So macht eine Geschäftsreise Spaß: Zusammen mit unserem Reiseexperten Gerhard erkundete unser Kollege Kai die Halbinsel Yucatán. Im Team Tipp nimmt er Sie mit nach Mexiko und verrät Ihnen seine Tipps und Highlights.

Mexiko ist so viel mehr als Tequila & Kakteen: Urlaub an der Riviera Maya

Nach fast 12 Stunden Flug kamen wir in Cancún an und wurden von sommerlichen 30°C empfangen, die Wassertemperatur betrug 26°C – nicht schlecht für Anfang Dezember, dachten wir uns. So lässt es sich arbeiten! Nach einer etwas kurzen Nacht (die 7 Stunden Zeitverschiebung machte sich bei uns bemerkbar) starten wir unsere Erkundungstour über die Halbinsel. Unsere Eindrücke, Tipps und Highlights möchte ich Ihnen hier verraten.

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Von Cancún…

Die Hotelzone von Cancún nimmt ca. die Hälfte einer etwa 40 Kilometer langen, u-förmigen Halbinsel ein, die inzwischen mit dem Festland verbunden ist und die Lagune Nichupté umschließt. In dieser Lagune werden viele Wassersportaktivitäten angeboten, auf die man ausweichen kann, wenn einem der Wellengang des Meeres an den ungeschützten Stränden zu stark ist – das ist vor allem für Neulinge auf Surfbrett & Co. eine super Alternative. An der Lagune finden Sie vor allem 4- und 5-Sterne-Hotels mit zahlreichen Einkaufs- und Unterhaltungsmöglichkeiten, die in dieser Region jedoch mehr in die Höhe als in die Breite gebaut wurden. Die Stadt Cancún selbst ist eher unscheinbar, da der größte Teil erst in den 70er Jahren im Zuge der touristischen Erschließung gebaut wurde.

… nach Playa del Carmen

Ganz anders ist das an der Riviera Maya mit der Stadt Playa del Carmen, die sich ca. 50 Kilometer südlich von Cancún entlang der Küste erstreckt. Die weitläufigen Hotelanlagen sind hier selten höher als die umgebenden Palmen. Überwiegend gehören die Resorts und Ferienhotels zur gehobenen Kategorie, doch auch Rücksackreisende finden an der Riviera Maya die passende Unterkunft. Die meisten Hotels liegen in der Hotelzone „Playacar“, von wo aus Sie die Innenstadt von Playa del Carmen in max. 10 Minuten mit dem Taxi erreichen. Mein Taxi-Tipp: Die Tariftabellen für Taxis können Sie an der Rezeption Ihres Hotels erfragen bzw. an den offiziellen Taxiständen nachschlagen. Am besten lassen Sie sich in der 10ten Avenida absetzen. Von dort können Sie gut Ihren Entdeckungsspaziergang durch die Stadt starten.

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Playa del Carmen ist – wie viele andere mexikanische Städte –schachbrettförmig aufgebaut und die Straßen sind wie in den USA durchnummeriert.

Die Haupteinkaufsmeile von Playa del Carmen ist die 5te Avenida. Hier kann man bis 23 Uhr einkaufen. Es gibt Geschäfte für jeden Geschmack und Geldbeutel; Bars, Kneipen und Restaurant sorgen für diverse Gaumenfreuden. Selbst Liebhaber von Fast Food finden hier ihren „Schlemmertempel“. Gut zu wissen: Nach 22 Uhr erhält man in Supermärkten kein Bier mehr aus der Kühltruhe. Auch die Seiten- und Querstraßen der 5ten Avenida sind immer einen kleinen Umweg wert. Dort verstecken sich urige, kleine Kneipen, die man auf den ersten Blick leicht übersieht. Hier kann man(n) bis zum Morgengrauen feiern – frau natürlich auch.
Insider-Hoteltipp von weg.de: Unsere Kollegin Sabrina war auf Ihrer Reise nach Mexiko im Hotel Iberostar Paraiso Maya und kann das 5-Sterne-Resort wärmstens empfehlen.

Strandleben in Playa del Carmen

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Tagsüber verlagert sich das bunte Treiben von Playa del Carmen an den Stadtstrand. Die Hotels und Bars, die sich dort befinden, stellen ihre Liegen und Stühle bis ganz nach vorne ans Wasser, so dass man nach einem erfrischenden Softdrink sofort ins Meer springen kann. Mein Spar-Tipp für Durstige: Wenn man 6 Bier im Eiskühler bestellt, kommt man preiswerter weg als beim Einzelerwerb. Dies lohnt sich besonders, wenn mehrere durstige Kehlen unterwegs sind.
Neben vielen Wassersportaktivitäten werden am Strand von Playa del Carmen auch Massagen angeboten, die man direkt am Meer genießen kann. Nachts scheinen am Horizont die Lichter der Ferieninsel Cozumel über das Meer zum Stadtstrand hinüber. Mein TOP-Tipp für Taucher: Cozumel liegt auf dem zweitgrößten Korallenriff der Welt. Auf Schnorchler und Taucher wartet hier eine einzigartige und abwechslungsreiche Unterwasserwelt. Oft liegen auch Kreuzfahrtschiffe in Sichtweite, die dann anderntags zu den Ruinenstätten der Mayas aufbrechen.

