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Wenn du dich für einen Urlaub auf Madagaskar entschieden hast, reist du am besten mit dem Flugzeug an. Der Flug von Frankfurt nach Madagaskars Hauptstadt Antananarivo dauert circa zwölf Stunden, jedoch kommen wahrscheinlich Zwischenstopps hinzu, die die Reisedauer verlängern werden. Insgesamt hat der Inselstaat 13 Flughäfen vorzuweisen. Unter anderem die Flughäfen in Antananarivo, Nosy Be, Antsiranana, Toamasina und Tuléar sind international. Eine Anreise über den Seeweg solltest du vermeiden, da ein erhöhtes Risiko für Piratenangriffe und Kaperungen besteht.
Die Hauptverkehrsstraßen auf Madagaskar sind asphaltiert, jedoch besteht der Rest der Straßen zum großen Teil nur aus unbefestigter Erde und wird selten gewartet. Zur Regenzeit können diese nicht befahren werden. Auch Nachtfahrten sind nicht empfehlenswert. Das Mietwagenangebot auf der Insel ist sehr groß, jedoch fährst du diese nicht selbst. Die Mietwagen werden von Einheimischen gefahren, die die Strecken und Straßenverhältnisse kennen und dich damit entlasten. Das Bus-Taxi, genannt Taxi-Brousse, ist das Hauptverkehrsmittel auf der Insel. Diese bringen dich von einer Stadt zur anderen. In größeren Städten solltest du jedoch reservieren, denn die Bus-Taxis sind sehr beliebt. Auf den Plätzen hinter dem Fahrer bist du am besten aufgehoben, denn die Minibusse sind zwar nur für neun Personen zugelassen, sind aber nicht selten mit bis zu 20 Mitfahrenden völlig überfüllt. Die Strecke zwischen Fianarantsoa und Manakara wird durch eine Bahn befahren, denn es gibt keine Flugverbindung zwischen diesen Städten. Die Fahrt dauert etwa acht bis zehn Stunden, denn die Bahn fährt nur circa 30 km/h. Sie macht Halt in 17 Dörfern, in denen aus- und zugestiegen werden kann. Auch verschiedenste Güter werden mit dieser Bahn transportiert. Auf der Fahrt bekommst du nicht nur einen Einblick in das tägliche Leben der Madagassen, sondern bewunderst auch die einzigartige Landschaft. Die Strecke führt unter anderem durch Gebirge, Steppen, Reisfelder und Teeplantagen und ist ein wahres Highlight für Urlauber.
Auf Madagaskar herrscht tropisches Klima. Der Niederschlag nimmt Richtung Südwesten immer mehr ab. Die Jahreszeiten richten sich nach Regen- und Trockenzeit. Winteranfang ist im August, Sommeranfang im Februar. Die Regenzeit herrscht von Dezember bis April und es kommt sehr häufig zu starken Gewittern. Es besteht ein erhöhtes Zyklonrisiko, dessen Gefahr nicht zu unterschätzen ist. Im Hochland steigen die Temperaturen auf bis zu 30°C an, in den Küstenregionen ist es noch etwas wärmer. Im Juni schließt sich die Trockenzeit an und die Temperaturen sinken auf bis zu circa 18°C im Hochland. Grundsätzlich ist das Klima Madagaskars heiß und trocken, jedoch gibt es regionale Unterschiede. Im Zentrum der Insel herrscht eher gemäßigtes Klima, während es weiter Richtung Osten sehr starke Temperaturschwankungen gibt. An der Ostküste ist das Klima sehr heiß und feucht, es ist also besonders schwül.
Reisen nach Madagaskar eignen sich am besten außerhalb der Regenzeit zwischen Mai und Oktober. Kurz nach der Regenzeit zeigt sich die Pflanzenwelt der Insel von ihrer besten Seite. Wenn du lieber auf Tiersuche gehen möchtest, solltest du deine Reise am Ende der Trockenzeit antreten, denn dann ist die Vegetation nicht mehr so dicht und die Chance, ein paar Tiere in freier Wildbahn zu entdecken, ist daher besonders hoch.
Die Amtssprachen auf Madagaskar sind Malagasy und Französisch. Von 2007 bis 2010 zählte auch Englisch zu den Amtssprachen, sodass die Bewohner der Großstädte in der Regel auch das beherrschen.
Religion spielt im Land eine sehr große Rolle, über die Hälfte der Bevölkerung gehört indigenen Religionen an. Auch Ahnenverehrung ist den Madagassen sehr wichtig. Sie glauben, dass ihre Familienmitglieder nach dem Tod nicht fort sind, sondern immer noch unter ihnen weilen und das weitere Leben der ehemaligen Mitmenschen beeinflussen. Ein ebenfalls sehr großer Teil der Bevölkerung gehört dem Christentum an.
