Neun UNESCO-Welterbestätten in Deutschland

Von unberührten Buchenwäldern über römische Kulturstätten bis hin zu beeindruckenden Museen: Deutschland beheimatet eine Vielzahl kultureller und natürlicher UNESCO-Welterbestätten. Entdecken Sie prunkvolle Bauten wie die Würzburger Residenz und den 157 Meter hohen Kölner Dom oder reisen Sie zurück in prähistorische Zeiten bei einem Besuch der Fossillagerstätte Grube Messel. Die sehenswerten Welterbestätten verteilen sich über ganz Deutschland und ein Besuch gewährt Ihnen einen tiefen Einblick in den kulturellen Reichtum unseres Landes.

Oberes Mittelrheintal, Rheinland-Pfalz

Zwischen Bingen und Koblenz erstreckt sich auf 67 km eine traumhafte Flusslandschaft, die aufgrund ihres Panoramas seit 2002 als UNESCO-Welterbe gelistet ist. Der sich steil auftürmende Loreleyfelsen gehört wohl zu den berühmtesten Punkten des Mittelrheintals, doch auch die grünen Weinhänge und die romantischen Kleinstädte entlang des Rheinufers machen diese Region zu etwas ganz Besonderem. Bei Koblenz endet das Tal im Deutschen Eck, hier mündet die Mosel in den Rhein.

Gut zu wissen: Von der Festung Ehrenbreitstein bei Koblenz haben Sie einen phänomenalen Blick auf das Deutsche Eck.

Angebote für Rheinland-Pfalz

Historische Altstadt Bamberg, Bayern

Inmitten der fränkischen Kulturlandschaft liegt die von rund 2400 denkmalgeschützten Häusern gesäumte Altstadt Bambergs. Seit 1993 zählt die oft auch als „fränkisches Rom“ bezeichnete Stadt zum UNESCO-Welterbe. Sie beeindruckt ihre Besucher mit architektonischen Meisterwerken aus dem Hochmittelalter. Das Stadtbild ist geprägt von Bauten aus dem 11. bis 18. Jahrhundert, der Kaiserdom mit seinen vier Türmen bildet dabei das symbolische Zentrum. Daneben zählen die im barocken Stil erbaute Neue Residenz und das Brückenrathaus zu den Besuchermagneten Bambergs.

Gut zu wissen: Bamberg ist auch berühmt für seine Biere: Es werden Bierverkostungen angeboten.

Angebote für Bamberg

Würzburger Residenz, Bayern

Als einer der imposantesten Barockbauten Deutschlands wurde die Würzburger Residenz 1981 zum UNESCO-Welterbe ernannt. Der Bau der Residenz begann 1720, als Inspiration diente dabei das pompöse Schloss Versailles in Paris. Einer der Höhepunkte ist der prachtvolle Hofgarten, der diesen Bau zu einem der prunkvollsten in ganz Europa macht. Besonders sehenswert sind auch die bildhaften Darstellungen von Giovanni Battista Tiepolo, des berühmtesten Freskenmalers des 18. Jahrhunderts.

Gut zu wissen: Für die Fertigstellung der Würzburger Residenz benötigten die Baumeister über 60 Jahre.

Weltnaturerbe Buchenwälder, Thüringen

Die im Jahr 2011 zum UNESCO-Weltnaturerbe erklärten Buchenurwälder erstrecken sich heute über eine Fläche von knapp 1000 km². Der größte Teil dieses geschützten Gebiets befindet sich im Nationalpark Hainich in Thüringen. Daneben gibt es weitere geschützte Buchenurwälder in Hessen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Die urtümlichen Waldlandschaften gewähren einen hervorragenden Einblick in die nähere Naturgeschichte Europas.

Gut zu wissen: Wussten Sie, dass vor 6500 Jahren etwa 40 % des europäischen Kontinents von Buchenwäldern bedeckt waren? Heute verteilt sich das UNESCO-Weltnaturerbe Buchenwälder verteilt sich auf zwölf Länder Europas: von Spanien bis zur Ukraine.

