Der Gardasee ist mein zweites Zuhause: Martina Schnitzer, Redaktions-Team bei weg.de, über den Gardasee

Unsere Praktikantin Martina kennt den Gardasee wie ihre eigene Westentasche. Kein Wunder: Mit gerade mal 20 Jahren hat sie schon 18 Mal ihren Urlaub am „Lago di Garda“ verbracht. Im weg.de Team Tipp verrät sie Ihnen ihre Geheimtipps.

Alle Jahre wieder… ins Ferienhaus

Bei meinen vielen Urlauben am Gardasee blieb eines immer gleich – der Urlaub war stets fantastisch und fand im Ferienhaus statt. Als Kleinkind entschieden meine Eltern wo es hingehen sollte und deshalb verbrachte ich, summa summarum, fast ein halbes Jahr meines Lebens im selben Ferienhaus in Toscolano Maderno. Als die Entscheidung dann bei mir und meinen Freunden lag, wählten wir die selbe Variante – das Ferienhaus.

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Für mich ist das die beste Art, den Gardasee-Urlaub zu verbringen, denn man ist völlig frei in der Gestaltung seiner Tage und kann am hauseigenen Pool, in entspannter Atmosphäre reichlich Sonne tanken. Auch die leckeren, italienischen Spezialitäten, die man zuvor auf einem der vielen Märkte erstanden hat schmecken auf der eigenen Terrasse am besten. Ich empfehle Ihnen den Markt in Salò zu besuchen. Dieser findet immer samstags statt und bietet genügend Parkplätze, damit die Einkäufe nicht so weit getragen werden müssen.

Ein Abend im Agriturismo

„Agriturismo“ bedeutet in Italien mehr als „Urlaub auf dem Bauernhof“. Ich habe meine schönsten Abende in diversen Agriturismi verbracht. Viele alte Bauernhäuser öffnen an vier Tagen in der Woche ihre Tore und zaubern italienische Spezialitäten auf den Tisch. Diese sind so köstlich – da läuft einem gleich das Wasser im Mund zusammen.

Mein Favorit unter den Agriturismi ist das „Corte la sacca“ in Pozzolengo, in der Nähe der Stadt Sirmione. Begrüßt wurden wir dort stets von den gastfreundlichen Besitzern, mit einem Scheibchen Parmesan und einem Glas Sekt, bevor wir es uns in dem dazugehörigen Garten gemütlich machten – Und dann wurde aufgetischt: angefangen mit Antipasti und hausgemachter Pasta, kam zu späterer Stunde der Hauptgang, der aus Bergen von Fisch und gegrilltem Fleisch bestand. Und wenn Sie schon der Meinung sind, dass nichts mehr geht, kommt erst das Beste – der Nachtisch. Ausklingen ließen wir den Abend dann meist bei einem leckeren Gläschen vom hausgemachten Dessertwein.

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Mein Tipp: Informieren Sie sich bei Einheimischen, ob es ein solches Agriturismo in der Nähe Ihres Urlaubsortes am Gardasee gibt. Diese sind nämlich wirklich Geheimtipps und oft etwas versteckt in den Wäldern zu finden.

Spannung, Spaß und Abenteuer im Freizeitpark

Am Gardasee gibt es zwei Freizeitparks, die man unbedingt besuchen sollte. Das ist zum einen das 33 Hektar große „Gardaland“. Als Kind war ich schon mehrmals dort und tobte mich mit meinen Cousins aus. Nach etwa 10 Jahren wurde ich mit Freunden zum Wiederholungstäter und war begeistert. Endlich durfte ich auch die vielen Achterbahnen fahren und mich nach Herzenslust in der Geisterbahn gruseln.

Mein Tipp: Mein Favorit ist und bleibt aber der „Space Vertigo“, zu Deutsch „Freifallturm“. Nirgends ist der Nervenkitzel so groß, als wenn man den über 100m hohen Turm hoch fährt um dann die traumhafte Aussicht auf den See zu genießen, aber Vorsicht – nach ein paar Sekunden befinden Sie sich im freien Fall nach unten.

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Wasserratten empfehle ich den Aquapark „Canevaworld“ in der Nähe von Peschiera del Garda. Auf einer Fläche von 300.000m² finden Sie Wasserrutschen, Pools, Strände und Entspannungsoasen. Spaß für die ganze Familie ist dabei inklusive.

Mein Tipp: Nehmen Sie sich zwei Tage Zeit für den Aquapark und genießen Sie die Abwechslung zwischen erholsamem Sonnenbad und aufregendem Rutschvergnügen.

Kunst, Kultur und Lebensfreude: Die besten Ausflüge

Einer meiner Lieblingsausflüge ist die Schifffahrt nach Sirmione. Wir starten für gewöhnlich von der Hafenstadt Salò, die meiner Meinung nachdie schönste Promenade am ganzen Gardasee ihr Eigen nennt. Dort hält mehrmals täglich eine Fähre, die in ca. einer Stunde nach Sirmione überfährt.

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Dort angekommen hält man es nicht für möglich, welch riesige Eiscremeberge die gefühlten 100 Eisdielen anbieten. Sie werden so viele verschiedene Sorten vorfinden, dass Ihnen die Auswahl sehr schwer fallen wird. Sirmione ist mit Sicherheit der „Place to go“ für alle Gelato-Fans.

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Soll es dann noch ein wenig Kultur sein, können Sie mit der Bummelbahn durch die Gassen von Salò zu den „Grotten des Catull“ fahren. Dort finden Sie die Überreste einer der römischen Villen, die bereits im 2. Jahrhundert nach Christus erbaut wurde und als bedeutendste Fundstelle Oberitaliens gilt.

Mein Tipp: Ein beliebtes Foto- und Postkartenmotiv ist das Gesteinsloch in einer der Mauern der alten Villa, durch das man wie eingerahmt den See sieht. Jeder der die Grotten besucht, sollte sich diesen bekannten Schnappschuss nicht entgehen lassen.

Schauriges bei schlechtem Wetter

Die Schauderterrasse in der Nähe von Tremosine ist etwas für regnerische Tage. Von Limone aus fahren Sie durch tiefe Schluchten und hohe Felswände hinauf nach Pieve di Tremosine, wo sich der besagte schaurige Ort befindet. Gemeint ist die Terrasse eines Hotels, die mehrere Meter über Rand hinausragt und auf der Sie sich direkt über dem See befinden. So richtig schön gruselig ist der Besuch der Terrasse wenn am Himmel dichte Wolken oder auch ein Gewitter aufziehen – dabei entstehen auch die besten Fotos!

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