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Die passende Radreise finden, auswählen & buchen

Träumen Sie von einem Radabenteuer? Ob sonnige Küstenstraßen in Andalusien oder atemberaubende Gipfeln der Pyrenäen: Wenn es um Fahrradtouren geht, sind die Möglichkeiten endlos und es kann schwierig sein, die Richtige für sich auszuwählen. 

Auch gilt es zu entscheiden, ob Sie eine von einem Radreiseveranstalter organisierte und geführte Tour machen oder ob Sie unter eigener Regie und auf eigene Faust losziehen möchten. Beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile. Wir haben für Sie Informationen und Tipps zusammengestellt, um Ihnen die Wahl des perfekten Radurlaubs zu erleichern.  

Laura Fletcher
Radsportjournalistin

Was bietet ein Radreiseveranstalter?

Bei einer geführten und betreuten Tour brauchen Sie oft nur am vereinbarten Ort erscheinen und dann übernimmt Ihr Reiseleiter die Organisation. Sie können Sich voll und ganz auf das Radfahren und Urlaub-machen konzentrieren. Hier finden Sie eine Liste der Leistungen, die oft bei einer organisierten Tour enthalten sind. Bitte beachten Sie, dass die Angebotspakete für Radreisen stark variieren. Es lohnt sich, bei der Recherche und vor der Buchung genau darauf zu achten, welche Leistungen inbegriffen sind.  
  • Unterkunft: Der Reiseveranstalter bucht Ihr Hotel für die gesamte Dauer der Reise und Sie haben die Wahl zwischen Einzel- und Mehrbettzimmern. Manchmal müssen Sie zusätzliche Nächte buchen, wenn Ihr Flug in der Nacht vor Beginn der Tour ankommt.  

  • Geplante Route: Die gesamte Route ist bis ins kleinste Detail geplant. Sie brauchen nicht selbst zu recherchieren oder die Reiseroute zu planen.  

  • Beratung und Unterstützung vor Ort: Diese Leistung sieht bei allen Reiseveranstaltern anders aus, daher sollten Sie sich vor der Buchung genau informieren. Manchmal handelt es sich um eine Rundumbetreuung, d. h. ein Radreiseführer fährt die ganze Zeit an Ihrer Seite, zeigt Ihnen den Weg und hilft Ihnen bei Problemen, z. B. bei einer Reifenpanne. Einige Anbieter stellen auch einen Begleitwagen zur Verfügung, der immer in Reichweite ist, falls Sie auf Ihr Gepäck zugreifen, Ihre Kleidung wechseln, einen Snack zu sich nehmen oder Ihr Wasser auffüllen möchten. Er kann Sie auch zurück zum Hotel bringen, wenn Sie sich zu müde fühlen und den Tag vorzeitig beenden möchten. Auf vielen Reisen wird eine Kombination der oben genannten Leistungen angeboten, jedoch nicht immer alle. Zum Beispiel haben Sie vielleicht einen Begleitwagen in Reichweite, werden aber nicht von einem Reiseleiter begleitet. In diesem Fall erhalten Sie in der Regel ein GPS-Gerät, auf dem die Route gespeichert ist und die Telefonnummer des Reiseleiters für eventuelle Notfälle. 

  • Betreuung und Führung auf der Strecke: Dieser Service variiert von Anbieter zu Anbieter, sodass es ratsam ist, sich vor der Buchung darüber zu informieren, was darin enthalten ist. In manchen Fällen handelt es sich um eine Rundumbetreuung, d. h. ein Führer fährt die ganze Zeit mit Ihnen, zeigt Ihnen den Weg und hilft Ihnen bei Zwischenfällen, z. B. bei mechanischen Problemen oder Reifenpannen. Einige Anbieter haben auch einen Begleitwagen, der immer in der Nähe ist, falls Sie Ihr Gepäck wechseln, sich umziehen, einen Snack zu sich nehmen oder kein Wasser mehr haben sollten. Sie können Sie sogar zurück zum Hotel bringen, wenn Sie zu müde sind und die Tour lieber früher beenden möchten. Viele Betreiber bieten jedoch einige, aber nicht alle der oben genannten Dienste an. So kann es beispielsweise sein, dass ein Begleitfahrzeug zur Verfügung steht, aber kein Fremdenführer. In diesem besonderen Fall wird in der Regel ein GPS-Gerät mit einer bereits geladenen Route und einer Kontakttelefonnummer für Notfälle zur Verfügung gestellt.
     
  • Gepäcktransport: Einer der großen Vorteile einer organisierten Tour ist, dass der Veranstalter Ihr Gepäck jeden Tag zwischen den Hotels transportiert, sodass Sie sich um nichts kümmern müssen. Stattdessen können Sie einfach Ihre Fahrt genießen. 
       
  • Fahrrad-/Ausrüstungsverleih: Die meisten Reiseveranstalter leihen Ihnen ein Fahrrad für die gesamte Reise. Das spart Ihnen Geld und Mühe, denn Sie müssen Ihr Fahrrad nicht verpacken, zum Flughafen bringen, es an Ihr Reiseziel fliegen lassen und es dann bei Ihrer Ankunft wieder montieren. Es ist jedoch ratsam, den eigenen Helm und andere persönliche Ausrüstung mitzubringen.