Auf Madagaskar bezahlst du mit Ariary. Du kannst dein Geld vor Ort in Banken und Wechselstuben umtauschen. Ausländische Urlauber werden jedoch oftmals aufgefordert, ihre Hotelrechnungen in Euro oder Dollar zu bezahlen, tausche also sicherheitshalber nicht dein gesamtes Bargeld um. Der Rücktausch von Ariary in Euro gestaltet sich oftmals schwierig, du solltest daher vorsichtshalber nicht zu viel Geld umtauschen. Sollte dein getauschtes Geld doch nicht reichen, kannst du in der Regel auch mit deiner Visa- oder Mastercard zahlen. Achte jedoch darauf, sowohl dein Bargeld als auch deine Kreditkarte nicht zu offensichtlich zu zeigen und lasse deine Wertsachen nicht unbeaufsichtigt, um dich vor Diebstahl zu schützen.
Auf Madagaskar ist es üblich, Trinkgeld zu geben. Der Großteil der Bevölkerung lebt unterhalb der Armutsgrenze. In Restaurants ist die 10%-Regel angebracht. In der Regel sollte man den Hotelpagen etwas mehr Trinkgeld geben, denn aufgrund ihres sehr niedrigen Gehalts sind diese darauf angewiesen. Ein Betrag von circa 1.000 Ariary pro Gepäckstück ist hier zu empfehlen.
Ein echter Geheimtipp ist noch die Insel Nosy Be vor der Nordwestküste Madagaskars.
Der Inselstaat Madagaskar befindet sich im Südosten Afrikas, mitten im Indischen Ozean. Hier erwarten dich von Palmen gesäumte weiße Strände und tiefblaues Wasser, das Groß und Klein zum Baden einlädt. Die Insel bietet ein breites Sportangebot, so kommen auch Aktivurlauber voll auf ihre Kosten. Du kannst hier nicht nur tauchen und surfen, auch Wanderungen und Radtouren sind sehr beliebt. Verschiedenste Sehenswürdigkeiten machen deinen Urlaub in Madagaskar zu einem einzigartigen Erlebnis.
Die größte Sehenswürdigkeit ist jedoch Madagaskars Natur. In den zahlreichen Nationalparks und Reservaten bestaunst du die Flora und Fauna der Insel aus nächster Nähe. Im Regenwald triffst du auf Lemuren, Chamäleons und viele andere exotische Tiere, die du nur in Madagaskar findest. Außerdem warten verschiedenste Berge, Schluchten, Höhlen und Seen darauf, von dir bewundert zu werden. Ebenso vielfältig wie die Natur und die Tierwelt Madagaskars ist auch die Kultur des Landes. Diese weist Einflüsse aus Südostasien, Indien, Afrika und dem Nahen Osten auf. Das Klima des Landes wird von Regen- und Trockenzeit bestimmt. Reisen nach Madagaskar lohnen sich daher außerhalb der Regenzeit zwischen Mai und Oktober am besten. Das in der Regel sehr trockene und heiße Klima ist in der Trockenzeit für Europäer nahezu unaushaltbar. Die ländlichen Regionen sind eher traditionell geprägt, während die Großstädte immer größere Einflüsse der westlichen Welt aufweisen.
Entdecke mit unserer Top 10 Liste die schönsten Strände in Madagaskar.
Ein Urlaub auf Madagaskar bietet dir eine große Vielzahl an einzigartigen Sehenswürdigkeiten. Neben Pilgerstätten und Piratenfriedhöfen sind es vor allem die National- und Tierparks, die einen Ausflug wert sind. Die einzigartige Flora und Fauna macht deinen Urlaub auf Madagaskar zu einem unvergesslichen Erlebnis. Bewundere exotische Tiere aus nächster Nähe und tauche in die Kultur des Landes ein.
Königshügel von Ambohimanga Der Königshügel von Ambohimanga befindet sich bei Antananarivo. Hierbei handelt es sich um einen Komplex bestehend aus einer Königsstadt, einem Friedhof und mehreren heiligen Stätten. Der Hügel gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Er gilt als heilige Pilgerstätte und zieht Urlauber aus aller Welt an. Jeden Sonntag kannst du hier rituelle Ahnenverehrungen beobachten und dich von der madagassischen Kultur verzaubern lassen.
Piratenfriedhof St. Pierre Der Piratenfriedhof St. Pierre befindet sich auf der Insel St. Marie. Hier soll im 18. Jahrhundert die Piratenrepublik Libertalia existiert haben. Auf dem verlassenen Friedhof sind jahrhundertealte Grabsteine zu sehen, die Zeuge dieser sagenumwobenen Republik sein sollen. Außerdem soll auf der Insel ein Schatz vergraben sein, der jedoch bis heute noch nicht gefunden wurde.
Andasibe-Mantadia Nationalpark Der Andasibe-Mantadia Nationalpark zählt zu den größten Nationalparks der Insel. Hier wanderst du durch den Regenwald und bestaunst exotische Tiere wie Lemuren, Chamäleons und Tenreks. Auch die Pflanzenwelt wird dich beeindrucken. Verschiedenste Orchideen oder gewaltige Kakteen können hier bewundert werden. Ein Guide führt dich durch den Nationalpark und zeigt dir die Besonderheiten der Flora und Fauna Madagaskars.
