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Der historische Weihnachtsmarkt auf der Wartburg bei Eisenach

Beim Gehen knirscht der Schnee unter den Füßen. Es ist neblig in der Stadt. Je mehr man durch den Wald aufsteigt, desto deutlicher werden die Umrisse der Wartburg, da, ganz oben auf dem Berg. Es dämmert und es ist kalt. Sehr kalt. So kalt, dass die Fachwerk-Burg an ihren Ecken, Fenstern und Holzstreben von weißem Frost überzogen ist. Plötzlich, kurz vor dem Ziel, taucht ein Burgwächter auf, der Wegezoll verlangt. Zwei Euro, sonst gäbe es kein Weiterkommen, gibt er zu verstehen. Noch um die letzte Kurve, und schon glitzert der Nebel. Tausende Kerzen und Laternen, Lichter und Lagerfeuer erhellen die geschichtsträchtigen Höfe der Wartburg. In historischen Zelten und Behausungen wird geschmiedet, gekocht, geschnitzt – ein Duft von Mittelalter durchzieht die Luft. Musikanten, Gaukler und Feuerspucker streifen durch die Höfe. Der handgetöpferte Becher mit Honigmet wärmt angenehm die trotz der Handschuhe etwas frostigen Hände. Tief durchatmen und genießen – solche Momente kehren nicht wieder. Höchstens im nächsten Jahr.

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Der Christkindlesmarkt in Augsburg

Hier oben auf dem Perlachturm weht der Wind ein bisschen stärker als unten. Man klappt seinen Kragen hoch, kuschelt sich tiefer in die Jacke, vergräbt die Hände in den Taschen und staunt. Vor den Augen ein riesiges Lichtermeer aus Buden und Weihnachtsdekoration. Ein großer, buschiger Nadelbaum versperrt hell erleuchtet einen Teil der Sicht. Man kann ihm einfach nicht böse sein, denn er sieht gut aus. Und passt so fantastisch zur acht Meter hohen Weihnachtspyramide, die neben ihm steht. Auf ihr: Engelchen. Da sind sie endlich, die geflügelten Weihnachtsboten…

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Der Weihnachtsmarkt in Erfurt

Mitten auf dem Weihnachtsmarkt, im bunten Treiben, inne halten, stehen bleiben und sich um die eigene Achse drehen. Hier Severikirche und Mariendom, die auf ihrem Hügel thronen. Die verschneiten Stufen, die zu ihnen hinaufführen. Links davon Lichter über Lichter: das Riesenrad. Der Blick geht weiter über eine Reihe roter, brauner, weißer, krummer und schiefer Fachwerkhäuser, eines schmaler oder verwinkelter als das andere. Dann die Citadelle Petersberg, ein wenig in den Hintergrund gerückt – oder das, was in den Jahren seit ihrer Erbauung von ihr übrig blieb.