SKarpathos… Wo ist das denn? Unsere Reisereporterin Katrin hat ihren Urlaub auf einer eher unbekannten Insel verbracht: Für Sie ging’s nach Karpathos in Griechenland. Was sie dort erlebt hat, lesen Sie hier im weg.de-Blog.

„Wo fährst Du hin? Karpa-was? Das hab ich noch nie gehört!“ So klangen die Reaktionen aus dem Freundeskreis vor unserem Start in den Sommerurlaub. Richtig, die kleine griechische Insel Karpathos ist wohl eher eines der unbekannteren Reiseziele in der Ägäis. Und genau deshalb wollten wir dorthin.

Strandurlaub mit Riesenauswahl

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Trotz der überschaubaren Größe von 300 km² bietet die Insel für Urlauber, die gerne in der Natur sind und sich vor Menschenmassen scheuen, jede Menge Abwechslung und vor allem Erholung. Falls jemand den Namen Karpathos tatsächlich schon einmal gehört hat, dann wohl in Verbindung mit Stränden. Feinste Sandstrände, Felsbuchten und Kieselufer liegen hier dicht aneinander – im Gegensatz zu den Liegen und Sonnenschirmen, die im Vergleich zu anderen Regionen viel Platz haben und günstig zu mieten sind (Einheitspreis auf Karpathos bei sechs Euro für Schirm mit zwei Liegen).

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Unsere Lieblingsbucht war die Felsbucht bei Ammopi südlich von Lakki, auf Platz zwei der persönlichen Top Ten landete Agios Nikolaus im Nordosten. Aufgepasst – den wohl liebsten griechischen Ortsnamen findet man auch im Südwesten der Insel nochmal! Die Wasserqualität ist an allen Inselstränden überdurchschnittlich gut, sogar ohne Taucherbrille lassen sich vom Strand aus Fische beobachten.

On the road – die Griechen und ihre Straßen

Der Weg zu den Buchten führt meist über gut asphaltierte Straßen in Serpentinenform, da die Insel in Griechenland sehr bergig ist mit Gipfeln bis knapp über 1.200 Meter. Leitplanken und Straßenbeleuchtung sind zwar eine Rarität, aber gerade im Tageslicht ist die Fahrt unbedenklich. Lediglich zum Thema Tanken sollte sich jeder Mietwagenbesitzer Gedanken machen, denn Tankstellen gibt es ausschließlich in der Inselhauptstadt! Auch hier herrschen griechische Gepflogenheiten – beim Einfahren huschen unzählige kleine Katzen vor den Wagen oder der Tankwart hat eine dicke Zigarre im Mund.

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Die Hauptattraktion Olymbos

Besonders stolz sind die Einwohner auf ihre neue Straße nach Olymbos. Dieses kleine Bergdörfchen ist die touristische Hauptattraktion der Insel und war lange nur mit dem Schiff erreichbar. Seit 2013 führt nun auch eine nagelneue Straße durch die Berge hierhin. Top Asphalt, sogar Leitplanken – aber ein leichter Überhang der Berge über der Straße macht die Fahrt zum Abenteuer. Kleinere Felsbrocken liegen am Straßenrand und zeugen vom brüchigen Kieferfels, aber auf dem Weg zur Stadt der Götter sollten diese einen sicherlich beschützen. Falls es jedoch einmal regnet, sollte man doch besser per Schiff den Ausflug in die malerische Stadt mit ihren verwinkelten Gässchen und in den Hang hineingebauten Häusern planen.

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Kali Orexi: Guten Appetit auf Karpathos

Ob Strand oder Mietwagentour – den krönenden Abschluss eines griechischen Urlaubstages sollte immer der Besuch in einer Taverne bilden. Unser Tipp: Hauptstadt meiden und kleinere Tavernen außerhalb aufsuchen, z.B. im Südwesten „Mountain and Sea“ oder „Under the trees“. Besseres Preis-Leistungsverhältnis, besseres Essen und schöneres Ambiente! Tintenfisch, Souvlaki und Gyros kennt jeder, daher lohnt es sich auch ausgefallenere Gerichte zu bestellen. Makarounes nennt sich beispielsweise ein typisch karpathisches Nudelgericht mit Zwiebeln. Die ungekochten Nudeln eignen sich neben Klassikern wie Honig und Olivenöl übrigens auch gut als Mitbringsel für die Daheimgebliebenen.

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Den Daheimgebliebenen können Sie nach Ihrem Urlaub auch verraten, dass Karpathos (grob gesprochen) zwischen Rhodos und Kreta liegt. Außerdem liegt es nur knapp drei Flugstunden von Deutschland entfernt und sogar Direktflüge werden angeboten. Die Insel ist ein wahrer Juwel Griechenlands!

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