Traumstrände, Urwaldcharme und Merengue – Venezuela ist nicht nur reich an Naturschätzen, sondern bietet Kultur und Lebensfreude pur.

Vielleicht liegt es am tropischen Klima am Rande der Karibik. Oder an der Großzügigkeit der Arbeitgeber: Jedenfalls legen die Venezolaner eine Lebensfreude an den Tag, von der man in Europa nur träumen kann. Wer für acht Uhr eingeladen wurde und um neun Uhr kommt, wird hier freundlich angelächelt. Er gilt als pünktlich – Zeit ist schließlich trotz aller wirtschaftlichen Schwierigkeiten nicht gleich Geld. Damit sollten sich auch und insbesondere Touristen vertraut machen: Denn in dem vielleicht gastfreundlichsten Land der Welt kann es schon einmal vorkommen, dass sie mitten auf der Straße zum Abendessen oder auf eine Party eingeladen werden. Wer dann zu früh kommt, verschenkt wertvolle Minuten für die Erkundung dieses unvergleichlichen Reiselandes. Denn das große Problem jeder Venezuela-Reise besteht darin, dass die Urlaubszeit – egal, wie lange man da ist – garantiert nicht ausreicht.

Als Urlauber muss man also wählen: Das Angebot, das Venezuela macht, reicht von traumhaften Karibikstränden über die Partyinsel Isla Margarita und den Salto Angel, den höchsten Wasserfall der Welt, bis hin zum Orinoco-Delta mit seinem naturbelassenem Urwaldcharme.

Aktivurlaub, Badeurlaub, Kultururlaub – am besten ist eine Rundreise. Damit man zumindest einen Ausschnitt dessen aufnimmt, was dieses Land zu bieten hat.

Das Schöne an der Isla Margarita, die nord-östlich der Hauptstadt Caracas im karibischen Meer liegt: Sie ist kein exklusiver Urlaubsort für reiche Europäer. Man trifft hier Urlauber aus aller Welt und insbesondere viele Venezolaner. Die Stimmung kann bei 320 Sonnentagen im Jahr auch nie wirklich trübe werden. Die Insel kombiniert tropisches Flair mit der Lebensfreude Südamerikas – auch deswegen wird sie die „Perle der Karibik“ genannt. Der berühmteste Strand der Insel heißt Playa el Agua und ist nur wenige Minuten von der Hauptstadt Porlamar entfernt. Hier liegen traumhafte Hotels und Cafés, in denen tropische Cocktails oder einfach eine „coca naturell“ (Kokusnußsaft) zum Verweilen einladen.

Wer es etwas sportlicher mag: Playa el Yaque ist einer der beliebtesten Strände weltweit für Windsurfer und Wellenreiter. Für Tauchbegeisterte oder Naturliebhaber ist der Nationalpark „Los Roques“ ein Muss. Man sollte allerdings schon eine Zwei-Tagestour einplanen, da dieses Paradies etwas weiter von Porlamar entfernt liegt. Außerdem muss natürlich das Nachtleben von Margarita erwähnt werden: Nachts werden besonders die Venezolaner erst richtig aktiv. In einer Vielzahl von Restaurants und Bars, die am späten Abend in Diskotheken umgewandelt werden, kann bis zum nächsten Morgen durchgefeiert werden – und das jeden Abend. Wer denkt, zwei linke Füße schützten vor einer Tanzeinlage, der sei gewarnt: die Venezolaner lassen keine Ausrede gelten und versuchen mit einer Engelsgeduld, Europäern Salsa und Merengue beizubringen.

Nach einer durchtanzten Nacht und anschließendem Bad in der immer noch angenehm warmen karibischen See bietet sich dann ein typisch venezolanisches Frühstück an.

Mit „Arepas“ (den venezolanischen Brötchen) und „Cachapas“ (frischgebackenen Maispfannkuchen) kommen Sie ganz auf ihre Kosten. Außerdem ist die venezolanische Küche besonders für Fleischliebhaber zu empfehlen. Eine „Parrillada“ (Grillplatte) bekommen Sie in jedem Restaurant und, oftmals günstiger, aber mindestens genauso köstlich an den Imbissständen nahe der Straße.

Nicht zu vergessen sind die venezolanischen Mangos und Papayas, die wirklich Weltklasse schmecken und in fast jedem Garten wachsen. Wenn Sie diese tropischen Köstlichkeiten einmal probiert haben, werden Sie sich Ihr Leben lang daran zurückerinnern und nicht nur ihretwegen bestimmt wieder nach Venezuela reisen!

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