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Herbstreiseziele in Europa

11 abwechslungsreiche Reiseziele für einen goldenen Herbst

Der Herbst ist die ideale Zeit, um einen Urlaub in der Natur zu verbringen und die Akkus für den Winter noch einmal mit einer Extraportion Erholung aufzuladen. Im Oktober und November ist die Natur vielerorts in herrliche Gold- und Rottöne getaucht, die Luft ist erfrischend klar und selbst beliebte Reiseziele strahlen nach dem trubeligen Sommer eine entspannte Ruhe aus. Ob Familienwochenende im Schwarzwald, Genussmomente in Umbrien oder eine unvergessliche Reise durch Island: Gönnen Sie sich eine Herbstauszeit. Wir stellen Ihnen 11 abwechslungsreiche Reiseziele für den goldenen Herbst in Europa vor.

Schwarzwald

Der Schwarzwald gehört zu den schönsten Urlaubszielen im Herbst in Deutschland. Wer zwischen September und November einen Urlaub im Schwarzwald macht, entdeckt zwischen Kirschtorte, Bollenhüten und Kuckucksuhren eine goldene Landschaft voller Ursprünglichkeit und Vielfalt. Als größtes zusammenhängendes Mittelgebirge Deutschlands gilt die Region im Südwesten von Baden-Württemberg als Eldorado für Aktivurlauber. Günstige Winde laden zum Gleitschirmfliegen ein. Die dunkelroten Battertfelsen bei Baden-Baden und das Dreisamtal sind als exzellente Kletterreviere bekannt. Doch insbesondere Mountainbiker und Wanderer kommen im Schwarzwald auf ihre Kosten. Zwischen den bewaldeten Bergkämmen im Norden und den alpinen Gipfelwelten rund um den Feldberg im Süden beschert ein riesiges Netz aus Wegen, Genießerpfaden und Fernrouten puren Naturgenuss. Nicht selten wabern im Herbst zarte Nebelmeere durch die Schwarzwaldtäler und versprühen einen mystischen Zauber. Bildschön anzusehen sind auch die Laubbäume und Weinreben, deren Blätter gelb, orange und rot in der Sonne leuchten. Wild geht es im Nationalpark Schwarzwald zu, den Sie bei einer geführten Rangertour besonders intensiv erleben. Nach ihren Naturerkundungen verheißen die zahlreichen Thermalbäder des Schwarzwalds wahre Wellnesswonnen.

Nicht verpassen: Die Triberger Wasserfälle rauschen mit einer Fallhöhe von 163 Metern in einen bewaldeten Talkessel.

Teneriffa, Kanarische Inseln

Inmitten des Atlantischen Ozeans ist Teneriffa als Insel des Ewigen Frühlings bekannt. Sogar im Herbst herrscht auf der größten Insel der Kanaren noch Badewetter. An den zerklüfteten Küsten Teneriffas laden goldene bis schwarze Strände zum Entspannen ein. Die angenehmen Temperaturen sind zudem wie gemacht, um beim Mountainbiken und Wandern in die Natur einzutauchen. Im beständig grünen Nordosten Teneriffas liegt das durch vulkanische Aktivität entstandene Anaga-Gebirge mit Wohnhöhlen und uralten Lorbeerwäldern. Einer davon ist der Bosque de las Mercedes, in dem knorriges Geäst, Farne, Moose und Lianen eine mystisch anmutende Märchenwelt zaubern. Wie ein ferner Planet wirkt weiter südlich der zum UNESCO-Weltnaturerbe geadelte Teide-Nationalpark. Mittendrin erhebt sich mit dem 3.718 Meter hohen Pico del Teide der höchste Gipfel Spaniens. Der mächtige Vulkanberg ist von einer atemberaubenden Kraterlandschaft umgeben, die Sie auf unterschiedlichen Wanderrouten erkunden. Erstarrte Lava in Ocker und unterschiedlichsten Abstufungen von Schwarz, unwirtliche Bimssteinfelder und karge Vegetation erinnern an die Kulisse eines Science-Fiction-Films.

Nicht verpassen: In großem Tempo bringt eine Seilbahn Besucher bis auf aussichtsreiche 3.555 Meter den Pico del Teide hinauf.

