Die ersten Weinbauern der Geschichte waren Esel. Heute wachsen in Südtirol 20 Rebsorten.

In vino veritas. „Im Wein ist Wahrheit.“ Wenn dieser Satz wörtlich gilt, ist die Wahrheit eine höchst komplizierte Angelegenheit. Denn vom Rebstock zum guten Glas Wein ist es ein langer Weg, bei dem so einiges schief gehen kann. Es bedarf vieler Experten, Zeit und auch etwas Glück. Im Grunde ist Weinproduktion eine Wissenschaft für sich. Großes Wissen und Erfahrung sind nötig, um einen guten Tropfen zu gewinnen. Dank der langen Weinbautradition in Südtirol findet man hier beides.

Der Weinbau hat den Menschen sesshaft gemacht. So lautet zumindest die Legende. Denn nur durch ganzjährige Pflege und Dauerhaftigkeit konnten die Schlingpflanzen gezähmt werden. Auch soll der Esel den Menschen gezeigt haben, dass durch das Fressen, beziehungsweise Abschneiden, der einjährigen Triebe die Weintrauben größer werden und besser gedeihen. Somit könnte der Esel als erster Weinbauer in die Geschichte eingehen.
Doch nun zur nachweisbaren Geschichte: Traubenkernfunde und Bronzegefäße bezeugen, dass in Südtirol bereits um 1.000 v.Chr. Wein produziert worden war.

Der vinum Raeticum, der Rätische Wein aus dem Etschland, wurde schon von den Römischen Schriftstellern gepriesen. Im Mittelalter waren es vor allem die Mönche, die die Weinkultur pflegten. Noch heute zeugen mittelalterliche Marktflecken, Burgen und Weinbaugebiete von einst.

Heute wachsen in Südtirol – die Vielfalt der Böden macht’s möglich – mehr als 20 verschiedene Traubensorten. Jährlich etwa 400 Hektoliter Wein werden aus ihnen produziert, zwei Drittel davon sals Rotwein, der Rest als Weißwein.

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Bei dieser großen Auswahl bleibt die Frage: Wann trinke ich welchen Wein?

Unser kleiner weg.de-Weinratgeber macht die Antwort einfacher:

Südtiroler Blauburgunder: Dieser rubin- bis granatrote Wein hat einen intensiven ätherischen Geruch nach Waldbeeren und einen anhaltenden, vollen Geschmack. Er gilt als der König der Weine. Am Besten schmeckt der „Pinot Nero“, wie der Blauburgunder auf Italienisch genannt wird, zu Braten, Wild und zu pikantem Hartkäse.

Südtiroler Lagrein Kretzer oder Rosé: Der rosa- bis hellrubinrote Wein mit zartem und angenehmem Geruch schmeckt anregend und frisch. Er passt gut zu kräftigen Vorspeisen, geräuchertem Fisch und weißem Fleisch.

Südtiroler Gewürztraminer: Der stroh- bis goldgelbe, aromatische und körperreiche Weißwein zählt zu den gefragtesten Weinen Südtirols. Sein angenehm trockenes, würziges Aroma wird mit Anklängen von Rosen und Litschis verfeinert. Er eignet sich sehr gut als Aperitif- oder Dessertwein, passt allerdings auch vorzüglich zu Fischvorspeisen, Pasteten, Gänseleber, Schalen- und Krustentieren, sowie zur gewürzten orientalischen Küche.

Südtiroler Vernatsch (Kalterersee): Der leichte, hellrubinrote Wein schmeckt angenehm mild und fruchtig, oft leicht nach Bittermandel. Er eignet sich als Wein für zwischendurch, vor allem zu den typischen Tiroler Gerichten wie Speck und Wurst. Er passt auch zu weißem Fleisch und mildem Käse.

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