„Rail & Fly“-Urlauber, die bei Pauschalreisen aufgrund eines verspäteten Zuges ihren Flieger verpassen, müssen vom Reiseveranstalter entschädigt werden.

Dies urteilte jüngst das Amtsgericht Erfurt (AZ: 5 C 36/07). Damit wies es die Klage eines Reiseveranstalters zurück, der in solchen Fällen die Deutsche Bahn in die Pflicht nehmen wollte. Das Gericht begründete seine Entscheidung damit, dass die vermittelte Bahnfahrt, ebenso wie Flug und Hotel, eine gewichtige Teilleistung der Reise sei. Damit trage der Veranstalter auch für diese Leistung die volle Verantwortung. Eine reine Vermittlertätigkeit sei nicht gegeben.
Ein Trost für den Veranstalter: Muss der Kunde durch den verspäteten Zug zum Flug für den verpassten Urlaubsflieger entschädigt werden, kann das Unternehmen eigene Schadensersatzforderungen an die Deutsche Bahn stellen. Die für Pauschalreisen üblichen„Zug zum Flug“-Tickets sind deutschlandweit im Fernverkehr gültig, nicht aber in den öffentlichen Nahverkehrsverbunden.

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