Süße Belohnung: Europas beste Desserts

Backen entspannt – und ist damit der perfekte Zeitvertreib für die Tage und Wochen, die wir zu Hause verbringen. Warum also nicht eine Rührschüssel rausholen, sich die Schürze umbinden und mal was Neues ausprobieren? Wir haben für Sie die besten Kuchen und Nachtische aus Europa zusammengestellt. Backen und schlemmen Sie sich mit saftigem Schokoladenkuchen durch Frankreich oder knusprig-buttrigen Pudding-Törtchen durch Portugal und lassen Sie sich cremiges italienisches Tiramisu auf der Zunge zergehen. Sie haben sich diese süße Belohnung verdient.

Moelleux au chocolat (Frankreich)

Die Franzosen sind die ungeschlagenen Meister des Desserts. Da ist Auswahl gar nicht so einfach. Fast hätten wir Ihnen an dieser Stelle mit einer Crème Brûlée den Tag versüßt. Doch Schokoladenkuchen mit flüssigem Kern? Da konnten wir einfach nicht widerstehen. Und Sie?

Rezept (für 4 Küchlein)

Zutaten:
4 Eier
150 g Butter
110 g Puderzucker
200 g Bitterschokolade (60% – 80% Kakaoanteil)
60 g Mehl
1 TL Vanilleextrakt

Zubereitung:
Den Ofen auf 190°C vorheizen (Umluft: 170°C).
Schokolade und Butter zusammen im Wasserbad schmelzen. (Sie brauchen dafür nur einen kleinen Topf, in den Sie etwas Wasser füllen, und eine hitzebeständige Schüssel für die Schokolade und die Butter.)
Eier verquirlen, dann den Puderzucker und das Vanilleextrakt unterrühren. Anschließend das Mehl hinzugeben, zuletzt die geschmolzene Schokolade und Butter. Alles verrühren, bis die Masse leicht andickt.
Die Schokoladenmischung in einzelne kleine Kuchenförmchen oder in eine normale, gefettete Kuchenform geben. 12 bis 15 Minuten backen. Abkühlen lassen – und voilà!

Unser Feinschmecker-Tipp Besonders lecker schmeckt der Schokokuchen mit Beeren und Vanilleeis.

Pastéis de nata (Portugal)

Diese Blätterteig-Pudding-Törtchen sind die leckerste Art, sich ein bisschen Portugal nach Hause zu holen. Denn schon beim ersten Happen werden garantiert Erinnerungen an den letzten Urlaub wach. Um die Zubereitungszeit etwas zu verkürzen, haben wir für unsere pastéis de nata fertigen Blätterteig verwendet . Selbstverständlich können Sie den Blätterteig auch selbst machen, wenn Sie sich die Zeit nehmen möchten.

Rezept (für 12 Törtchen)

Zutaten:
3 Eigelb
320 g fertigen Blätterteig (frisch oder TK)
400 ml Vollmilch
95 g Zucker, fein
1 Zimtstange
2 TL Maismehl
1 TL Vanilleextrakt
1 Prise geriebene Muskatnuss
etwas Zimt
etwas Puderzucker

Zubereitung:
Den Ofen auf 210°C vorheizen (Umluft: 190°C) und ein Muffinblech einfetten.
Eigelb, Zucker und Maismehl verrühren und langsam die Milch hinzugeben. Gut verrühren.
Die Mischung in einem Topf bei mittlerer Hitze langsam zum Kochen bringen. Die Zimtstange hinzufügen. Immer wieder umrühren. Sobald die Mischung anfängt zu kochen, vom Herd nehmen und das Vanilleextrakt und einen Hauch geriebene Muskatnuss hinzugeben.
Die Puddingmischung in eine Glasschüssel umfüllen und mit Frischhaltefolie abdecken.
Den Blätterteig halbieren und die beiden Hälften übereinander legen. Von der kurzen Seite her aufrollen und in 12 Scheiben schneiden.
Die Scheiben der Blätterteigrolle in je eine Muffinform geben und in der Mitte mit dem Daumen eine Mulde für die Puddingfüllung formen (Tipp: Daumen anfeuchten). Darauf achten, dass der Teig an der Unterseite der Mulde nicht zu dünn wird.
Die Zimtstange aus der Puddingmischung nehmen und anschließend die Füllung in die Mulde der Blätterteig-Törtchen geben. Achten Sie darauf, dass nur ¾ der Mulde gefüllt ist.
Auf der mittleren Schiene des Backofens für ca. 20 Minuten backen bis die Puddingfüllung an der Oberfläche leicht braun wird.
Törtchen abkühlen lassen und vor dem Servieren mit Puderzucker und etwas Zimt bestreuen.