Umbrien, Italien

Umbrien gilt auch in herbstgoldener Färbung als das grüne Herz Italiens. Die waldreiche, von sanften Bergen und weiten Tälern geprägte Region öffnet alle Sinne für die Natur. Dabei ist Umbrien vor allem als Heimat des heiligen Franz von Assisi bekannt. Sein Geburtsort, die sandsteinerne Hügelstadt Assisi mit berühmter Basilika und der Burg Rocca Maggiore, ist eines der meistbesuchten Pilgerziele der Welt. Daneben bildet Umbrien mit den Sibillinischen Bergen im Apennin ein exzellentes Wanderrevier, lockt passionierte Drachenflieger an den Monte Cucco und bietet auf seinen wildromantischen Wasserwegen Möglichkeiten zum Kanu- und Kajakfahren. Westlich von Perugia liegt der Trasimenische See, der auch als Umbriens Meer bekannt ist und dessen malerisches Ufer Sie bei einer Radtour erkunden. Der Herbst ist zudem genau die richtige Zeit, um bei einer organisierten Trüffelsafari auf Jagd nach schwarzen Edelpilzen zu gehen. Begleitet von einem umbrischen Wein schmeckt die luxuriöse Beute garantiert noch mal so gut. 

Nicht verpassen: Im Trasimenischen See versprüht die Isola Maggiore mit Tavernen und verträumtem Schloss pures Inselidyll.

Tirol, Österreich

Bergwelten von erhabener Schönheit bilden die Kulisse für intensive Erlebnisse in der unberührten Natur Tirols. Ende Oktober kann es in den Höhenlagen schon den ersten Schnee geben. Dennoch gilt der Herbst als Hochsaison für Mountainbiker und Bergwanderer. In Tirol knacken über 500 Gipfel die 3.000er-Marke. Hunderte Gletscher überziehen die Landschaft. Manch urige Almhütte, ob im Zillertal, im Ötztal oder am Achensee, ist auch im Herbst bewirtschaftet und lädt zur Einkehr bei einer deftigen Jause ein. Durch eine unwiderstehliche Mischung aus alpiner Natur und urbanem Leben besticht Tirols Landeshauptstadt Innsbruck. Imposant umrahmt von den Gipfeln der Nordkette, lockt die quirlige Alpenmetropole mit einer mittelalterlichen Altstadt und Sehenswürdigkeiten wie dem Goldenen Dachl und der Bergiselschanze. Vom Zentrum gelangen Sie schnell in die Natur. Mit der futuristischen Hungerburgbahn geht es zunächst zum Innsbrucker Hochplateau und dann mit der Nordkettenbahn zum Hafelekar, dem Hausberg der Stadt, direkt hinein in den Naturpark Karwendel. Eine der beeindruckendsten Landschaften in dem österreichischen Schutzgebiet bildet der Große Ahornboden mit einer botanischen Rarität: In dem märchenhaft anmutenden Hochgebirgstal wachsen rund 2.000 jahrhundertealte Ahornbäume, deren Blätter sich im Herbst rot einfärben. 

Nicht verpassen: Im Naturidyll des Kleinen Ahornboden ist der Blick auf den höchsten Karwendelgipfel, die Birkkarspitze, atemberaubend.

Antrim, Nordirland

Ein Herbsturlaub an der dramatisch schönen Küste von Antrim in Nordirland ist gespickt mit eindrucksvollen Momenten in der Natur. Hoch aufragende Klippen und grüne Hügel bestimmen das Landschaftsbild der historischen Grafschaft. Die neun sagenumwobenen, als Glens bekannten Täler Antrims gibt es bei Wanderungen zu entdecken, ebenso den riesigen See Lough Neagh. Ein Muss ist eine Fahrt entlang der berühmten Causeway Coastal Route. Die Panoramastraße verläuft auf einer Strecke von 300 Kilometern von Nordirlands pulsierender Hauptstadt Belfast bis nach Derry. Legen Sie unbedingt einen Zwischenstopp an der Carrick-a-Rede-Hängebrücke ein, die das Festland von Antrim mit der Insel Carrick verbindet. Mit dem Sprühnebel der salzigen Gischt im Gesicht und dem rauen Meer unter den Füßen ist das Überqueren der schaukelnden Seilkonstruktion ein echtes Herbstabenteuer. Die größte Attraktion entlang der Route ist aber der Giant’s Causeway: Der sogenannte „Damm des Riesen” besteht aus rund 40.000 vulkanischen Basaltsäulen und gehört als eindrucksvolles, geologisches Wunderwerk der Natur zum UNESCO-Weltnaturerbe. 

Nicht verpassen: Die fotogene Buchenallee Dark Hedges nahe Amroy diente der Fantasyserie Game of Thrones als Filmkulisse. 