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Das Vermächtnis der Maya: Ausflug zu den Ruinenstätten

Eine Besichtigung der Maya-Tempel und Ruinenstätte ist ein Muss für jeden Mexiko-Urlauber. Die beeindruckenden Tempel, Pyramiden und Gebäudereste liegen harmonisch eingebettet inmitten eines immergrünen Dschungels. Meist ist nur ein Bruchteil der ehemaligen Maya-Bauwerke ausgegraben bzw. frei für Besucher zugänglich. Dennoch wohnt den historischen Sehenswürdigkeiten wie der bedeutenden Ruinenstätte Chichen Itzá, die zum Weltkulturerbe der UNESCO gehört, etwas Mystisches inne.

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Mit einem guten Führer und viel Zeit lassen sich die eindrucksvollen Hinterlassenschaften der einstigen Herrscher von Yucatán am besten erkunden. Mein Entdecker-Tipp: Ich empfehle Ihnen, möglichst früh – am besten gleich zu Beginn der Öffnungszeiten – an den Ruinenstätten zu sein, um die ganze Schönheit der Maya-Bauwerke zu genießen. Wenn etwas später die Passagiere von den Kreuzfahrtschiffen in Scharen ankommen, ist es mit der Beschaulichkeit meist schnell vorbei.

Wir besuchten u.a. Tulum und Chichen Itzá, wobei Tulum insgesamt eine Sonderstellung auf Yucatán hat, denn diese Stätte liegt direkt am Meer. Man kann gleich hinter der großen Pyramide zum Wasser absteigen und ein Bad nehmen. Gut zu wissen: Es gibt vor Ort keine Süßwasserduschen, so dass Sie nach dem spontanen Sprung ins Meer den restlichen Tag vermutlich mit einer leichten Salzkruste überzogen unterwegs sind – aber das gehört ja irgendwie auch zu einem Urlaub am Meer.

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Einmalig: Badeerlebnis in Cenoten

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Ferner empfehle ich Ihnen den Besuch einer Cenote. Dies sind ehemalige Höhlen im Kalksteinplateau, deren Decke eingestürzt ist. Früher waren diese Höhlen Süßwasserbrunnen der Maya oder auch heilige Opferstätten. In einigen Cenoten kann man heute baden – ein unvergleichliches und definitiv unvergessliches Erlebnis: Vor dem Badevergnügen steigt man durch einen in den Fels geschlagenen Gang hinab, springt in das klare Wasser und wenn man auf dem Rücken schwimmt, sieht man ringsum die Felswände emporsteigen und über sich die Öffnung zum Himmel, welche von der üppigen Vegetation begrünt ist. Meist hängen auch Schlingpflanzen oder Luftwurzel herab.

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Das endlose Grün von Yucatán

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Die Fahrt ins Landesinnere der Halbinsel Yucatán führt meist durch endloses Grün. Wer die Grünvielfalt von Irland kennt, bekommt hier noch eins draufgesetzt, denn das Grün beschränkt sich in Yucatán nicht nur auf Wiesen und Hecken, sondern es wächst auch weit nach oben. Undurchdringlich erscheint der Dschungel an vielen Stellen, aber ab und zu tauchen kleine Dörfer am Straßenrand auf und kleine Wege scheinen von der Straße weg ins Nichts zu führen. Wenn man selbst nicht fahren muss, lohnt es sich einfach nur aus dem Fenster zu schauen und sich an der Pflanzenpracht sattzusehen. Es ist entspannend für Auge und Seele.
Für Fans von Hochprozentigem: Ausflug in eine Agaven-Brennerei

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Was man auch nicht versäumen sollte, ist der Besuch einer traditionellen Agaven-Brennerei inklusive Führung und Verkostung. Agaven-Schnaps, was ist das denn? Bei uns ist er landläufig als Tequila bekannt, aber nur die Agaven-Brände aus der Stadt Tequila dürfen sich auch so nennen. Ansonsten wird der Schnaps als Mezcal bezeichnet. Man kann die Sorten nach Farbe (Grad der Lagerung) unterscheiden, wobei sich nach intensiven Verkostungen die länger gelagerten, dunkleren Sorten als bekömmlicher erwiesen haben, da milder im Geschmack. Experten-Wissen vom Insider: Bei Agaven-Schnaps unterscheidet man zwischen „Mixto“ und „100% Agave azul“. Ersterer ist ein Verschnitt, das heißt bis zu 49% des Zuckers zur Alkoholproduktion können aus anderen Quellen als der Agave stammen; der reine und auch teurere Agaven-Schnaps wird zu 100% aus blauen Agaven hergestellt. Kopfschmerzen sind bei diesem – natürlich immer nur bei mäßigem Genuss – somit fast ausgeschlossen.

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Mein Fazit: Ob Strandliebhaber oder Wasserratte, Kulturentdecker oder Naturfreund: Yucatán hat für jeden Urlaubstyp eine ganze Menge zu bieten. Überzeugen Sie sich selbst. Ein Urlaub in Mexiko lohnt sich! Ich kann es Ihnen nur empfehlen.

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