Die stoische Stadt: Tropea thront, hoch über dem Meer, auf steilem Sandstein.

Tropea, die Hauptstadt Kalabriens, war einst Adelssitz und wichtige Handelsstadt. Der normannische Dom und die mittelalterliche Altstadt zeugen von einer bewegten Vergangenheit. Doch lange Zeit wurde die Region von der italienischen Regierung in Rom vernachlässigt. Jetzt kommt den Kalabresen dieses zu Gute: Der Süden Italiens hat sich seine Ursprünglichkeit bewahrt und zieht nun Touristen aus aller Welt an.

Die Trostlosigkeit vergangener Tage ist einem regen, aber geordneten Treiben gewichen.
Tropeas Stadtkern ist autofrei und von vielen engen Gassen durchzogen. Zahlreiche Bars und Restaurants, die im Schatten uralter Häuser liegen, laden zum Verweilen ein. Besonders beliebt sind auch die vielen kleinen Geschäfte, die regionale Spezialitäten verkaufen. Die originellen Souvenirs duften nach getrockneten Tomaten, eingelegten Pilzen und Käse.

Beeindruckender als das Essen ist in Tropea nur der Blick nach draußen, 60 Meter hinunter auf das türkise Meer. Und der Blick zurück: Wer die Stufen der steilen Treppen hinab gestiegen ist, entdeckt vom Strand aus die in Sandstein geschlagenen Stadt-Mauern. Von hier aus betrachtet, scheinen die barocken Palazzi und Herrenhäuser dem Stein selbst entwachsen zu sein. Ohne Hilfe des Menschen. Wie das natürliche Gesicht eines Felsens, der stoisch der Brandung trotzt.

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