Ein Sultan, brodelnde Vulkane und traumhaft schöne Sonnenaufgänge: Claudia Höchsmann, Praktikantin in der Reiseredaktion, erzählt im Team-Tipp über ihre erlebnisreiche Reise nach Indonesien.

Etwas gerädert steigen wir nach 14 Stunden Flugzeit in Jakarta aus dem Flugzeug. Erster Eindruck: ganz schön voll hier. Nicht verwunderlich wohnen doch in der größten Metropole Südostasiens geschätzte 25 Millionen Menschen. Da es am nächsten Tag schon weiter geht, nutzen wir die Zeit und besichtigen noch ein paar Highlights. Erster Stopp: der Sunda Kelapa Hafen, der älteste und ursprünglichste Hafen Jakartas. Der Hafen beherbergt die weltweit größte Flotte an Segel- und Holzfrachtschiffen, den sogenannten Pinisis und Perahus. Vom Hafen geht es weiter zum Monas Monument und endet am historischen Café Batavia in der Altstadt. Den Flug noch in den Knochen suchen wir an diesem Abend schon früh unser Hotel auf.

Bogor: Der Garten des Präsidenten

Unser Fahrer hat sich durchgesetzt und so beginnt der nächste Tag bereits um 7 Uhr – viel zu früh für Jetlag geplagte Menschen. Doch sobald wir im Auto sitzen und uns durch das morgendliche Jakarta schlängeln, wissen wir warum. So viel Verkehr haben wir noch nie gesehen. Massen an Menschen, Autos, Mopeds und Tieren. Und jedes Fahrzeug heillos überladen: pro Moped mindestens eine vierköpfige Familie inklusive Gepäck. Unglaublich!
Unser erster Stopp ist heute Bogor und einer der größten Botanischen Gärten Südostasiens. Auf einer Fläche von 87 Hektar finden sich über 15.000 Baum- und Pflanzenarten, 3.000 Orchideenarten und 400 Arten außergewöhnlicher Palmen. Die Anlage ist unglaublich idyllisch – findet wohl auch Indonesiens Präsident, der dort in seinem Palast residiert.

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Bandung: Blumenmeer und bunte Töne

Ganz auf Blumen und Pflanzen eingestimmt, geht es weiter nach Bandung der „Stadt der Blumen“.  Sie ist mit knapp 3 Millionen Einwohnern die viertgrößte Stadt Indonesiens und lockt mit unzähligen Blumen- und Pflanzenmärkten.

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Ein echtes Highlight ist im Anschluss der Besuch der Sang Angklung Udjo Musikschule. Die Einrichtung wurde 1966 von einem Ehepaar gegründet und ist zu Recht seit 2010 Teil des UNESCO Weltkulturerbes.  Nach traditionellen Maskentänzen und einem Holzpuppentheater ist das Highlight das gemeinsame Musizieren mit dem traditionellen Instrument Angklung. Von indonesischen Melodien bis hin zu internationalen Evergreens wird alles durchgespielt und es ist ein riesen Spaß!

Dieng Plateau: Dampfende Kultstätte auf 2.100 Meter Höhe

Der nächste Stopp unserer Reise führte uns auf das Dieng Plateau. Das Plateau befindet sich auf einer Höhe von 2.100 Meter und erstreckt sich auf über 15 Quadratkilometer. Hoch oben, umgeben von sieben Vulkanen befindet sich die älteste Kultstätte des Hinduismus auf Java. Von den ursprünglich 400 Tempeln sind heute nur noch 3 Tempelgruppen übrig.

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Die zweite Attraktion auf dem Plateau ist der Sikidang Krater. Schon von Weitem steigt einem der beißende Schwefelgestank unweigerlich in die Nase. Bis zum Rand können wir vorlaufen und schauen in eine dunkelgraue, dampfende Masse aus Wasser, Asche und Schlamm.

Gespenstisch…

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Yogyakarta: Der Sultan und sein Harem

Den mächtigen und sehr aktiven Vulkan Merapi stets im Blick, erreichen wir die Sultansstadt Yogyakarta. Die Stadt ist eines der letzten zwei Sultanate des Landes und beherbergt die älteste und renommierteste Universität Indonesiens. Besonders sehenswert ist der Kraton, die Palastanlage des Sultans mit dem goldenen Pavillon sowie dem Wasserpalast, der in früheren Zeiten als Harem und Lustgarten diente.

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Borobudur: Der frühe Vogel macht das schönste Foto

Über 30.000 Steinmetze und Bildhauer fertigten im 8. Und 9. Jahrhundert aus etwa 2 Millionen Steinquadern den absoluten Höhepunkt unserer Reise an, den Borbobudur Tempel. Das buddhistische Heiligtum, das weltweit zu einem der größten zählt, erstreckt sich über 9 Terrassen und ist über 30 Meter hoch.

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Übernachtet haben wir im Manohara Hotel Borobudur, das sich in unmittelbarer Umgebung von der Tempelanlage befindet. Das Hotel ist sehr zu empfehlen bietet es neben den stilvollen Zimmern und dem leckeren Essen doch den Vorteil, den „Sundowner“ mit Blick auf den Tempel im Abendlicht zu genießen. Noch beeindruckender als im Abendlicht ist der Tempel bei Sonnenaufgang und so endet unsere Nacht bereits um 04:30 Uhr. Von der Uhrzeit sollte sich keiner abschrecken lassen, denn dieser Sonnenaufgang ist einfach magisch! Um 05:30 lugen die ersten Sonnenstrahlen hinter dem Vulkan Merapi hervor und tauchen nach und nach den Tempel in ein warmes Morgenlicht.

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Prambanan: Wie die Buddhisten so die Hindus

Immer noch ganz verzaubert, besichtigen wir als nächstes das hinduistische Pendant zum buddhistischen Borobudur Tempel, den Prambanan Tempel. Die Tempelanlage wurde im 9. Jahrhundert n.C. gebaut und ist den Göttern Shiva, Brahma und Vishnu geweiht. Wie auch Borobudur wurde der Prambanan Tempel 1991 zum UNESCO Weltkulturerbe ernannt.

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Mount Bromo: Ein Sonnenaufgang der keiner war

Unser letzter Stopp führt uns in Richtung Mount Bromo und dem Bromo-Tengger-Semeru Nationalpark. Der 2.400 Meter hohe Vulkan liegt eingebettet in einer Vulkanlandschaft und lockt mit wunderschönen Sonnenaufgängen.
Für dieses Ziel sollten unbedingt warme Klamotten eingepackt werden, denn auf knapp 2.000 Meter  ist es vor allem morgens bitterkalt. Dick eingepackt, bringt uns um 4 Uhr morgen ein Jeep hinauf zur Aussichtsplattform. Leider meinen es die Wolken heute nicht gut mit uns und verwehren uns den vom Reiseführer angepriesenen Sonnenaufgang. Nichtsdestotrotz besteigen wir im Anschluss den Bromo und schauen 300 Stufen später in das riesige Kraterloch.

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Bali: Eine wunderschöne Reise geht zu Ende

Die letzten Tage unserer Reise lassen wir in Seminyak auf Bali ausklingen und genießen erholsame Strandtage inklusive atemberaubenden Sonnenuntergängen.

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