Unser Feinschmecker-Tipp: Eine besonders frische Note bekommen die Blätterteig-Pudding-Törtchen durch Zitronenzesten. Diese geben Sie einfach nach dem Aufkochen mit der Zimtstange in die Puddingfüllung.

Apfelstrudel (Österreich)

Diese süße Verführung aus Wien ist der Dessert-LIebling – und das seit Jahrhunderten. Das älteste bekannte Rezept stammt aus dem Jahr 1697. Wie schon bei dem Rezept für die pastéis de nata können Sie den Strudelteig selbst machen oder wie wir auf den fertigen zurückgreifen.

Rezept (für 6 Röllchen)

Zutaten:
800 g Äpfel (geschält und gewürfelt)
60 g Semmelbrösel
90 g Butter
80 g Zucker, fein
65 g Rosinen
1 ½ TL Zitronensaft
1 TL Zimt
6 Blätter Filoteig
etwas Puderzucker
3 TL Rum (optional)
Eine Handvoll Mandelblätter (optional)

Zubereitung:
Ofen auf 190°C vorheizen (Umluft: 170°C).
Rosinen für 10 bis 15 Minuten in lauwarmem Wasser (alternativ mit Rum) einlegen.
Die geschälten und geschnittenen Äpfel zusammen mit dem Zitronensaft in eine Schüssel geben und gut vermengen. Anschließend Zimt, Zucker und die eingeweichten Rosinen unterheben.
Ein Drittel der Butter (30 g) in einer kleine Pfanne bei mittlerer Hitze schmelzen, dann die Semmelbrösel hinzugeben und unter ständigem Rühren anrösten, bis die Semmelbrösel goldbraun sind. Diese dann zu den Äpfeln geben.
Den Rest der Butter (60 g) schmelzen und ein Blatt des Filoteigs mit etwas geschmolzener Butter einstreichen. Dann einen Teil der Apfelfüllung auf der gebutterten Seite verteilen. Am Rand ca. 3 cm frei lassen. Wenn Sie möchten, streuen Sie ein paar Mandelblätter über die Apfelfüllung. Rollen Sie dann den Strudel auf. Tipp: Legen Sie den Teig mit der Apfelfüllung auf ein trockenes Geschirrtuch. Wenn Sie das Tuch an einer Seite anheben, können Sie den Strudel leicht und gleichmäßig aufrollen.
Die Enden des Strudels einschlagen und die gefüllte Teigrolle mit der Öffnung nach unten auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen.
Füllen Sie nun auch die restlichen Blätter des Filoteigs auf dieselbe Art und Weise und legen Sie alle Teigrollen nebeneinander auf das Blech. Zum Schluss mit dem Rest der geschmolzen Butter bestreichen.
Auf der mittleren Schiene ca. 45 Minuten goldbraun backen. Den Apfelstrudel abkühlen lassen und mit Puderzucker garnieren.

Unser Feinschmecker-Tipp: Servieren Sie den Apfelstrudel mit Vanillesauce, Sahne oder einer Kugel Vanilleeis.

