Ob Fernreise nach Thailand, Badeurlaub in Ägypten oder Städtetrip nach New York – wer ins Ausland reist, sollte sich rechtzeitig über die aktuellen Einreisebestimmungen informieren. Denn je nach Land gelten unterschiedliche Regelungen: Mancherorts reicht der Personalausweis, anderswo ist ein Visum, eine elektronische Reisegenehmigung (wie ESTA oder eTA) oder ein Reisepass mit Restgültigkeit von mehreren Monaten erforderlich. Auch Impfnachweise oder digitale Einreiseformulare können verlangt werden – insbesondere seit der Corona-Pandemie.
Je nach Reiseart variieren die Anforderungen: Wer mit Kindern unterwegs ist, sollte auf spezielle Dokumente für Minderjährige achten – etwa Vollmachten oder internationale Geburtsurkunden. Für All-inclusive-Urlaub in der Karibik oder Fernreisen nach Asien gelten oft besondere Visa- oder Impfregelungen. Individualreisende, die mehrere Länder bereisen, müssen zusätzlich Transit- und Zwischenstopp-Bestimmungen prüfen. Umso wichtiger ist ein zuverlässiger Überblick – ganz gleich, ob Familienurlaub, Abenteuerreise oder All-inclusive-Aufenthalt geplant ist.
Damit die Vorfreude auf den Urlaub nicht durch unerwartete Überraschungen am Flughafen getrübt wird, hilft eine gründliche Vorbereitung.
Wir haben eine übersichtliche Linkliste mit den offiziellen Reise- und Sicherheitshinweisen des Auswärtigen Amts zusammengestellt – sortiert nach Kontinenten und alphabetisch nach Ländern. So lassen sich die aktuellen Einreisebedingungen schnell und zuverlässig prüfen.
Mit nur wenigen Klicks zu den wichtigsten Infos für jedes Land: Einfach in der untenstehenden Liste das Reiseziel auswählen und direkt zum offiziellen Länderprofil des Auswärtigen Amts gelangen.
Vor jeder Auslandsreise lohnt sich ein kurzer Check der folgenden Punkte:
Die Einreisebestimmungen können sich kurzfristig ändern – etwa durch politische Entwicklungen, Naturkatastrophen oder pandemiebedingte Maßnahmen. Deshalb empfiehlt es sich, ausschließlich offiziellen Quellen wie dem Auswärtigen Amt zu vertrauen. Die dort bereitgestellten Informationen sind stets aktuell, seriös und decken neben der Einreise auch Themen wie Sicherheit, Zoll, Gesundheit und Konsularhilfe ab.
Wer eine Pauschalreise bucht, wird oft vom Veranstalter über notwendige Einreisedokumente informiert – dennoch lohnt sich ein eigener Blick auf die Bestimmungen. Für Individualreisende ist die Eigenverantwortung besonders groß: Flüge, Unterkünfte und Aktivitäten werden einzeln gebucht, daher sollte die Einreiseplanung ganz oben auf der To-do-Liste stehen.
Ein Reisepass ist für die Einreise in fast alle Nicht-EU-Staaten erforderlich – insbesondere außerhalb Europas. Dazu zählen zum Beispiel:
Auch bei Transitaufenthalten über Drittstaaten (z. B. beim Umsteigen) ist oft ein Reisepass nötig. Wichtig: In vielen Ländern muss dieser noch mindestens 6 Monate gültig sein.
Mit einem gültigen deutschen Personalausweis ist die Einreise in folgende Länder möglich – meist ohne Visum:
EU-Mitgliedsstaaten: Alle EU-Länder, darunter Frankreich, Spanien, Italien, Kroatien, Polen, Griechenland usw.
Schengen-Staaten (auch außerhalb der EU): Norwegen, Schweiz, Island, Liechtenstein
Weitere Länder mit Sonderregelung:
Albanien
Bosnien und Herzegowina
Montenegro
Nordmazedonien
Serbien
Georgien
Moldau
Türkei
Tunesien (organisierte Gruppenreisen)
Ägypten (eingeschränkt, z. B. für Pauschalreisen mit zusätzlichem Passersatzformular)
Da sich Bestimmungen ändern können, empfiehlt sich vor jeder Reise der Blick auf die aktuellen Informationen des Auswärtigen Amts.
