Unter dem Radar: Unberührte und weniger bekannte Inseln

Sehnen Sie sich nach Ruhe, Entspannung und gleichzeitig nach interessanten und einzigartigen Natur- und Kulturerlebnissen in der Ferne? Dann sind Sie eindeutig reif für die Insel! Doch von welchem Paradies im Meer träumen Sie? Nun, es gibt einige recht unberührte und kaum bekannte Eilande, die wunderschöne Sehenswürdigkeiten zu bieten haben. Außerdem haben viele der allseits bekannten Inseln unserer Erde kleinere Schwestern und Nachbarinnen, die oftmals weniger stark frequentiert, aber garantiert nicht weniger reizvoll sind. Ideal, um einen erholsamen Urlaub abseits vom Trubel zu verbringen und dabei Neues zu entdecken. Hier eine Auswahl:

Jersey

Das sonnenreiche britische Jersey, mit etwa 118 km² die größte Insel im Ärmelkanal, profitiert vom Golfstrom. Ganzjährig herrscht hier ein angenehmes Klima, das außerdem für eine üppige Vegetation mit blühenden Lavendelfeldern und traumhaften bunten Gärten sorgt. Die westlichen Strände wie St. Quen's Bay gelten als ideale Surfspots, während Badegäste die langen Sandstrände im Süden bevorzugen. Wanderbegeisterte spazieren auf schmalen Pfaden aufregende Steilklippen entlang oder genießen die grünen Landschaften an den berühmten Green Lanes. Entdecken Sie malerische Ortschaften wie Gorey, kosten Sie frische Meeresfrüchte und erforschen Sie alte Leuchttürme, Festungen und Burgen.

Anreise: Direktflüge nach St. Peter von den meisten großen deutschen Flughäfen

Highlights: Garten Samares Manor, Jersey War Tunnels, Markthallen von St. Hellier, Durrell Wildlife Park

Gozo

Durchschnittlich 300 Sonnentage im Jahr hat die etwa 67 km² große Insel Gozo zu bieten. Die kleine Schwester von Malta ist als warme Oase der Ruhe und als Tauchparadies bekannt. Lebhaft ist hier nur die Inselhauptstadt, die zahlreiche Sehenswürdigkeiten wie die große Zitadelle, das alte Gefängnis oder das Naturmuseum beherbergt. Gozo bietet zahlreiche historische Sehenswürdigkeiten wie barocke Steinkirchen, hübsche Landhäuser oder auch Tempelanlagen, die älter sind als die ägyptischen Pyramiden. Auf Ausflügen entdecken Besucher römische Salzpfannen, sagenumwobene Höhlen, rote Strände und malerische Fischerdörfer.

Anreise: mit der Fähre ab Malta

Highlights: Höhle der Calypso, Hauptstadt Victoria mit der berühmten Zitadelle, Dorf Xaghra mit dem Tempel Ggantija

Formentera

Die kleine Schwester von Ibiza mit ihren 80 km² Fläche wird dank der traumhaften Sandstrände auch als "Karibik des Mittelmeers" bezeichnet. Seinerzeit war sie bei Hippies und Aussteigern als Urlaubsort beliebt. So verbrachten beispielsweise Chris Rea, Pink Floyd oder Bob Dylan gerne ihre Ferien hier. Als Überbleibsel aus der Hippiezeit können Sehenswürdigkeiten wie die Gitarrenbauerschule Formentera Guitars in Sant Ferran de ses Roques, die legendäre Kneipe Fonda Pepe oder der Markt in La Mola besucht werden. Die flache Insel lässt sich hervorragend mit dem Rad erkunden. Die grünen Wege führen Sie durch Weinberge, Dünen und Wälder sowie durch den Naturpark, wo sich viele Vögel tummeln.

Anreise: mit der Fähre von Ibiza

Highlights: traumhafte Strände, Hippiemarkt in La Mola, Naturpark Ses Salines

Porto Santo

Mit 11 km Länge und 6 km Breite gilt Porto Santo mit ihren goldenen Traumstränden als kleine Schwester von Madeira. Erkunden Sie die Insel mit dem Fahrrad oder zu Fuß, um zu wunderschönen Aussichtspunkten zu gelangen. Bei Bootsausflügen lassen sich Wale und Delfine beobachten. Auch die kleine Hauptstadt Vila Baleira mit dem Kolumbushaus und der Gartenanlage Jardins do Infante ist einen Besuch wert. Hier finden Sie zahlreiche Gelegenheiten, um Kunsthandwerk zu erstehen und die leckere Küche zu kosten - beispielsweise Pão de batata-doce (Brot mit Süßkartoffeln) oder Bolo do Caco (Fladenbrot). Der goldene Sand der Insel gilt als heilend bei Rheuma und Knochenerkrankungen. So besitzt Porto Santo auch ein Thalasso-Therapie-Zentrum.

Anreise: im Sommer Direktflüge von größeren deutschen Flughäfen, ansonsten Anflug über Funchal (Madeira)

Highlights: goldene Sandstrände, Bootsausflüge, Vila Baleira

Liparische Inseln, Italien

Die zwanzig vulkanischen, zum UNESCO-Welterbe zählenden Liparischen oder auch Äolischen Inseln liegen nördlich von Sizilien. Sie gelten dank ihrer Ursprünglichkeit, der schönen Strände, abenteuerlichen Unterwasserwelten und der unberührten Natur als wahrer Geheimtipp. Nur sieben der Inseln sind bewohnt. Lipari, die größte Hauptinsel, ist bei Badeurlaubern beliebt. Die Altstadt beherbergt zahlreiche interessante Sehenswürdigkeiten. Die grüne Insel Salina ist ein wahres Weinparadies, während die Insel Vulcano als riesiger Vulkan, der jederzeit ausbrechen könnte, genau das Richtige für Abenteurer ist. Auf Stromboli liegt der einzige dauerhaft aktive Vulkan Europas, und das kleine Eiland Filicudi bietet wunderschöne Tauchspots. Während es auf Alicudi praktisch keine Straßen gibt, ist die Insel Panarea bei Stars und Sternchen als versteckter Urlaubsort beliebt.

