Man versucht es zu vermeiden, doch manchmal passiert es doch: Im Urlaub fühlt man sich plötzlich nicht gut, man wird krank und will versuchen, möglichst schnell wieder auf die Beine zu kommen. Wir stellen Ihnen einige Urlaubskrankheiten vor und zeigen Ihnen, wie man vorbeugt, wie man sie erkennt und was man tun kann, wenn es einen erwischt hat.

1. Reiseübelkeit

Was ist’s?
Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen, wenn’s schlimm kommt: Reiseübelkeit ist ein weit verbreitetes Urlaubsleiden – und besonders ärgerlich, weil man das leckere Buffet nicht genießen kann.

Woher kommt’s?
Der Gleichgewichtssinn im Ohr spürt die Veränderungen bei der Bewegung, also vor allem beim Autofahren, im Flugzeug oder auf dem Schiff. Daher auch der Begriff „Seekrankheit“.

Was tun?
So schützen Sie sich: Keinen Alkohol vor Reisebeginn und den Magen nicht mit fettreichem Essen überladen.

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2. Thrombose

Was ist das?
Thrombose entsteht, wenn das Blut der Venen von den Muskeln nicht weitertransportiert werden kann. Es kommt zu einem Blutstau, die Waden können schmerzen und anschwellen. Blutgerinnsel können entstehen. Wenn diese den Weitertransport des Blutes verhindern, kann es im Extremfall zu einem tödlichen Herzstillstand kommen.

Woher kommt’s
Langes Sitzen auf engen Plätzen behindert die Durchblutung – in Flugzeugen ist die Gefahr besonders hoch. Vor allem ältere Passagiere, Raucher, Schwangere und Übergewichtige sind gefährdet.

Was tun?
Deshalb: Auf dem Platz Zehen und Füße bewegen, immer wieder aufstehen und in den Gängen auf und ab gehen. Viel trinken – aber nicht Alkohol und Kaffee. Um das Blut dünner zu machen, kann man auch Aspririn oder Heparin einnehmen. Fragen Sie zur medikamentösen Vorbeugung ihren Hausarzt!

3. Sonnenbrand

Was ist das?
Auch eine Krankheit, die man nicht unterschätzen sollte: Sonnenbrand ist eine Verletzung der Haut, auftritt, wenn die Pigmentierung der Haut nicht ausreicht, um das UV-Licht abzublocken. Dann kann es zu geröteter, juckender Haut kommen, schlimmer noch: zu Blasenbildung.

Woher kommt’s?
Zu lange in der Sonne und zu wenig Sonnenschutz – schon ist er da, der Sonnenbrand.

Was tun?
Unbedingt Sonnencreme mit ausreichendem Lichtschutzfaktor benutzen, eine halbe Stunde vor dem Sonnenbaden eincremen, um das Hautkrebs-Risiko gering zu halten. Besonders in der Mittagssonne und in Äquatornähe ist die Sonne besonders stark.

4. Sonnenallergie

Was ist das?
Das sind die juckenden Pusteln, die nach dem Sonnenbaden auftreten: Eine unangenehme Wechselwirkung bestimmter Inhaltsstoffe in Kosmetika oder Medikamenten (z.B. Emulgatoren) und der Sonne.

Was tun?
Wen’s erwischt hat, der sollte sich im Schatten aufhalten, bis die Bläschen verschwunden sind. Kortisonhaltige Salben können Abhilfe schaffen – sprechen Sie vor der Reise mit ihrem Arzt!

5. Durchfall

Woher kommt’s?
Besonders auf Fernreisen ist das Durchfall-Risiko sehr hoch. Die Krankheit wird meist durch Bakterien ausgelöst und ist auf mangelnde Hygiene und ungewohntes Essen zurückzuführen.

Was tun?
Achten Sie darauf, nur abgekochtes Wasser zu trinken, Getränke ohne Eiswürfel trinken (diese sind meist aus Leitungswasser bereitet), Obst schälen, Gemüse kochen oder braten. Auch Eis, Fruchsäfte und Gerichte, die offen verkauft werden, sind gefährlich. Es gibt auch wirksame Medikamente, die Magen-Darm-Beschwerden im Urlaub vorbeugen. Lassen Sie sich von ihrem Hausarzt beraten!

6. Salmonellen

Was ist das?
Die Infektionskrankheit Salmonellose äußert sich durch Erbrechen, Durchfall, Übelkeit, Fieber und Kopfschmerzen.

Woher kommt’s?
Bekannter Infektionsherd sind rohe Eier, aber auch Fleisch, besonders Geflügel, Schokolade und Teigwaren können von den Bakterien befallen sein.

Was tun?
Solche Lebensmittel sollte man also im Urlaub lieber nicht essen.

7. Insektenstiche

Um von Mücken und Bienen oder Wespen gar nicht erst gar nicht gestochen zu werden, gibt es eine Reihe von Mitteln und Tricks: Schon mit der Bekleidung kann man sich die Blutsauger vom Leib halten. Fliegengitter und Mückenrollos, sowie Moskitonetze halten die Insekten ab. Cremes zum Einreiben, Sprays, Räucherspiralen und ätherische Öle, spezielle Geräte für die Steckdose helfen Mücken zu vertreiben.

Wenn man doch gestochen wird: Bienenstachel vorsichtig mit einer Pinzette herausziehen aber nicht ausdrücken – das verteilt das Gift im Körper. Der Stachel von Wespen bleibt nicht in der Haut stecken. Hautstelle desinfizieren. Gels und Salben helfen gegen den Juckreiz. Wer besonders stark reagiert: es gibt mildernde Medikamente (Antihistaminika). Gefährlich wird es, wenn Bienen oder Wespen in den Mund gelangen. Deshalb aus Strohhalmen trinken und Süßes vorsichtig essen.

8. Hepatitis A

Was ist das?
„Leberschnupfen“ wird diese Entzündung der Leberzellen auch genannt. Erkrankte fühlen sich müde, haben Kopfschmerzen, leiden an Gewichtsverlust und Fieber, danach folgen Symptome wie Dunkelfärbung des Urins, Hellfärbung des Stuhls und Gelbfärbung von Haut und Augen.

Woher kommt’s?
Hepatitis-A-Viren können durch verunreinigte Lebensmittel oder Trinkwasser aufgenommen werden, und die Leberzellen nachhaltig schädigen. Es besteht also auch Ansteckgefahr bei Infizierten.

Was tun?
Bei Urlaub in Infektionsgebieten sollten Sie sich impfen lassen. Am besten in Verbindung mit Hepatitis B.

9. Tetanus

Was ist das?
Tetanus – im Volksmund als Wundstarrkrampf bezeichnet – ist eine Entzündung von offenen Wunden durch das Eindringen von Tetanus-Bakterien. Erste Symptome sind Kopfschmerz und Schwindel, Schweißausbruch und Muskelschmerz. Die Erkrankung kann zu Lähmungen und schmerzhaften Krämpfen der Muskulatur führen.

Was tun?
Gegen Tetanus gibt es Impfungen zur Vorbeugung sowie gute Therapien.

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