Balderschwang, Glarus, Ultental. Nicht jeder kennt diese Skigebiete. Dafür kommt jeder dort gut weg.

Der Wiener Sänger Wolfgang Ambros müsste mal seinen immer wieder gern gespielten Hit „Skifoahrn“ um eine Strophe ergänzen. Denn oft ist das Skifahren in manchen Gebieten nicht nur das „Leiwandste“ (Angenehmste), sondern auch das Teuerste, „was man sich so vorstellen kann“. Für eine Tageskarte muss man mitunter 40 Euro und mehr hinlegen. Dabei gibt es viele kleinere Regionen, die nur halb so teuer sind.
weg.de stellt drei Skigebiete vor, die zu den günstigsten im gesamten Alpenraum gehören – und dabei große Abwechslung bieten.

Balderschwang/Allgäu

„Bayerisch Sibirien“ wird das Hochtal im zentralen Allgäu genannt. Trotz seiner geringen Meereshöhe – der Vierer-Sessellift geht nur bis auf 1500 Meter – gibt es immer reichlich Schnee. Die Talabfahrt war vergangenes Jahr an 124 Tagen möglich. Deshalb und wegen der günstigen Tageskarte (19 Euro) wird das Gebiet unter Allgäuern und Bodenseeanrainern immer noch als Geheimtipp gehandelt.  30 Kilometer Pisten, die mit zwei Sesselliften und neun Schleppliften erschlossen sind, bieten alle Schwierigkeitsstufen. Ausgewiesene Skirouten für Tiefschnee- und Buckelpisten-Fahrer gibt es am Gelbhansekopf. Die 3-Tageskarte für 66 Euro ist auch in vier kleinen, benachbarten Skigebieten gültig und schließt den Eintritt ins Sonthofener Erlebnisbad ein. Langläufer kommen auf der „Allgäuer-Latschenkiefer-Grenzlandloipe“ in Schwung, die bis ins österreichische Hittisau führt.

Braunwald/Kanton Glarus

Die Schweizer Bundesbahn hält direkt an der Talstation der Standseilbahn (77 Zug-Minuten von Zürich), die ins autofreie Bergdorf Braunwald fährt. Märchenhaft wirkt dieser Ort inmitten der schneereichen Glarner Alpen nicht nur, weil fast nur Pferdekutschen unterwegs sind. Im „Hotel Bellevue“, das für Kinder ein Spielzimmer, ein Luftschloss, einen Kletterparcours und einen betreuten Kindergarten bereit hält, erzählt der Direktor jeden Abend ein Märchen. Der ganze Ort ist auf Familienurlaub ausgerichtet.  Kinder dürfen gefahrlos mit dem Schlitten durch die Dorfstraßen sausen oder sich auf den 32 Kilometern der leichten und mittelschwierigen Pisten austoben. Die Eltern können ins nordseitige Bächlital etwas rasantere Abfahrten wagen, während die Kleinen im Kindertreff „Schneeflöggli“ gehütet werden. Billig ist immer relativ in der Schweiz, aber die Tageskarte in Braunwald gehört mit 27 Euro zu den günstigsten.

Ultental/Südtirol

Die Pisten liegen nicht gerade an der Autobahn, aber wer die knappe Stunde von Lana bei Meran ins hinterste Ultental kurvt, der landet in einem kleinen, aber feinen Skigebiet. Die „Schwemmalm“ hat ganze 18 Pistenkilometer und drei Sessellifte, die jedoch bis unter das 2600 Meter hohe Muteck führen. Dort hat man Aussicht von den Gletschern der Ortlergruppe bis zu den Dolomiten.  Die Talabfahrt von ganz oben ist fünf Kilometer lang. Bei Neuschnee bieten sich im oberen Bereich mehrere Varianten an. Für Skitourengeher ist das ganze Ultental ein Paradies. Après Ski darf auch hier leider nicht fehlen, laute Musik und Hochprozentiges gibt es im Gasthaus „Weiberhimml“, das im alten Ultner Stil gebaut ist.
Die Tageskarte kostet 19,50 Euro, Übernachtungen mit Frühstück sind in den hübschen Dörfern St. Nikolaus oder St. Wallburg bereits ab 18 Euro zu haben.

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