Anreise: Bootsverbindungen ab Neapel

Highlights: Inselhopping, Vulkan auf Stromboli, unberührte Natur, Tauchen

São Miguel, Azoren

São Miguel ist die Hauptinsel der portugiesischen Azoren im Atlantik und wird auch oft als "Grüne Insel" bezeichnet. Die Inselgruppe der Azoren ist insgesamt sehr unberührt und wesentlich ruhiger als Teneriffa. São Miguel verfügt über mehrere Thermalquellen und ist somit ein idealer Kurort. Entlang der Küste finden Sie zahlreiche schöne Strände und menschenleere Buchten zum Baden. Mit dem Fahrrad lässt sich die Insel wunderbar erkunden. Auf Ausflügen entdecken Besucher glitzernde Kraterseen und eine blühende Vegetation. Zu besichtigen ist außerdem die letzte Teeplantage Europas.

Anreise: Direktflug von einigen deutschen Flughäfen, ansonsten mit Umstieg in Portugal

Highlights: Caldeira Velha (größte Quelle), Teeplantage Cha Gorreana, UNESCO-Welterbe und älteste Stadt Angra do Heroísma

Komoren, Indischer Ozean

Die Komoren zwischen Madagaskar und dem ostafrikanischen Festland sind eine spannende, ruhigere Alternative zu den Malediven. Hier herrscht ganzjährig tropisches Klima, so können Sie jederzeit im Meer baden. Die weißen Strände sind wahrhaft paradiesisch. Taucher und Schnorchler kommen in den umliegenden Korallenriffen voll auf ihre Kosten, beispielsweise in der Niumashuwa-Bucht, wo sich oft Riesenwasserschildkröten tummeln. Die größte Stadt Moroni bietet einige Sehenswürdigkeiten wie das prunkvolle Parlamentsgebäude und das Mausoleum Abdallahs. Ausflüge in den Regenwald und zu den Vulkanen sind beliebte Aktivitäten.

Anreise: internationaler Flughafen in Moroni, allerdings keine Direktflüge von Österreich oder Deutschland, aber beispielsweise von Nairobi, Paris oder Dubai

Highlights: Moheli Marine Park, traumhafte Strände, Schnorcheln und Tauchen, Vulkan Karthala, Niumashuwa-Bucht

Chios

Chios liegt im Osten des Ägäischen Meeres, nur etwa 10 km von der türkischen Küste entfernt. Die griechische Insel gilt als Heimat von Homer und ist ein absoluter Geheimtipp. Baden Sie hier in einsamen Buchten oder entdecken Sie die zahlreichen kleinen Mastikdörfer, beispielsweise Mesta, mit ihrer ungewöhnlichen Architektur. Außergewöhnlich ist auch Pyrgi: Schwarze, geometrische Figuren zieren die Häuser des kleinen Dorfes. Chios (Stadt) bietet zahlreiche Sehenswürdigkeiten: eine zauberhafte Altstadt, die Korais-Bibliothek, das Archäologische Museum, das Giustiniani-Museum und das Byzantinische Museum. Sehenswert ist auch das Kloster Nea Moni.

Anreise: Flug über Athen, Fähre von Lesbos oder Piräus

Highlights: schöne Strände, malerische Mastikdörfer, Kloster Nea Moni

Karpathos

Karpathos ist eine wahrhaft ruhige Alternative zu griechischen Inseln wie Santorin oder Rhodos. Es bietet traumhafte Strände, aber auch herrlich pittoreske Dörfer wie das sehr ursprüngliche Bergdorf Olympos, das malerische Fischerdorf Lefkos oder auch die lebhafte Inselhauptstadt Pigadia. Unbedingt kosten sollte man auf Karpathos das traditionelle Gericht Makarounes: Die handgemachten Nudeln werden mit gerösteten Zwiebeln und geriebenem Käse serviert. Auf Karpathos finden Sie zahlreiche abgelegene, ruhige Buchten, die ideal zum Schnorcheln sind.

Anreise: Flug von Wien oder Athen, Fähre von Rhodos

Highlights: Lefkos, Olympos, traumhafte Strände

Moorea

Im südlichen Pazifik gelegen, ist Moorea die kleine und wesentlich ruhigere Schwester von Tahiti. Traumhafte weiße Strände mit kristallklarem Wasser laden hier zum Baden ein. Taucher kommen in den Korallenriffen auf ihre Kosten. Reit- und Wandertouren sind auf der Bergseite möglich. Mehr über die Kultur und die Geschichte der kleinen Insel erfahren Besucher im Tiki Village oder im Papetoai Village, wo sich die älteste europäische Kirche des Südpazifiks befindet. Tiki Village ist ein Showdorf. Hier können Gäste nach polynesischer Tradition heiraten.

Anreise: Flug nach Tahiti und Anreise mit der Fähre

Highlights: Tiki Village, Schnorcheln und Tauchen, Paradiesstrände, Papetoai Village

Das könnte Sie auch interessieren:

Finden Sie die perfekte Destination: 

Soziale Netzwerke