Unsere Reisereporterin Claudia wollte gaaaanz weit weg, um ihr großes Fernweh zu stillen: Mit dem Rucksack machte sie sich auf nach Kambodscha. Welche Abenteuer sie im faszinierenden Asien erlebt hat, lesen Sie im weg.de-Blog!

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Da mein Fernweh dieses Jahr besonders groß war, musste es auch besonders weit weggehen und nach einem kurzem Blick auf die Weltkarte stand die Wahl fest: Kambodscha! Mein Wissen über dieses Land war gelinde gesagt bescheiden, von den berühmten Tempeln von Angkor Wat hatte ich natürlich schon gehört – aber sonst? Da war natürlich die Schreckensherrschaft um Pol Pot in den 70er Jahren und die anschließende Hungerkatastrophe, doch wie sieht das Land und Leben der Menschen heute aus? Ich war gespannt!

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Auf nach Kambodscha!

Ende Oktober ging es dann endlich los: Nach einem kurzen Zwischenstopp in Ho Chi Minh Stadt und einer laaaangen Busfahrt nach Phnom Penh war ich endlich da! In Kambodscha! Die Hauptstadt Phnom Penh wird von vielen Touristen oft links liegen gelassen, für mich völlig unverständlich. Anders als Bangkok oder Saigon, wo es vor Touristen nur so wimmelt, erlebt man hier wirklich noch Asien vom Feinsten. Oder anders ausgedrückt: Es ist laut, dreckig und total chaotisch…

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Neben den Highlights wie Königspalast, Nationalmuseum oder Russische Markt, hat mich das Straßenleben total fasziniert. Ob dampfende Straßenküchen, quirlige Märkte, überladene Mopeds oder spielende Kinder – hier gibt’s Eindrücke im Überfluss.

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Phnom Pen

Was man auf keinen Fall in Phnom Penh entgehen lassen sollte, trotz schwerer Kost, ist das ehemalige Foltergefängnis S 21 sowie das Killing Field von Choeung Ek. Eindrucksvoll erfährt man hier von den Grausamkeiten der Roten Khmer, die von 1975 bis 1979 zwischen 2 und 3 Millionen Menschen gefoltert und umgebracht haben. Die beiden Orte haben mich tief bewegt und ich kann einen Besuch nur empfehlen.

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Siem Reap und Angkor Wat

Nach einem kurzen Stopp in Kratie, wo ich vergeblich nach den Irrawaddy Flussdelfinen gesucht habe, führte mich meine Reise schließlich nach Siem Reap und somit zu den berühmten Tempeln von Angkor Wat!

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Die Angkor-Ära dauerte von 802 bis 1432 und jeder neue Herrscher bzw. Gottkönig musste nicht nur sich, sondern auch seinen Ahnen (Eltern und Großeltern, väterlicher- und mütterlicherseits) jeweils einen Tempel errichten. Dies führte zu einer ganz schön großen Anzahl an Tempeln – der berühmteste davon ist sicherlich Angkor Wat. Und heutzutage steht man als Besucher vor der schier unlösbaren Aufgabe, möglichst viele Tempel in kurzer Zeit zu besichtigen. Ich habe es dann wohl wie die meisten gelöst und mich auf die größten und schönsten Tempel beschränkt.

Abseits der Tempel hat Siem Reap auch einiges zu bieten. Neben der Pub Street und diversen Märkten, hat mir besonders die Zirkusshow Phare – The Cambodian Circus gefallen. Hier erlebt man wirklich Zirkusakrobatik auf höchsten Niveau und unterstützt gleichzeitig eine gute Sache. Denn die Akrobaten sind junge Menschen aus ärmlichen Verhältnissen, die in der angeschlossenen NGO Zirkusschule eine künstlerische Ausbildung erhalten. Alle 10 Tage wechselt die Show, die immer ein Thema der kambodschanischen Geschichte behandelt.

Battambang

Mein nächstes Ziel war die Stadt Battambang, die ich zur Abwechslung mal nicht mit dem Bus sondern mit dem Boot erreichte. Bei einem Fahrpreis von 20 $ und 6-7 Stunden Fahrtzeit (Vegleich Bus: 4 $ und 3 Stunden) trifft man hier eher weniger Einheimische, die Fahrt an sich ist trotzdem schön. Man passiert schwimmende Dörfer und winkende Kinder und sieht, wie auch überall sonst in Kambodscha, viel Armut.

Doch trotz der großen Armut und der schrecklichen Vergangenheit, begegnen einem die Menschen überall mit so viel Freundlichkeit und Herzlichkeit, die mich tief beeindruckt hat.

Die letzten Tage meiner Reise verbrachte ich an der Küste und auf der vietnamesischen Insel Phu Quoc und genoss das herrliche Nichtstun.

Mein Fazit: Wer Lust auf quirrlige Städte, imposante Tempel und ein bisschen Abenteuer hat, ist in Kambodscha genau richtig. Ich komme auf jeden Fall wieder!

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