Gedreht, gesehen, gebucht! Wir haben uns auf die Suche nach Filmschauplätzen gemacht, die eine Reise wert sind. Sie wollten schon immer mal auf den Spuren von Tom Hanks und Co. wandeln? Dann lassen Sie sich von fiktiven Welten verführen, die Sie in der realen Welt verzaubern werden.

Gedreht wird überall: Alles was ein Filmset begehrt sind große Bilder, eine mitreißende Atmosphäre und eine Drehgenehmigung. Film Fans aufgepasst: Welche Filme wo gedreht wurden, und wohin Sie Ihre nächste Reise verschlagen könnte, sehen Sie in unserer TOP 5 der sehenswertesten Filmschauplätze.

Illuminati

Wer kennt Sie nicht, die Buch-Megaseller von Dan Brown. Thriller wie Der Da Vinci Code und Illuminati haben eingeschlagen wie eine Bombe. Da ist es nicht weit her, auch eine Buchverfilmung einzuleiten, um an dem Erfolg der packenden Verschwörungsgeschichte mitzuwirken.
Mit dem fiktiven „Pfad der Erleuchtung“ führt die Geschichte an vielen historischen Sehenswürdigkeiten Roms vorbei, die sich in der Stadt der Sieben Hügel wiederfinden lassen:
Die Chigi-Kapelle mit dem Grab von Agostini Chigi, das ein Werk des italienischen Hochrenaissance-Künstlers Raffael ist, befindet sich in der Basilica Santa Maria del Popolo. Auch das Pantheon und die die Engelsburg wurde bei den Dreharbeiten als Filmkulisse genutzt, ebenso wie die Kirche Santa Maria della Vittoria mit dem Bildnis der Heiligen Teresa.
Die Piazza Navona ist charakteristisch für das barocke Rom und bekannt für ihre drei Brunnen. Der Vierströmebrunnen, die Fontana dei Quattro Fiumi, in der Mitte des Platzes, ist jedoch der imposanteste und gilt als Meisterleistung hochbarocker Künste. Interessant: Der Brunnen wurde sogar eigens für die Dreharbeiten restauriert.
Um dem mystischen Pfaden der Illuminati zu folgen, werden spezielle Führungen durch die Stadt angeboten, die die wichtigsten Schauplätze des Films begehen. Hintergrundfakten werden gleich mitgeliefert.
Witzige Randnotiz: Bei den Dreharbeiten zum Film wurde der Platz vor dem Pantheon und die Zugangswege abgesperrt. Das kuriose daran war jedoch, dass eine Braut, die etwas spät dran war, so nicht in die Kirche und zu ihrer eigenen Hochzeit gelang! Um der Vermählung nicht im Wege zu stehen, geleitet Tom Hanks die Braut kurzerhand persönlich in die Kirche, um Sie ihrem Verlobten zu übergeben.

The Beach

The Beach ist ebenfalls eine Buchverfilmung, basierend auf dem gleichnamigen Thriller von Alex Garland.
Leonardo DiCaprio begibt sich in der Hauptrolle des Studenten Richard Fischer auf Rucksacktour durch Thailand, auf der Suche nach dem Paradies. Und genau solch ein Paradies hat die Filmcrew am Traumstrand Maya Bay für sich entdeckt, auf der unbewohnten Insel Phi Phi Leh. Diese gehört zur thailändischen Inselgruppe um Ko Phi Phi Don in der Andamanensee.
Um den traumhaften Sandstrand aus dem Film selber unter den Füßen spüren zu können, muss man allerdings Eintritt bezahlen. Touren lassen sich von den Orten Krabi oder Phuket buchen. Tipp: Um dem hohen Touristenaufkommen zu entgehen, kann man ein eigenes Boot chartern, um die Bucht auf eigene Faust zu erkunden. Dabei bieten sich besonders die frühen Morgen- oder späten Abendstunden an.
Die Wasserfall-Szene aus dem Film wurde im Khao Yai National Park gedreht. Hier befinden sich am Ende der Thanarat Road die Haeo Suwat Falls. Der Had Yao Beach diente ebenfalls als Kulisse für das vermeintliche Paradies im Film. Für Film-Fans und Interessierte befindet sich dort heute auch das The Beach Boutique Resort.

Twilight

Edward und Jacob Fans aufgepasst: Wir wissen, wo Forks liegt! Der Hauptschauplatz der Twilight-Saga und Wohnort von Kristen Stewarts Charakter Bella Swan liegt im Olympic Nationalpark im amerikanischen Bundesstaat Washington.
Bekannt als Ort mit dem meisten Niederschlag in Nordamerika, hat sich Forks zu einer populären Pilgerstätte für Anhänger der beliebten Vampirfilme gemausert. Auch entsprechende Hinweisschilder verweisen direkt auf den Zusammenhang zum Film. Restaurants tischen besondere Twilight-Menüs wie dem Werwolf-Burger oder dem Vampir-Shake auf und Geschäfte bieten zahlreiche Souvenirs und Fan-Artikel an. Mit Bussen kann man sogar eine Twilight-Tour durch die Stadt erleben.

