Kappadokien: Die einzigartige Zauberwelt im Herzen Anatoliens bietet eine unvergleichliche Landschaft mit kegelförmigen Gesteinsformationen und historischen unterirdischen Bauten. Entdecke im Kappadokien-Urlaub den Zauber der „Feenkamine“.
Anreise nach Kappadokien
Kappadokien ist von einigen Flughäfen Deutschlands per Direktflug erreichbar mit einer Flugzeit von rund 3 h 45 min. Angesteuert wird der ca. 80 km östlich vom Zentrum Kappadokiens gelegene Flughafen in der Großstadt Kayseri. Weiterhin wurde ein neuer Flughafen in Nevsehir/Kappadokien errichtet, der gelegentlich von Charterflügen aus Europa angesteuert wird. Daneben gibt es auch Flüge mit Zwischenstopps in Istanbul oder Ankara.
Von Istanbul, Ankara oder Antalya geht es alternativ weiter mit zum Teil klimatisierten, komfortablen Überlandbussen Richtung Kayseri. Von dort aus verkehren Zubringerbusse verschiedener Gesellschaften, die mehrmals täglich vom Busbahnhof „Otogar“ nach Kappadokien/Göreme fahren. Die preiswertesten Transfermöglichkeiten sind Sammeltransfers oder Privat-Transfers. Taxis sind komfortabel, dabei deutlich preisintensiver. Das Mieten von Leihwagen ist sowohl in Kayseri als auch in Nevsehir möglich.
Außerdem gut zu wissen
Die Landeswährung in der Türkei ist die Türkische Lira (TRY). An vielen Geldautomaten kann mit einer deutschen Bankkarte (Maestro) Geld abgehoben werden. Auch Kreditkarten werden in der Regel als Zahlungsmittel akzeptiert.
Der Sonntag ist der übliche wöchentliche Ruhetag. Die meisten Geschäfte in der touristisch erschlossenen Region Kappadokien sind jedoch oft durchgängig von morgens bis in die späten Abendstunden geöffnet.
Bei Taxifahrten bestimmt grundsätzlich der Taxameter den Preis. Bei längeren Strecken ist es möglich, im Vorfeld einen Fahrpreis auszuhandeln.
In der Regel ist in Hotels und Restaurants ein Trinkgeld in Höhe von 10 bis 15 Prozent des Rechnungsbetrags üblich. In anderen Touristikbereichen freuen sich die Servicemitarbeiter über ein großzügiges Aufrunden.
Kappadokien lässt sich am besten zu Fuß entdecken, daher ist festes Schuhwerk empfehlenswert.
Sorge aufgrund intensiver Sonneneinstrahlung in der Höhenlage von über 1.000 m in den Sommermonaten für ausreichenden Sonnenschutz.
Ebenfalls bedingt durch die Höhenlage kühlt es in den Nächten, außer in den Hochsommermonaten, bisweilen erheblich ab, was du bei der Auswahl der Reisebekleidung bedenken solltest.
Kultur in Kappadokien
Nevsehir heißt übersetzt Neustadt. Unter diesem Ort wurde die wohl größte unterirdische Stadt entdeckt mit einer 5.000 Jahre alten Geschichte. Heute ist sie als archäologische Schutzzone ausgewiesen. Das moderne Nevsehir ist zudem ein guter Ausgangspunkt für die Besichtigung historischer Höhlenkirchen und Klöster.
Kaymaklı zählt ebenfalls zu den bekannten unterirdischen Stadtanlagen nahe Nevsehir. Sie besteht aus einem komplexen Tunnelsystem und beherbergt acht Stockwerke, von denen fünf beleuchtet und für Besucher begehbar sind.
Das Göreme-Tal ist berühmt für das größte Vorkommen von Felsenkapellen und -klöstern in Kappadokien. Viele der teilweise bis heute außergewöhnlich gut erhaltenen byzantinischen Höhlenkirchen sind zwischen dem 5. und 14. Jh. entstanden. Kunstgeschichtlich von Bedeutung sind die Fresken und die Malereien der Kirchen.
Die reich verzierten Karawansereien Sultanhani und Agzikarahan aus dem 13. Jh. liegen zwischen den Orten Aksaray und Kayseri und dienten als Herbergen für Kaufleute an der Seidenstraße.
Avanos ist eine Kleinstadt mit rund 14.000 Einwohnern und liegt am Kızılırmak, dem längsten Fluss der Türkei. Die Stadt ist vor allem für traditionell hergestellte Töpferwaren bekannt und beherbergt die historische Alaaddin-Moschee. Sehenswert ist weiterhin die Sarihan-Karawanserei aus dem Jahr 1249, gebaut aus gelben Steinen. Sie besitzt ein reich ornamentiertes Ostportal sowie eine Haupthalle mit zentraler Kuppel.
Im Klosterkomplex von Hallacdere (auch Krankenhauskloster genannt) bei Ortahisar können Hof und Hauptkirche besichtigt werden.
Die Johanneskirche liegt bei Gülsehir und ist eine Höhlenkirche mit gut erhaltenen Fresken.
Im Ort Hacibektas befindet sich die Gedenkstätte des Mystikers Hadschi Bektasch, der in der zweiten Hälfte des 13. Jh. in Anatolien lebte. Sie dient heute als Wallfahrtsort und Museum.
Wie lange sollte man in Kappadokien bleiben
Die Region Kappadokien eignet sich sowohl für einen Kurzaufenthalt als auch für eine längere Reise. Viele Urlauber kombinieren ihren Strandurlaub mit einem mehrtägigen Ausflug nach Kappadokien. Jedoch gibt es vielerlei in der näheren und weiteren Umgebung zu entdecken. Die besondere Schönheit der Naturlandschaft erschließt sich insbesondere durch kleinere Tagesexkursionen in die weitläufigen Tufftäler, sodass du zur ausgiebigen Erkundung der Region mindestens eine Woche Zeit einplanen kannst.
Beste Reisezeit für Kappadokien
In Zentralanatolien herrscht ein kontinentales Klima mit heißen Sommern und kalten Wintern. Spätsommer und Herbst bieten dir den Vorteil schöner Lichtverhältnisse, verbunden mit angenehmen Temperaturen. In den Frühjahrsmonaten zwischen März und Mai ist das milde Wetter oft mit Niederschlägen verbunden. Durch den Regen erwacht die Natur und viele Pflanzen gelangen zur Blüte. Ab Juni steigen die Temperaturen tagsüber bereits auf oftmals rund 30 °C an, bei weiterhin kühlen Nächten. Die heißesten Monate sind Juli und August mit seltenen Abkühlungen durch Gewitterschauer. Durch seine Höhenlage ist Kappadokien gerade zur Hochsaison kühler und klimatisch angenehmer als die Küstenregionen am Mittelmeer. Besonders malerisch stellt sich die Landschaft in den kalten Wintermonaten Januar und Februar dar, in denen auch in niedrig gelegenen Regionen Schnee anzutreffen ist. Allerdings gibt es je nach Höhenlage deutliche Temperaturunterschiede. So kann es im Wintersportgebiet Erciyes-Kayseri im Winter bis zu minus 20 °C kalt sein.