Ein deutscher Personalausweis ist für Personen ab 24 Jahren 10 Jahre gültig. Für jüngere Personen beträgt die Gültigkeit 6 Jahre. Das Ablaufdatum ist auf dem Ausweis vermerkt. Wichtig: Bei Reisen ins Ausland muss der Ausweis zum Zeitpunkt der Einreise und teilweise auch der Ausreise noch gültig sein – je nach Land sogar mehrere Monate darüber hinaus.
Ein vorläufiger Personalausweis ist nur in bestimmten Ländern für die Einreise gültig – in der Regel innerhalb der EU oder des Schengen-Raums. Viele außereuropäische Staaten erkennen ihn nicht an. Vor Reiseantritt sollte unbedingt geprüft werden, ob das Zielland den vorläufigen Ausweis akzeptiert. Der reguläre Reisepass ist oft die sicherere Wahl.
Der Personalausweis dient in erster Linie der Identifikation innerhalb Deutschlands und der EU bzw. des Schengen-Raums. Er erlaubt die Einreise in viele europäische Länder ohne Visum.
Der Reisepass hingegen wird weltweit anerkannt und ist für Reisen außerhalb Europas (z. B. USA, Thailand, Marokko) in der Regel erforderlich. Er enthält auch Visa und Einreisestempel.
Wird ausschließlich mit dem Personalausweis gereist, sollte vorab geprüft werden, ob das Zielland diesen als gültiges Reisedokument akzeptiert. Wichtig ist, dass der Ausweis nicht beschädigt ist und über die nötige Mindestgültigkeit verfügt. Für Reisen mit Kindern, Transitaufenthalte oder besondere Einreisebedingungen kann dennoch ein Reisepass nötig sein.
Eine Reisewarnung wird ausgesprochen, wenn vor Reisen in ein Land oder eine Region ausdrücklich abgeraten wird – etwa wegen politischer Unruhen, Naturkatastrophen oder akuter Sicherheitslage.
Ein Sicherheitshinweis oder Information („Info-Notice“) bedeutet dagegen nicht automatisch ein Reiseverbot, sondern soll auf Risiken und Besonderheiten aufmerksam machen – z. B. lokale Vorschriften, Kriminalität oder Gesundheitsrisiken.
Ein Einreiseverbot bedeutet, dass Personen aus bestimmten Ländern oder mit bestimmten Voraussetzungen nicht in ein Land einreisen dürfen. Dies kann zeitlich befristet sein (z. B. pandemiebedingt) oder dauerhaft gelten. Die Gründe reichen von fehlenden Dokumenten über Sicherheitsbedenken bis hin zu individuellen Einträgen in internationalen Datenbanken.
Deutsche Staatsangehörige können sich im Ausland bei Notfällen an die Botschaft oder das Konsulat Deutschlands wenden – z. B. bei Verlust von Reisedokumenten, medizinischen Notfällen oder Verhaftung. Dort wird Hilfe angeboten, etwa durch Ausstellung von Ersatzpapieren oder Vermittlung lokaler Unterstützung. In Ländern ohne deutsche Vertretung helfen in bestimmten Fällen auch Botschaften anderer EU-Staaten.
ETIAS (European Travel Information and Authorisation System) ist eine elektronische Reisegenehmigung für Drittstaatsangehörige, die visumfrei in den Schengen-Raum einreisen möchten. Die Einführung ist für 2026 geplant. Betroffen sind z. B. Staatsangehörige aus den USA, Kanada, Großbritannien oder Australien. Wer aus Deutschland reist, ist nicht betroffen, es sei denn, Drittstaatsangehörige sollen eingeladen oder begleitet werden. Das System ähnelt dem US-amerikanischen ESTA.
EES steht für Entry/Exit System und wurde im Oktober 2025 in der EU eingeführt. Es ersetzt den bisherigen Passstempel für Drittstaatsangehörige bei der Ein- und Ausreise in den Schengen-Raum. Erfasst werden biometrische Daten (Foto, Fingerabdruck) sowie Reisedaten – elektronisch, zentral und sicher. Das Ziel ist eine bessere Kontrolle über Aufenthaltsdauern und Sicherheitsrisiken. Für deutsche Staatsangehörige ändert sich dadurch in der Regel nichts, wohl aber für mitreisende Personen ohne EU-Pass.
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