Museumsinsel, Berlin

Fünf eindrucksvolle Bauten und unzählige Exponate aus 6000 Jahren Geschichte: Die Museumsinsel in Berlin gilt aus gutem Grund als Kulturhochburg Deutschlands. Der seit 1999 zum UNESCO-Weltkulturerbe zählende Komplex besteht aus dem Alten Museum, dem Neuen Museum, der Alten Nationalgalerie, dem Bode-Museum sowie dem Pergamonmuseum. In den Gebäuden der Museumsinsel können Sie primär archäologische Funde, – etwa die Büste der Nofretete – sowie zahllose Kunstwerke aus dem 19. Jahrhundert bestaunen.

Gut zu wissen: Seit ihrer Fertigstellung im Jahr 2019 dient die vom britischen Stararchitekten David Chipperfield erbaute James-Simon-Galerie als zentraler Eingang und Besucherzentrum der Museumsinsel.

Kölner Dom, Nordrhein-Westfalen

Der Bau des Kölner Doms begann um 1248 und bei seiner Fertigstellung 1880 galt dieses Prunkstück der gotischen Architektur als größtes Gebäude der Welt. Noch heute sind die imposanten Doppeltürme weltweit die höchsten ihrer Art. In der Schatzkammer des 1996 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärten Kölner Doms finden sich wertvolle Reliquien und Kostbarkeiten wie die Petruskette. Die regelmäßig stattfindenden Orgelkonzerte zählen zu den weiteren Highlights für die Besucher.

Gut zu wissen: An der Stelle des Kölner Doms standen schon seit dem frühen 4. Jahrhundert einige kleinere Kirchen.

Römische Baudenkmäler Trier, Rheinland-Pfalz

Seit 1986 zählen die Ruinen der ehemaligen römischen Stadt Augusta Treverorum zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die historischen Bauten der Römer prägen das heutige Trier und machen den Ort zu einer kulturellen Schatztruhe. Ob das beeindruckende Stadttor Porta Nigra, das Wahrzeichen Triers oder die Überreste der antiken römischen Badeanlage der Kaiserthermen: Ein Spaziergang durch Trier versetzt Sie zurück in eine andere Zeit.

Gut zu wissen: Trier wurde bereits 16 v. Chr. gegründet und ist somit die älteste Stadt Deutschlands.

Völklinger Hütte, Saarland

Mit einer Gesamtfläche von über 600.000 m² ist die Völklinger Hütte ein Gigant unter den Industriedenkmälern. Als das Eisenwerk im Jahr 1986 endgültig stillgelegt wurde, verwandelte es sich nach und nach zu einer Kulturstätte, die 1994 als UNESCO-Welterbe anerkannt wurde. Bei einer Besichtigung der 6000 m² großen Gebläsehalle werden die Dimensionen und Leistungen der damaligen Ingenieurskunst besonders deutlich. Am besten entdecken Sie die Völklinger Hütte auf dem gut beschilderten, circa sechs Kilometer langen Rundweg.

Gut zu wissen: Die Völklinger Hütte ist das weltweit letzte Eisenwerk aus der industriellen Blütezeit des 19. Jahrhunderts.

Augustusburg und Jagdschloss Falkenlust Brühl, Nordrhein-Westfalen

Zwar ist Brühl nur eine kleine Stadt, aber die Rokokoschlösser Falkenlust und Augustusburg sowie die barocken Gartenanlagen machen den Ort zu einem Kunstwerk, das den 1984 verliehenen Status als UNESCO-Weltkulturerbe mehr als verdient hat. Der Bau des Schlosses Augustusburg begann 1725 und wurde erst 40 Jahre später beendet. Bei einem Spaziergang durch die nach französischem Vorbild entworfene barocke Gartenanlage kommt der Kontrast zwischen den unterschiedlichen Baustilen umso mehr zur Geltung.

Gut zu wissen: Jedes Jahr finden in den Sommermonaten auf der Augustusburg zahlreiche Schlosskonzerte statt.

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