Costa Vicentina, Portugal

Im Südwesten Portugals präsentiert sich die Costa Vicentina nicht nur im Herbst schroff und wild. Der Küstenstreifen am Atlantik erstreckt sich über rund 80 Kilometer zwischen dem malerischen Städtchen Odeceixe an der Grenze zum Alentejo und dem ehemaligen Fischerdorf Burgau an der Algarve. Sie bildet einen Teil des Naturschutzgebiets Parque Natural de Sudoeste Alentejano e de Costa Vicentina, der sich am besten zu Fuß erkunden lässt. Die zerklüfteten Steilküsten des Landstrichs erwandern Sie sich in Etappen mit einer stets frischen Meeresbrise um die Nase auf dem sandigen Fischerpfad, der immer am Atlantik entlang führt. Ein echtes Herbstspektakel erwartet Hobbyvogelkundler am felsigen Cabo de São Vicente, auf dem sich gewaltige Zugvogelschwärme auf ihrem Weg nach Afrika beobachten lassen.

Nicht verpassen: Der von Klippen begrenzte Strand Praia do Amado bildet eines der besten Surfreviere an der Costa Vicentina.

Der goldene Zirkel (Golden Circle), Island

Die Natur Islands ist spektakulär: Gletschereis, aktive Vulkane und geheimnisvolle Fjorde prägen das Landschaftsbild. Vielerorts auf der dünn besiedelten Insel im Nordatlantik zischt und brodelt es aus heißen Quellen. Im Herbst lässt sich die raue Schönheit der Natur in aller Stille erleben. Es ist die Zeit der Polarlichter, die wie ein mystisches Feuerwerk mal grün, mal rosa den dunklen Nachthimmel überziehen. Die drei berühmtesten Naturwunder Islands liegen aber auf dem Gullni Hringurinn, also dem Golden Circle. Dabei handelt es sich um eine Rundtour, die von der Hauptstadt Reykjavík auf einer Strecke von gut 250 Kilometern durch den Südwesten der Insel führt. Einen ersten Stopp legen Sie im Thingvellir-Nationalpark ein. In dem zerklüfteten, moosbewachsenen Lavagebiet hat der Kontinentaldrift faszinierende Schluchten hervorgebracht. Die Urkräfte der Natur offenbaren sich auch im Geysir-Gebiet Haukadalur, der zweiten Station auf Ihrer Route, wo dampfende Wassersäulen meterhoch in die Lüfte schießen. Berauschender ist nur noch die dritte Attraktion des Golden Circle: der Wasserfall Gullfoss, der sich über zwei mächtige Kaskaden rund 30 Meter in die Tiefe stürzt.

Nicht verpassen: die atemberaubende Almannagjá-Schlucht im Thingvellir-Nationalpark, der zum UNESCO-Welterbe gehört.

Perthshire, Schottland

Schroffe Berge, raue Moorlandschaften und wilde Flüsse machen Perthshire im Herzen von Schottland ideal für einen Natururlaub im Herbst. Die alte Grafschaft am Übergang von Lowlands und Highlands trägt wegen ihrer endlos scheinenden Wälder den Beinamen Big Tree Country, also Land der großen Bäume. Im herbstlichen Kleid wirken die knorrigen Giganten umso eindrucksvoller. Unweit des Städtchens Dunkeld liegt die Parkanlage The Hermitage mit riesigen Douglasien und rauschenden Wasserfällen. Perthshire wartet mit zahllosen weiteren Wandermöglichkeiten auf. Entdecken Sie das Waldgebiet rund um den Kinoull Hill am südöstlichen Rand der altehrwürdigen Stadt Perth oder erklimmen Sie den Schiehallion. Eine besonders reizvolle Tour führt auf den 1.214 Meter hohen Ben Lawers, der zu den höchsten Bergen Schottlands zählt und nach einem steilen Anstieg sagenhafte Ausblicke auf den funkelnden Loch Tay freigibt. Neben Wandern stehen in Perthshire auch Mountainbiken, Angeln und adrenalingeladene Aktivitäten wie Rafting und Canyoning hoch im Kurs. Wer es entspannter mag, unternimmt eine geführte Highlandsafari im Landrover und beobachtet Moorhühner, Goldadler und Rothirsche in ihrem natürlichen Lebensraum.

Nicht verpassen: Auf dem Rundweg The Birks of Aberfeldy kann man auf den Spuren des schottischen Nationaldichters Robert Burns wandeln. 