  • Flughafentransfer: Radtouren beginnen meist nicht im Zentrum der Stadt, in die Sie fliegen. Sie müssen also vom Flughafen zum Startpunkt der Radtour gelangen. Das Gleiche gilt für das Ende Ihrer Reise, insbesondere, wenn Sie vom selben Flughafen aus zurückfliegen. Die Reiseveranstalter bieten in der Regel einen Flughafentransfer an, der Ihnen viel Zeit und Energie spart, vor allem wenn Sie mit Ihrem eigenen Fahrrad unterwegs sind.
Wie Sie sehen, hat ein guter Radreiseveranstalter eine Menge zu bieten! Das heißt aber nicht, dass Sie nicht auch auf eigene Faust losziehen können. Es stimmt, dass es schwierig sein kann, die Route zu recherchieren, die Hotels zu buchen, sich zurechtfinden und bei der Fahrt Ihr eigenes Gepäck transportieren zu müssen, aber es gibt auch viel Schönes daran, auf eigene Faust zu reisen: Zunächst einmal ist es in der Regel günstiger, es macht großen Spaß, Sie haben die Freiheit zu entscheiden, wohin Sie fahren möchten und auch Ihr Tempo können Sie selbst entscheiden.

Überlegungen für Ihre Radreise

Unabhängig davon, ob Sie sich für eine geführte Tour oder eine Reise auf eigene Faust entscheiden, sollten Sie bei der Planung Ihres Radurlaubs einige wichtige Dinge beachten.

  • Dauer der Reise: Radreisen können von Wochenendausflügen bis zu zweiwöchigen Abenteuern quer durch ein Land reichen. Die meisten Radreisen dauern etwa eine Woche, mit einem An- und einem Abreisetag. Bei einer siebentägigen Reise könnten Sie also fünf Tage auf dem Fahrrad unterwegs sein. Für Anfänger sind drei Tage im Sattel eine gute Möglichkeit für eine allererste Radreise. Für erfahrene Radler oder Fitnessgurus ist eine Woche oder länger eine gute Herausforderung, bei der man mehrere Orte besuchen kann. 

  • Schwierigkeitsgrad: Radreisen sind nicht nur etwas für extrem fitte und sehr erfahrene Radfahrer. Die meisten Reiseveranstalter geben den Schwierigkeitsgrad und einen Überblick über die Route an. Achten Sie darauf, ob das Terrain als flach, hügelig oder bergig beschrieben wird und bedenken Sie, dass während hügelig bedeutet, dass es lediglich bergauf und bergab geht, wohingegen bergig bedeutet, dass es bis zu 20 km bergauf gehen kann (Da haben Sie sich dann das Mittagessen auf dem Gipfel redlich verdient!). Neben den Auf- und Abstiegen wird in der Regel auch die täglich zurückgelegte Strecke angegeben. An einem leichten Tag könnten Sie 20 bis 40 km fahren, während es an einem schweren Tag vielleicht mehr als 100 km zu bewältigen gilt.
     
  • Untergrund: Finden Sie heraus, auf welchem Untergrund Sie fahren werden. Führt die Route über ausgewiesene Radwege oder auf der Straße? Die meisten europäischen Straßen sind fahrradfreundlich, aber Sie werden neben Autos fahren, also denken Sie darüber nach, ob Sie sich damit wohlfühlen. Nordeuropa hat ein großartiges Netz von Radwegen und Sie können einige tolle Routen abseits der Straße finden – zum Beispiel Kanalwege, wenn Sie das bevorzugen. Mehr denn je erfreut sich auch das Offroad-Radfahren, also das Fahren abseits der Straße, großer Beliebtheit. Wenn Sie also gerne in der freien Natur oder Wäldern unterwegs sind, sollten Sie nach Schotter- oder Mountainbike-Routen Ausschau halten. 
     
  • Reiseziel: Wählen Sie für Ihren Radurlaub ein Reiseziel, das Sie auch wirklich besuchen möchten, denn auf dem Rad erkunden Sie ein Urlaubsziel ganz unmittelbar. Es ist somit eines der wichtigsten Details einer gelungenen und unvergesslichen Radreise. Von Island bis Indonesien, von Südafrika bis Australien – Radreisen gibt es überall auf Erde. Während einer Radtour können Sie ganz einfach viel von Ihrem Traumziel entdecken. Und wenn Sie sich für einen Reiseveranstalter entscheiden, können Sie Ihr Urlaubsland in einer Gruppe erkunden, während die erfahrenen lokalen Anbieter sich um alle Details kümmern. Bei der Wahl des Reiseziels lohnt sich auch ein Blick auf die Wetterbedingungen und Straßenverhältnisse vor Ort.  

  • Unterstützung: Haben Sie ein eigenes Fahrrad oder benötigen Sie eines bei Ihrer Ankunft? Bringen Sie die ganze Familie mit? Einige Reiseveranstalter bieten alternative Aktivitäten für Kinder oder Partner an, die weniger scharf auf lange Touren im Sattel sind. Wenn Sie zusätzliche Unterstützung benötigen, überprüfen Sie, ob dies im Angebot Ihres Anbieters enthalten ist. Einige Reiseveranstalter bieten auch „unbegleitete“ Pakete an, bei denen Sie mit Fahrrädern, Karten und einer Kontaktperson für Notfälle ausgestattet werden und sich dann eigenständig auf den Weg machen: für Radfahrer mit Abenteuer- und Entdeckerlust ideal. 
Behalten Sie diese fünf Punkte im Hinterkopf, während Sie die Angebote für einen Fahrradurlaub durchstöbern. Denn mit einer guten Planung wird Ihre Radreise garantiert zu einem Urlaubshighlight.  

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