Tiramisu (Italien)

Eine Liste der besten Desserts wäre ohne dieses Rezept nicht vollständig. Der Name dieses beliebten Klassikers heißt wörtlich übersetzt „Zieh mich hoch“ im Sinne von „Mach mich munter“ – und genau das macht schon der erste Löffel Tiramisu. Gönnen Sie sich ein köstliches Stück Italien.

Rezept (für 8 Portionen)

Zutaten:
4 Eier
110 g Zucker, fein
200 g (ca. 24 Stück) Löffelbiskuit
400 g Mascarpone
220 ml Espresso (oder einen anderen starken Kaffee)
2 TL Kakaopulver
Optional: 2 TL Rum, Marsala, Amaretto oder Cognac

Zubereitung:
Kaffee kochen und kalt werden lassen. Dann je nach Belieben Rum, Marsala, Amaretto oder Cognac hinzufügen.
Eier trennen.
Das Eigelb und den Zucker mit einem Handmixer verrühren, anschließend den Mascarpone hinzufügen und nochmals rühren.
Das Eiweiß steif schlagen und unter die Mascarpone-Ei-Mischung heben. Mit einem Holzlöffel vorsichtig zu einem glatten Teig verrühren.
Eine kleine Auflaufform bereitstellen.
Den vorbereiteten Kaffee in einen tiefen Teller geben. Dann einen Löffelbiskuit nach dem anderen mit der Unterseite in den Kaffee tauchen und nebeneinander in die bereitgestellte Form legen.
Mit der Hälfte der Mascarponecreme bedecken. Anschließend eine weitere Lage der in Kaffee getränkten Löffelbiskuits in die Form geben und mit Mascarponecreme bedecken.
Das Tiramisu mindestens 5 Stunden, am besten über Nacht, im Kühlschrank kalt stellen.
Vor dem Servieren mit Kakaopulver bestreuen.

Unser Feinschmecker-Tipp: Schokoladenliebhaber können zusätzlich noch geraspelte Schokolade auf das Tiramisu geben.

Victoria Sponge (Großbritannien)

Es gibt wohl kein Kuchen, der mehr nach Großbritannien schmeckt als ein fluffiger, butteriger Victoria-Sponge. Das Dessert wurde nach der Königin Victoria benannt, die sich den Kuchen gerne zum traditionellen afternoon tea schmecken ließ. Auch Ihnen wird dieser königliche Genuss die Zeit zu Hause versüßen. Versprochen.

Rezept (für ca. 10 Stücke)

Zutaten:
210 g Butter, weich
210 g Zucker, fein
210 g Mehl
3 TL Backpulver
1 Prise Salz
4 Eier
1 TL Vanilleextrakt
Erdbeer- oder Himbeermarmelade
220 ml Crème double
Puderzucker

Zubereitung:
Ofen auf 190°C vorheizen und 2 kleine Kuchenformen (18 – 20 cm Durchmesser) einfetten.
Butter, Zucker und Vanilleextrakt verrühren und ein Ei nach dem anderen hinzugeben.
Mehl und Backpulver mit einer Prise Salz unterheben. Der Teig sollte locker sein und leicht vom Löffel abfallen (wenn nötig, etwas Milch hinzugeben).
Den Teig gleichmäßig auf die beiden Kuchenformen verteilen.
Auf der mittleren Schiene für ca. 20 Minuten goldbraun backen. Tipp: Der Kuchen ist fertig gebacken, wenn Sie mit dem Finger leicht auf den Teig drücken und keine Delle bleibt.
Während der Kuchen auskühlt, die Crème double steif schlagen.
Einen der beiden Biskuitkuchen umdrehen und auf der Unterseite mit Marmelade bestreichen. Dann die geschlagene Crème double darauf verteilen und mit dem zweiten Biskuitboden abdecken.
Vor dem Servieren mit Puderzucker garnieren.

Unser Feinschmecker-Tipp: Sie können die leichte Variante der Crème double auch durch eine etwas aufwendigere und gehaltvollere Buttercreme ersetzen.

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