Die schöne Baleareninsel Mallorca hält sich seit Jahrzehnten auf den ersten Rängen der beliebtesten Reisezielen Europas. Das liegt nicht zuletzt an den einmaligen Attraktionen, die Sie dort finden können. Ob idyllische Naturparks, prächtige historische Bauten oder charmante Bergdörfer: Bei so vielen Highlights kann man schnell den Überblick verlieren.

Wir haben daher für Sie die Top 10 der besten Sehenswürdigkeiten Mallorcas zusammengetragen.

1. Palma de Mallorcas Altstadt

Palma de Mallorca

Verwinkelte Gassen, zahllose Treppen, historische Stadtpaläste: Die Altstadt von Palma ist ein wahres Schmuckstück. Bei Ihrem Spaziergang durch die Altstadt ist mediterranes Flair allgegenwärtig und zeigt sich in den Palmen und hell verputzten Häusern, die mit Blumen behangen sind. Viele Stellen erreichen Sie nur zu Fuß, da die Straßen zu eng für Autos sind. Flanieren Sie zur beeindruckenden Kathedrale Le Seu: 110m ist der Kirchenbau lang und mit seinen angedeuteten, spitzen Türmen ein Meisterstück gotischer Architektur. Mit 44m Höhe ist das Gebäude zudem das weltweit zweithöchste gotische Kirchenschiff. Übrigens gibt es neben der Le Seu noch 31 weitere Kirchen allein in der Altstadt von Palma.

2. Valldemossa

Ein idyllisches, kleines Bergdorf hat es auf unseren zweiten Platz geschafft. Schon der Komponist Frédéric Chopin und die Schriftstellerin George Sand wussten die atemberaubende Schönheit dieses Fleckchens zu schätzen. Durch die beschaulichen, engen Gassen zwischen hell getünchten, historischen Häusern zu spazieren – für viele Besucher der Insel ist das Romantik pur! Die meisten der Bauten in dem Dorf stammen aus dem 16. Jahrhundert, sie schmiegen sich in rund 400m Höhe wunderbar in die umliegende Bergkulisse und bieten so ein eindrucksvolles Panorama. Die farbenfrohen, detailverliebten Kacheln, die allerorts angebracht sind, zeigen die Heilige Catalina Thomás, die 1531 in Valldemossa geboren wurde. Besuchen Sie auch das ehemalige Kartäuserkloster von Valldemossa, in dem Chopin und Sand einige Zeit gemeinsam verbrachten und spazieren Sie durch den verträumten Klostergarten.

3. Cap de Formentor

Cap Formentor Mallorca

Am nördlichsten Punkt der Insel erwartet Sie eine Landzunge, die fast 15km in das Meer hineinragt. Der Ort Port de Pollença ist der beste Ausgangspunkt für eine Erkundungstour des Cap Formentor, etwa mit einem Mietwagen. Schon unterwegs dürfen Sie sich über tolle Ausblicke auf das tiefblaue Mittelmeer freuen. Kurvige Serpentinen entlang der felsigen Steilküste bringen Sie an Ihr Ziel – die Straße gehört zu den wohl schönsten der Insel! Zwischendurch lohnt ein Halt in Formentor bei der Cala Pi de la Posada, einem traumhaft schönen Strandabschnitt mit seichtem, grün schimmernden Wasser und feinem Sand. Am Ende des Weges zum Cap erhebt sich schließlich ein weißer Leuchtturm, der Faro de Formentor, strahlend auf dem nördlichsten Felsen Mallorcas. Wenn das Wetter klar ist, wird Sie der Blick vom Cap bis auf die Nachbarinsel Menorca mit Sicherheit begeistern.

4. Coves del Drac

Es gibt mehrere Höhlensysteme auf Mallorca, die für die Öffentlichkeit zugänglich sind. Zu den wohl eindrucksvollsten und auch beliebtesten zählen die Coves del Drac, zu deutsch Drachenhöhlen, die sich bei Porto Cristo im Westen der Insel befinden. In gut 2km Tiefe liegen zahllose Grotten, in denen Sie stimmungsvoll beleuchtete, bizarr geformte Stalaktiten und Stalagmiten sehen können. Auch einer der größten unterirdischen Seen Europas, der 177m lange Lago Martel, befindet sich dort unten. Im Rahmen einer Führung schippern Sie mit einem Boot über das Gewässer und genießen ein rund zehnminütiges klassisches Konzert. Der Name der Drachenhöhlen rührt übrigens von einer alten Sage her, nach der einst eben ein solches Untier einen wertvollen Schatz in den Höhlen bewacht haben soll. Wahrscheinlicher jedoch ist, dass die Höhlen eine Zeit lang von Piraten genutzt wurden, die die Insel heimsuchten, um ihre Schätze zu verstecken.