Norwegische Fjorde

Die wilden Landschaften der norwegischen Fjorde bilden im Herbst ein eindrucksvolles Naturspektakel. Die verlängerten Arme der Meere sind von steilen Felswänden, Gletschern und Hängen umgeben, die zu dieser Jahreszeit unter einem farbenprächtigen Teppich liegen und sich dramatisch im Wasser spiegeln. In der milden Herbstsonne leuchtet die Natur regelrecht. Auf manchen Gipfeln liegt bereits der erste Schnee. Die kühle, frische Luft lädt zum Durchatmen ein. Erleben Sie die Fjorde bei einer mehrstündigen Fjordsafari oder mit Muße bei einer mehrtägigen Kreuzfahrt. Auch Kajaktouren und ausgiebige Wanderungen verheißen unvergessliche Eindrücke. In den Fjordtälern ist der Herbst die Zeit der Ernte. Vielerorts entdecken Sie kleine Obststände, an denen frisch gepflückte Pflaumen, Birnen und Äpfel feilgeboten werden. Vor allem die Region rund um den legendären Sognefjord ist für seine Mostereien und köstlichen Cider bekannt. Naturgenüsse erwarten Sie auch am tiefblauen Geirangerfjord und am schmalen Nærøyfjord, die beide zum Weltnaturerbe der UNESCO zählen.

Nicht verpassen: Eine Bergwanderung zur 604 Meter hohen Felskanzel Preikestolen am Lysefjord eröffnet ein Panorama zum Staunen.

Madeira, Portugal

Faszinierende Vulkanlandschaften, üppig wuchernde, immergrüne Wälder und Parkanlagen mit farbenfroher Blütenpracht prägen die zu Portugal gehörende Insel Madeira im tiefblauen Atlantik. Das ganze Jahr über lassen sich Blumen wie Orchideen, Magnolien und Strelitzien in ihrem natürlichen Lebensraum bestaunen. Der Botanische Garten und die Palheiro-Gärten in der Inselhauptstadt Funchal ziehen Pflanzenliebhaber ebenso in den Bann. Die milden Herbsttemperaturen auf der Blumeninsel sind für Aktivitäten wie Trekking, Mountainbiken und Wandern ideal. Gipfelstürmer zieht es auf den höchsten Berg der Insel, den 1.862 Meter hohen Pico Ruivo. Einmalig sind auch Touren entlang der Levadas. Das sind in Felsen geschlagene Bewässerungskanäle, die über 3.000 Kilometer die wilde Natur Madeiras durchziehen. Wal- und Delfinbeobachtungstouren versprechen unvergessliche Eindrücke, auch Bootsausflüge zu den unbewohnten Inseln Desertas und Selvagens im Archipel von Madeira. Der warme Golfstrom sorgt im Herbst für Wassertemperaturen von durchschnittlich 20 Grad Celsius, wodurch ein Bad in den Wellen oder in einem der geschützten, inseltypischen Meerwasserpools auch zu dieser Jahreszeit noch möglich ist.

Nicht verpassen: Der uralte, zum UNESCO-Weltnaturerbe zählende Lorbeerwald Laurisilva im Norden Madeiras ist einzigartig.

Plitvicer Seen, Kroatien

Abseits der 1.000 Kilometer langen Adriaküste zählt der Nationalpark Plitvicer Seen zu den bedeutendsten Naturattraktionen Kroatiens. Das größte Schutzgebiet des Lands liegt im hügeligen Hinterland der Region Norddalmatien und gehört bereits seit 1979 zum UNESCO-Weltnaturerbe. Der Nationalpark gleicht einem landschaftlichen Paradies mit urwaldähnlichen Wäldern, faszinierenden Karstphänomenen und viel Wasser. Einzigartig sind die 16 türkisblau schimmernden Seen des Parks, die durch Travertinbarrieren gestaut und in spektakulären Kaskaden angeordnet sind. Zwischen dem obersten und untersten See besteht dabei ein Höhenunterschied von rund 130 Metern. Stromschnellen und tosende Wasserfälle verbinden die kristallklaren Gewässer miteinander und bilden ein surreales Naturschauspiel zum Staunen. Im Herbst erkunden Sie die Plitvicer Seen in aller Ruhe. Bei Wanderungen über gut ausgebaute Wege und hölzerne Stege streifen Sie durch bunt gefärbte Buchenwälder, lassen sich vom Sprühnebel der Wasserstürze kitzeln und beobachten Wölfe und Luchse, die im Nationalpark ein Zuhause gefunden haben. 

Nicht verpassen: Der Kozjak ist der größe der zwölf Oberen Seen des Nationalparks Plitvicer Seen und ideal geeignet für eine Bootstour.

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