch die deutschen Halbinseln haben ihren Reiz. Man nehme zum Beispiel Fischland-Darß-Zingst an der Ostseeküste zwischen Rostock und Stralsund. Der Name mag etwas monströs anmuten; leichter wird es, wenn man erwähnt, wofür dieser Dreiklang steht: Für 60 Kilometer Strände etwa, für endlose Fahrradwege, für unberührte Boddenlandschaft und für Lichtverhältnisse, von denen Maler, Bildhauer und Grafiker schwärmen.
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Heringsdorf statt Nizza

UsedomDoch nicht genug der deutschen Vielfalt! Mondäne Seebäder locken an die Ostsee mit ihren Inseln, zum Beispiel nach Fehmarn, Rügen und Usedom. Das Ostseebad Heringsdorf auf Usedom war einst Urlaubsort berühmter Persönlichkeiten, darunter die Schriftsteller Maxim Gorki, Lew Tolstoi, Heinrich und Thomas Mann oder der Komponist Johann Strauß. Heringsdorf war vor nicht allzu langer Zeit das angesagte Modebad der feinen Gesellschaft. Und davon ist heute noch einiges zu sehen und zu spüren. Übrigens: Unter Eingeweihten heißt Heringsdorf deshalb auch das „Nizza des Ostens“. Südfrankreich können Sie sich also auch sparen.

Bamberg statt Venedig

Im Norden Bayerns befindet sich die Stadt Bamberg, die mit ihren Kanälen, Brücken und einer charmanten Altstadt Reisende beeindruckt. Während unzählige Touristen jährlich nach Venedig stürmen, um die Rialtobrücke zu bestaunen, beeindruckt auch die alte oberfränkische Kaiser- und Bischofsstadt mit ihrer ehemaligen Fischersiedlung. Hier schlendern Besucher an Fachwerkhäusern aus dem Mittelalter und winzigen Gärten entlang oder genießen die Aussicht von einem Ausflugsschiff aus.

Donaustauf statt Akropolis

Im bayerischen Donaustauf, nur etwa zehn Kilometer von Regensburg entfernt, steht die Walhalla auf dem Bräuberg über der Donau. Der Tempel wurde von König Ludwig I. in Auftrag gegeben. Vorbild war der Parthenon Tempel aufAthens Akropolis. Die Walhalla zählt zu den bedeutensten Nationaldenkmälern des 19. Jahrhunderts und bietet den Besuchern einen einzigartigen Ausblick auf die Donau und das Umland.

Pfalz statt Toscana


Urlauber müssen nicht immer die Alpen überqueren, um das Gefühl der Toskana zu genießen. Denn auch in der Pfalz freuen sich Besucher über mediterranes Klima, unendliche Felder mit Weinreben und viele kleine Weindörfer. Pinien, Zitronen und zahlreiche Kräuter wachsen entlang der Weinstraße an der französischen Grenze und sorgen für eine toskanische Atmosphäre.

Trier statt Rom

Die Stadt Trier soll etwa 17 vor Christus von Kaiser Augustus als Augusta Treverorum gegründet worden sein und ist somit die älteste Stadt Deutschlands. Besucher werden Dank der sieben römischen UNESCO-Welterbestätten wie der Porta Nigra, der Kaiserthermen oder der Römerbrücke sofort an das Ambiente im italienischen Rom erinnert.

Kaldenkirchen statt Sierra Nevada

Jährlich zieht es viele Touristen in den Sequoia National Park in der kalifornischen Sierra Nevada. Hauptattraktion des Nationalparks sind vor allem die beeindruckenden Riesenmammutbäume. Doch auch im Kaldenkirchener Grenzwald können Besucher die erste europäische Anzucht und Selektion von Mammutbäumen bestaunen: 67 Jahre alte Bergmammut- und Küstenmammutbäume, die bis zu 40 Meter hoch werden, befinden sich heutzutage hier.

Leipzig statt Paris


Schon der berühmte Dichter Johann Wolfgang von Goethe verglich seine Studentenstadt Leipzig mit der Stadt der Liebe Paris. Ob Völkerschlachtdenkmal, Auerbachs Keller oder das Neue Rathaus – Reisende entdecken hier unzählige historische Sehenswürdigkeiten. Im Musikviertel erinnern Stadtpalais und Villen des 19. Jahrhunderts ebenfalls an Paris. In einem der vielen Cafés rund um die Thomaskirche genießen Urlauber das Zuckergebäck “Leipziger Lerchen”.

Eichenwald statt Ägypten


Auch wenn den Besuchern hier kein Saharasand um die Nase weht, kommt im niedersächsischen Wald bei Hildesheim antikes ägyptisches Ambiente auf. Denn hier steht eine Steinpyramide, die wie die berühmten Pyramiden in Gizeh als Mausoleum dienen. Entworfen wurde das Grabmal 1839 vom Architekten Georg Ludwig Friedrich Laves.

Frankfurt statt Mallorca

Nicht nur die Altstadt und die vielen Sehenswürdigkeiten begeistern Inselurlauber jedes Jahr in Palma de Mallorca. Auch die vielen Palmen, die an jeder Ecke stehen und vor allem die Palmen-Allee sorgen für sommerliches Ambiente. Dieses mediterrane Gefühl erleben auch Besucher des Frankfurter Palmenhauses bei einem Spaziergang entlang einer Vielzahl tropischer Pflanzen.

Überzeugt? Das sind nur ein paar Beispiele dafür, wie schön Deutschland sein kann. Oft liegt das Gute wirklich nah…

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