5. Santuari de Lluc

Auf Platz fünf möchten wir Ihnen den spirituellen Mittelpunkt Mallorcas vorstellen. Im Nordwesten der Insel, inmitten des Gebirgszugs Serra de Tramuntana, oberhalb des Ortes Randa, befindet sich das Kloster Lluc, das bereits seit Jahrhunderten ein berühmter Wallfahrtsort ist. Schon die einmalige Lage umringt von idyllischen Bergen in über 500m Höhe beeindruckt. Rund um den erhabenen Klosterbau erstrecken sich zudem malerische, ruhige Gärten, die üppig bepflanzt sind und zu Spaziergängen einladen. Im Inneren der Kirche gibt es unter anderem einen prachtvollen Altar zu sehen, der aus dem 17. Jahrhundert stammt. Die Geschichte des Gotteshauses besagt, dass ein armer Junge hier einst die Holzfigur einer schwarzen Madonna fand. Diese wurde mehrfach entfernt, lag jedoch auf unerklärliche Weise immer wieder an ihrem Fundort. So wurde schließlich ein Schrein für sie gebaut, später kamen Kirche und Kloster dazu.

6. Jardines de Alfabia

Nur wenige Kilometer von Valldemossa entfernt, im Nordwesten der Insel, finden Besucher die zauberhaften Gärten von Alfabia. Die prachtvollen Gartenanlagen samt herrschaftlicher Landhäuser wurden einst von den Mauren begründet und insbesondere das ausgeklügelte Bewässerungssystem des Geländes zeigt, wie fortschrittlich die früheren Bewohner Mallorcas damals bauten. Gigantische grüne Platanen und schöne Palmen säumen die Wege, liebevoll gestaltete Teiche mit entzückenden Wasserspielen glitzern in der Sonne. Zahllose Arten tropischer Pflanzen zeigen ihre Pracht und duften wundervoll. Kein Wunder, dass die Jardines de Albafia als sehenswerteste historische Parkanlage Spaniens gelten. Bei ausgedehnten Spaziergängen im Schatten der hübschen Pergolas ist Ruhe und Erholung garantiert!

7. Botanicactus

Auf einer Fläche von stolzen 150.000m² entdecken Sie unweit des südlichsten Zipfels der Insel bei Ses Salines einen der größten Botanischen Gärten Europas. Ein rund 10.000m² großer künstlicher See dient als Bewässerungsquelle. Tropische Pflanzen, darunter viele, die auf Mallorca heimisch sind, gibt es zu sehen. Darunter sind Oliven-, Orangen- oder auch Mandelbäume. Nicht zuletzt ist jedoch die Kakteensammlung besonders beeindruckend. Tausende verschiedene Kakteenarten sind in dem Botanischen Garten zu finden, darunter auch solche von stattlicher Größe. Dies liegt unter anderem daran, dass es in diesem Teil der Insel nur wenig Niederschläge gibt und somit beste Bedingungen für die stacheligen Wüstenbewohner geboten werden.

8. S’Albufera de Mallorca

Nicht nur Naturliebhaber werden vom imposanten S’Albufera de Mallorca begeistert sein. Das fast 1.800ha große Naturschutzgebiet schmiegt sich bei Playa de Muro um eine ehemalige Lagune und bietet dank seiner Wasserflächen ideale Nistplätze für unzählige Vogelarten. Zu diesen gehören etwa Flamingos und Seidenreiher. Aber auch Schildkröten, Schlangen und andere Tiere können Sie mit etwas Glück bei einer Wanderung durch den Naturpark sichten. Das Wegesystem innerhalb des Geländes ist sehr gut ausgebaut; eine übersichtliche Karte erhalten Sie im Besucherzentrum am Eingang des Schutzgebiets. Wer möchte, kann sich dort sogar Ferngläser ausleihen. Der Naturpark liegt an der Ostküste Mallorcas zwischen den Orten San Picafort und Alcúdia.

9. Puig Major

1.445m streckt er sich in den Himmel, der höchste Berg Mallorcas. Zwar dürfen Sie nicht ohne Weiteres bis auf den Gipfel hinaufsteigen, da sich dort militärisches Sperrgebiet befindet, aber ein Ausflug zum Puig Major lohnt sich dennoch allemal. Natürlich haben Sie von dort aus wunderbare Ausblicke über die Insel. Beginnen Sie Ihre Tour zum Beispiel im bezaubernden Ort Sollér, der sich an die Südwestseite der Erhebung schmiegt und im sogenannten „Orangental“ liegt (dort befinden sich zahlreiche Orangenhaine). Wer bis ganz nach oben an das Gipfelkreuz des Puig Major möchte: An einigen Tagen wird das Sperrgebiet auch für Besucher geöffnet, am besten ist es, vorab anzufragen.

10. Cala Figuera

Cala Figuera auf Mallorca

Zu guter Letzt möchten wir Ihnen das unserer Meinung nach schönste Fischerdorf Mallorcas vorstellen. Weiße Häuser reihen sich an einer malerischen Bucht mit azurblauem Wasser aneinander – ein Traumpanorama! Obwohl sich der Zauber von Cala Figuera schon weit herumgesprochen hat und der Ort schon lange kein absoluter Geheimtipp mehr ist, konnte sich die kleine Hafenstadt dennoch ihren urtümlichen und weitestgehend unberührten Charme bewahren. Im kleinen Hafen schippern noch immer urige Fischerboote und gemütliche Tavernen laden zu frischem Fisch und Meeresfrüchten ein. Bestaunen Sie bei einem guten Glas Wein den Sonnenuntergang in Cala Figuera und verlieben Sie sich hoffnungslos in den traumhaften Ort!

Für noch mehr Top Tipps & Infos rund um die Sonneninsel Mallorca besuchen Sie doch unseren Mallorca Reiseführer!

MIT WEG.DE NACH MALLORCA