Ankarana Reservat Das Ankarana Reservat liegt im Norden Madagaskars und ist circa 18 ha groß. Eine Vielzahl unterirdischer Flüsse und Grotten durchzieht das Gelände. Das unterirdische Höhlensystem dient als Stätte des Ahnenkults, in der die Einwohner Ankaranas rituelle Zeremonien abhalten. Außerdem befinden sich hier die berühmten Sandsteinspitzen namens Tsingy. Diese sind bis zu 20 m hoch und bestehen aus Kalksteinkarst.
Isalo Nationalpark Der Isalo Nationalpark befindet sich im Südwesten Madagaskars. Hier warten tiefe Schluchten, weite Graslandschaften, Seen und Berge darauf, von dir erkundet zu werden. Nicht selten triffst du hier Lemuren oder Baobabs an. Im Nationalpark befinden sich mehrere Begräbnishöhlen, in denen die Verstorbenen der Region ihre letzte Ruhe finden. Zolle ihnen deinen Respekt und zeige niemals mit dem Finger auf eine dieser Höhlen.
Die Küche Madagaskars ist sehr vielfältig, denn sie weist französische, chinesische und asiatische Einflüsse auf. Zu nahezu jedem Gericht gibt es Reis. Dazu wird sehr oft Gemüse, aber auch Fisch, Hühnchen oder Rindfleisch gereicht. Getrunken wird dazu meist Reiswasser. Sei während deines Urlaubs auf Madagaskar jedoch vorsichtig beim Leitungswasser, trinke lieber Wasser aus abgefüllten Flaschen. Auch zum Frühstück gibt es oftmals schon Reis. Dieser wird gezuckert und mit Früchten wie Mango oder Banane garniert. Ein typisch madagassischer Snack ist das sogenannte Nem. Hierbei handelt es sich um dreieckige Teigtaschen aus Reismehl, die mit Gemüse gefüllt und anschließend frittiert werden. Wer Kitoza bestellt, bekommt luftgetrocknete und geräucherte Fleischstreifen, die kurz vor dem Servieren in heißem Öl frittiert werden. Eine beliebte Süßspeise ist das Koba. Hierbei wird ein Teig aus Reismehl, Zucker und Erdnüssen geknetet und in Bananenblätter eingerollt. Dieser wird anschließend gebacken und in Scheiben geschnitten serviert. Das beliebteste Getränk des Landes ist das bereits erwähnte Reiswasser. Es gilt als sehr gesund, da dieses alle Enzyme enthält, die die Reiskörner durch das Kochen verloren haben. Auch der Kaffee ist hier etwas ganz Besonderes. Die Kaffeebohnen werden zusammen mit Rohrzucker über offenem Feuer geröstet und anschließend zerstampft und nicht gemahlen. Der Kaffee wird so besonders aromatisch und bekommt eine leichte Süße.
Die Strände Madagaskars sind ein wahres Paradies für Wassersportler. Die vielen Gebirge des Landes laden Wanderer und Kletterer auf ein Abenteuer ein. Die weiten Landschaften der Insel lassen sich während deines Urlaubs auf Madagaskar hervorragend mit dem Fahrrad erkunden.
Tauchen: Die farbenprächtigen Korallenriffs und exotischen Fische lassen sich am besten bei einem Tauchgang bewundern. Mit etwas Glück entdeckst du ein paar Schiffswracks. Auf Nosy Be, Sakatia, Sainte Marie, Anakao, Ifaty, Belo Tsiribihina und Morondava befinden sich gut ausgestattete Tauchbasen, bei denen du dir eine Tauchausrüstung ausleihen kannst. Einige Basen bieten auch Tauchkurse für Anfänger oder Fortgeschrittene an.
Surfen: Für Surfer eignen sich die Strände im Südwesten Madagaskars am besten, da die Winde hier für einen besonders gut geeigneten Wellengang sorgen. Lavanono ist dafür besonders beliebt. Wer Windsurfen lieber mag, tut dies am besten auf Nosy Be oder St. Marie. In Surfschulen kannst du dir das gesamte Equipment ausleihen. Wer noch nie auf einem Surfbrett stand, kann sich die Grundlagen in diversen Surfschulen beibringen lassen.
Wandern: Aufgrund der vielen Gebirge auf Madagaskar darf eine Wanderung während deines Urlaubs keinesfalls fehlen. Auch mehrtägige Wandertouren sind möglich, die du am besten schon vor deiner Anreise buchen solltest. Beachte dabei jedoch die hohen Temperaturen auf der Insel und überschätze dich nicht! Aufgrund der Hitze solltest du während der Wanderung ausreichend trinken und regelmäßig Pausen im Schatten einlegen. Madagaskars Nationalparks eignen sich besonders gut für Wanderungen.
Radfahren: Die wunderschönen Landschaften Madagaskars lassen sich am besten mit dem Fahrrad erkunden. Damit fährst du mitten durch die Natur, kannst jederzeit einen Stopp einlegen, um das einzigartige Panorama zu bestaunen, und bist ganz flexibel. Aufgrund der unbefestigten Straßen empfiehlt es sich, die Radtour mit dem Mountainbike anzutreten. Achte jedoch darauf, vor Einbruch der Dunkelheit zurück im Hotel zu sein.
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