Kräuter stecken nicht nur in Tee und Bonbons, sondern auch in köstlichem Schweizer Käse. Das wussten schon die Römer – und machten die Urzeit-Konserve zum Exportschlager.

Ungefähr 50 Prozent der in der Schweiz gemolkenen Milch werden zu Käse verarbeitet. Hauptgrund dafür war ursprünglich die längere Haltbarkeit: Anders als Milch konnte Käse konnte schon in der Steinzeit als Konserve mit auf Wanderschaft genommen werden.

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Weltweit gefragter Käse

Bereits im Alten Rom war der Caseus Alpinus dann eine teure Spezialität. Und im 15. Jahrhundert entwickelten sich die Kräuter reichen Schweizer Käsesorten zu regelrechten Exportschlagern: Die Obrigkeit musste wiederholt eingreifen, damit die einheimische Bevölkerung nicht zu kurz kam.
Eines der beliebtesten Schweizer Nationalgerichte ist Raclette. Seit jeher schmolzen die Hirten den Käse an einem offenen Feuer und verzehrten nach und nach die weich gewordene Masse. Alten Schriften gemäß soll 1291 bereits Wilhelm Tell den Bratchäs, wie Raclette damals noch genannt wurde, genossen haben.

Weitere bekannte Schweizer Käsesorten im Überblick

Emmentaler: Berühmt durch seine Löcher und benannt nach dem Tal der Emme im Kanton Bern, wo seine Herstellung bis ins 13. Jahrhundert zurückverfolgt werden kann.

Tilsiter: Benannt nach Tilsit, einer Stadt die einst zu Ostpreußen, heute zu Russland gehört. Seinen Ursprung und seine endgültige Heimat hat der Käse aber in der Ostschweiz, von den Tälern von Thur, Sitter un Töss bis hin zum Bodensee.

Le Gruyère: Der Greyerzer Käste verkörpert den Charakter des gleichnamigen Gebietes im Kanton Freiburg. Liebevolle Handarbeit und sorgsame Pflege geben ihm seine natürliche Würze.

Vacherin Fribourgeoise Village: Sein zart schmelzender Teig und das würzige Aroma geben ihm einen unverwechselbaren Charakter und haben ihm einen der Spitzenränge unter den Käsesorten eingebracht.

Bündner Bergkäse: Dieser Halbhartkäse aus Rohmilch wird in verschiedenen Reifegraden von mild bis rezent angeboten. Seit kurzem sind fast alle Sorten auch als Bio-Käse erhältlich.

Sbrinz: Dieser Schweizer Klassiker kann nicht alt genug sein, sein Mindestalter für den Konsum beträgt 18 Monate. Das volle Aroma entwickelt er allerdings erst nach ungefähr 22 Monaten.

Glarner Zieger: Diese zum Himmel stinkende Spezialität ist ein trockener, fast fettfreier Kräuterkäse aus der Innerschweiz.

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