Stilecht kann man auch im Haus der Cullens übernachten, im jeweiligen Zimmer seines Lieblingscharakters. Das moderne Glashaus wurde jedoch erst nachträglich, detailgetreu im Ort nachgebaut und diente nicht als originale Filmkulisse. Die einzigen Originalschauplätze, die man in Forks besichtigen kann, sind die Polizeistation und das Geschäft Forks Outfitters. Die restlichen Dreharbeiten fanden an verschiedenen Orten in Oregon statt.
Dank der Filme erfreut sich der Ort durch den aufkommenden Fan-Tourismus einem finanziellen Aufschwung. Nicht zu Letzt gilt dieser Dank jedoch der Buchautorin Stephenie Meyer, die den Geschichten erst Leben eingehaucht hat. Ihr zu Ehren feiert der Ort jedes Jahr im September den „Stephenie Meyer Day“. Für Fans eine gute Gelegenheit, das echte Forks mal näher zu bestaunen.

 Filmklappe

The Shining

Die nächste Buchverfilmung stammt im Original aus Stephen Kings Feder und spielt sich hauptsächlich im Hotel statt. Als Inspiration zur Horrorgeschichte um einen verrückt werdenden Schriftsteller diente Stephen King angeblich das Stanley Hotel in Colorado, USA.
Die Regie zum Film übernahm Stanley Kubrick mit Jack Nicholson in der Hauptrolle. Als eingeschneites und abgelegenes Overlook Hotel, wie im Buch vorgelegt, diente die Außenkulisse der Timberline Lodge, die sich im Norden Oregons befindet.
Für die Innenaufnahmen mit der weitläufigen Eingangshalle und der hohen Decke hielt jedoch ein Studio her. Besonders das sagenumwobene Hotelzimmer 237 nimmt im Film eine große Rolle ein, spielen sich hinter dieser Tür doch unvorhergesehene und schaurige Szenen ab. Die Originalzimmernummer beschrieb King im Buch als 217, wurde jedoch aus Angst des Lodge-Betreibers abgeändert, Besucher würden das Zimmer nach Filmveröffentlichung meiden.
Heute kommen die meisten Besucher der Timberline Lodge vor allem zum Skifahren in das Hotel. Doch auch Souvenirläden lassen sich hier finden: Tassen und T-Shirts, bedruckt mit dem berühmten Konterfei des Zähne fletschenden Jack Nicholsons.

Vicky Christina Barcelona

Mit Vicky Christina Barcelona schafft der Regisseur Woody Allen eine Hommage an die katalonische Hauptstadt Barcelona. Die Geschichte geleitet drei Hauptakteure durch die ganze Stadt und lässt sie vor dem ein oder anderen Bau- und Kunstwerk staunend innehalten.
Als Kunststudentin ist Christina, gespielt von Scarlett Johansson, interessiert an den Bauten und Werken der Stadt. So führt sie ihre Begeisterung und die Liebelei mit dem spanischen Künstler Juan Antonio an kunsthistorisch interessante Orte der Stadt in Spanien. Als Kinder der Stadt sind vor allem Gaudí, Miró an der heutigen Stadtansicht beteiligt gewesen.
In Vicky Christina Barcelona spielen die Basilika Sagrada Familia, der Park Güell und der originell gestalteten Dachterrasse auf dem Gebäude „La Pedrera“ eine große Rolle, die die atemberaubende Atmosphäre der Stadt dem Zuschauer näher zu bringen. All dies sind Bauwerke des Architekten Antoni Gaudí, Vertreter der katalanischen Bewegung des Modernisme, die sogar zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt wurden.
Auch die Werke des spanischen Künstlers Joan Miró sind im Film zahlreich vertreten. Darunter tritt besonders die Stiftung Joan Mirós, das Nationale Kunstmuseum von Katalonien, in den Vordergrund sowie das von Miró geschaffene Wandgemälde am Flughafen von Barcelona.
Besonders empfehlenswert: Wer sich bereits in Barcelona aufhält, für den empfiehlt sich ein Kurztrip in die nahegelegene Stadt Oviedo. Der Ort mit seinem verzückenden Charme zeigt sich im Film von seiner romantischen Seite. Die Hauptstadt Asturiens macht mit ihrem Leuchtturm San Juan mit Meerblick und der kleinen präromanischen Kirche San Julian de los Prados sowohl im Film als auch in der Realität eine gute Figur.

Na, haben Sie nicht auch Lust bekommen die eindrucksvollen Filmschauplätze zu bereisen?

Schreiben Sie einen Kommentar