Üppige Tropenidylle, alte Kolonialbauten, Traumstrände und kreolische Feste – lass dich in deinem nächsten Urlaub von der landschaftlichen und kulturellen Vielfalt Guadeloupes faszinieren.
Anreise nach Guadeloupe
Der Hauptflughafen Guadeloupes befindet sich in Pointe-à-Pitre auf der Insel Grande-Terre. Er besitzt zwei Terminals und wird von 19 Fluglinien angesteuert. Hier findest du Geldautomaten, Autovermietungen, Restaurants sowie WLAN-Empfang. Um in das 2,4 km entfernte Pointe-à-Pitre zu kommen, kannst du den öffentlichen Bus nehmen. Dieser fährt jedoch nicht nachts. Die etwas kostenintensivere Variante sind Taxis, die vor den beiden Terminals stehen. Die Fahrt dauert etwa 15 min.
Der Großteil der internationalen Besucher landet in Pointe-à-Pitre. Daneben gibt es einen kleinen Flughafen in Saint-François im Süden von Grande-Terre und Flughäfen, die Marie-Galante und La Désirade mit der Hauptinsel verbinden.
Reisetipps
Guadeloupe gehört als französisches Überseedepartement zur Europäischen Union. Deutsche Bürger dürfen sich visumfrei dort aufhalten. Zur Einreise ist lediglich ein Reisepass oder Personalausweis nötig, der noch sechs Monate gültig ist.
Reisende nach Guadeloupe benötigen keinen speziellen Impfschutz und die Insel ist malariafrei. Vor längeren Trekkingreisen wird jedoch eine Tollwutimpfung empfohlen. Aufgrund des Dengue-Fieber-Risikos solltest du besonders in der Regenzeit auf ausreichenden Mückenschutz achten. Um Durchfallerkrankungen zu vermeiden, solltest du auch zum Zähneputzen Flaschenwasser benutzen.
Aufgrund der hohen Sonneneinstrahlung in Guadeloupe solltest du dich von 12-15 Uhr im Schatten aufhalten und eine Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 30-50 benutzen.
In Guadeloupe gibt es öffentliche Busse, die die meisten Städte und Dörfer der Insel anfahren. Diese sind recht günstig, allerdings solltest du beachten, dass die meisten Fahrer nur Französisch sprechen. Wer mit dem Mietwagen unterwegs ist, genießt größere Flexibilität. Allerdings kommt es rund um Pointe-à-Pitre häufig zu Verkehrsstaus zwischen den beiden Hauptinseln, besonders vor 9 und nach 17 Uhr.
In Guadeloupe bezahlt man mit dem Euro. Das Trinkgeld ist bereits in der Rechnung inbegriffen, nur bei außerordentlich gutem Service kannst du etwas mehr geben.
Die medizinische Versorgung in Guadeloupe ist dank seines Status als Überseedepartement höher als auf vielen anderen Karibikinseln. Die europäische Krankenversicherungskarte wird anerkannt.
Auch wenn die zahlreichen Palmen auf Guadeloupe schön anzusehen sind, solltest du Vorsicht walten lassen und dich nicht direkt unter sie legen. Jahr für Jahr werden Menschen von herunterfallenden Kokosnüssen verletzt.
Wie lange solltest du in Guadeloupe bleiben?
Guadeloupe besteht aus sechs bewohnten Inseln, die alle ihren eigenen Charme aufweisen und auch unterschiedliche Landschaften zu bieten haben – von tropischen Regenwäldern über Vulkankrater bis zu weißen Sandstränden. Beträchtliche Zeit nimmt der Transport zu den kleinen Inseln La Désirade, Les Saintes und Marie-Galante in Anspruch. Diese solltest du jedoch unbedingt besuchen, denn sie spiegeln das ursprüngliche Gesicht Guadeloupes wider. Auch musst du damit rechnen, dass alles auf der Karibikinsel etwas länger dauert – Mahlzeiten, Touren und vor allem das Vorankommen mit dem Auto, denn Staus sind auf den einspurigen Straßen keine Seltenheit.
Wer Guadeloupe also von verschiedenen Seiten kennenlernen möchte, sollte mindestens eine Woche, besser jedoch zehn Tage einplanen. Damit nicht zu viel Zeit für den Transport verloren geht, könntest du eine halbe Woche auf Grande-Terre und die andere Hälfte auf Basse-Terre bleiben. Ein Highlight ist auch eine Übernachtung in Les Saintes, um die friedliche Atmosphäre dieser Inseln zu erleben. Wer jedoch weniger Zeit hat, sollte sich einen Ferienort heraussuchen: St. François ist ein empfehlenswerter Badeort, und wer daneben noch wandern möchte, kann sich in Basse-Terre einquartieren – beispielsweise in Deshaies.
Wann ist die beste Reisezeit für Guadeloupe?
Guadeloupe weist ein tropisches Klima mit geringen Temperaturschwankungen im Jahresverlauf auf. Es herrschen etwa 3.000 Stunden Sonnenschein im Jahr und die Wassertemperaturen sind konstant hoch. Die Insel Grande-Terre ist deutlich trockener als der Westen Guadeloupes. Die wenigsten Niederschläge treten in der Trockenzeit zwischen Dezember und Juni auf. In diese Zeit fällt die Hochsaison von Dezember bis April. Dann sind alle Hotels, Restaurants und Sehenswürdigkeiten geöffnet, außerdem hast du die Möglichkeit, den Karneval mitzuerleben, der im Februar stattfindet. Die Hochsaison ist jedoch auch die kostspieligste Reisezeit.
Die Regenzeit dauert von Juli bis November und sorgt vor allem in den Bergen für starke Niederschläge. Trotzdem gibt es noch genügend Sonnentage und die Schauer sind meistens heftig, aber kurz. Ferner profitierst du von günstigen Preisen für Flüge und Unterkünfte und genießt mehr Privatsphäre an den Stränden und Sehenswürdigkeiten. Vor allem von September bis Oktober solltest du das erhöhte Risiko für tropische Wirbelstürme beachten.