“Quien no ha visto Sevilla, no ha visto maravilla” – Wer Sevilla nicht gesehen hat, hat noch kein Wunder gesehen, so sagt es ein Sprichwort. Das können wir nur bestätigen!

Ein Besuch in der Hauptstadt Andalusiens lohnt sich zu jeder Jahreszeit: Die Hochburg des Flamencos steckt voller ansteckender Lebensfreude und begeistert durch wunderschöne Bauwerke, verwinkelte Gassen und eine spannende Mischung aus spanischer und maurischer Kunst.

Maurische Architektur und spanische Traditionen

Sevilla verzaubert auf den ersten Blick.

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Sofort ins Auge sticht die imposante „Giralda“, das ehemalige Minarett der Hauptmoschee Sevillas zu Zeiten der maurischen Herrschaft, bevor es zum Glockenturm der Kathedrale umfunktioniert wurde. Die „Giralda“ ist das einzig hohe Gebäude der Stadt.  Von dort hat man einen herrlichen Ausblick über die Dächer von Sevilla und entdeckt auf so mancher Dachterrasse einen Pool – kein Wunder, denn in Sevilla klettert das Thermometer im Sommer gerne über 40 Grad. Die riesige Kathedrale ist ebenfalls beeindruckend.

Prachtvoll im gotischen Stil erbaut ist sie eine der größten Kirchen der Welt. Außerdem ruht hier angeblich eine echte Berühmtheit: die Grabstätte von Kolumbus befindet sich in der Kathedrale.

Gleich neben der Kathedrale findet sich die Alcázar, eines der beeindruckendsten Bauwerke Sevillas. Hier fühlt man sich wie im Orient: Der Königspalast ist im maurischen Stil gebaut und birgt fantasievolle Stuckarbeiten und traumhafte Verzierungen. Die Schönheit des Palastes wird durch die königlichen Gärten ergänzt. Mitten im Zentrum Sevillas findet sich hier eine Oase für Ruhe und Entspannung. Die Gärten erstrahlen in üppigem Grün und  entführen in eine Welt aus Springbrunnen, Palmen, Orangenbäumen und kunstvoll verzierten Pavillons.

Unvermeidlich in Andalusien wie überall in Spanien: Die Stierkampfarena. Die „Real Maestranza“ in Sevilla gilt als die schönste Arena der Welt mit ihrer weiß-gelben, barocken Fassade und dem auf Säulen gestützten Dach. Sie  beherbergt außer dem eigentlichen Stierkampf, der „ corrida de toro“, ein Museum über die Geschichte des Stierkampfes, außerdem wird dort Bizet`s Oper „Carmen“ aufgeführt. Ein weiteres Highlight Sevillas ist die Plaza de España: Den weitläufigen Platz zieren Kacheln und Mosaiken, die die 48 spanischen Provinzen, deren Hauptstädte und historische Ereignisse verbildlichen.

Tapas, Sangria und Nightlife unter freiem Himmel

Auf Sevillas Straßen spiegelt sich die gesamte Lebensfreude Spaniens wieder. Im bunten Viertel Santa Cruz, das sich um die Stadtmauer der Alcázar schlängelt, finden sich verwinkelte Gassen, kleine charmante Läden und idyllische Plätze, auf denen man leckere Tapas, die kalte andalusische Gemüsesuppe Gazpacho und frische Sangria genießen kann. Typisch ist auch der Genuss von Sherry – immerhin liegt im sonnigen Andalusien zwischen Sevilla und Cádiz dessen Heimat. Auf der anderen Seite des Flusses Guadalquivir befindet sich das Viertel Triana. Hier versammeln sich auf der Mauer am Fluss abends viele junge Leute und genießen die milden Temperaturen bei kühlen Getränken. Die Brücke, die nach Triana führt, zaubert derweil ein wunderschönes Farbspiel auf den Fluss: Ihre Lichter spiegeln sich zahlreich auf der glatten Oberfläche wieder.

Was wäre eine spanische Stadt ohne ihr pulsierendes Nachtleben? In Sevilla findet dies zum größten Teil auf der Straße statt – man sagt, die Bewohner Sevillas „leben“ auf der Straße. Dementsprechend sind Bars, Plätze und Straßen im Sommer voll von unternehmungslustigen Sevillanern und Touristen. Nachtschwärmer tummeln sich im Zentrum in der Zona Alfalfa oder im Parque María Luisa: hier dauert die Fiesta bis in die frühen Morgenstunden an. Unbedingt besuchen sollte man auch eine der zahlreichen Flamenco-Shows – schließlich ist Andalusien das Geburtsland des traditionellen  stolzen spanischen Tanzes.

Übrigens: Sevilla war die Heimatstadt des legendären Don Juan, der von hier aus begann die Herzen von Frauen aus aller Welt zu erobern – kein Wunder, denn die bezaubernde Kulisse des „kulturellen Herzens“ Andalusiens lädt geradezu zum Schwärmen und Träumen ein.

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