Das kleine toskanische Pisa ist bekannt für seine Piazza dei Mirácoli, auf der der schiefe Turm in die Höhe ragt. Doch die Stadt am Arno hat viel mehr zu bieten als nur sein berühmtes Wahrzeichen: Wir verraten Ihnen, warum Sie vor allem im Juni nach Pisa reisen sollten.

Häuser spiegeln sich im Wasser
Fahren Sie auch mal nach Pisa!

Pisa liegt inmitten der wunderschönen Toskana, nur ein Katzensprung vom Meer entfernt. Rund 90.000 Einwohner zählt die mittelalterliche Stadt, fast die Hälfte davon sind Studenten. Und diese prägen wahrlich das Stadtbild: Viele Bars und Cafés laden auf einen Aperitivo ein, Open-Air-Kinovorstellungen sowie Outdoor-Konzerte finden regelmäßig statt und überall auf den vielen Piazze sitzen junge Pisaner, um zu musizieren, zu plaudern oder ein Gelato zu naschen.

Pisa: Luminara di San Ranieri

Jedes Jahr am 16. Juni findet das wohl wichtigste Event der Stadt statt: die Luminara di San Ranieri. Ganz Pisa wird an diesem Abend mit brennenden Lichtern geschmückt, auf dem Arno treiben unzählige Schwimmkerzen. Schon Wochen vorher bereiten sich die Pisani auf ihr Fest zu Ehren des heiligen San Ranieri vor: Die rund 100.000 Lämpchen (= lampanini) werden bestellt, Konzerte und Verkaufsstände organisiert. Los geht’s am 16.6. bei Sonnenuntergang: Dann werden alle elektrischen Lichter gelöscht und die Kerzen feierlich angezündet. Ein weiteres Highlight: das Feuerwerk, das gegen 23 Uhr den Himmel über Pisa erleuchtet. Falls Ihnen das etwas kitschig erscheint: Ein Besuch der Luminara lohnt sich wirklich! Glauben Sie uns, das Lichtermeer wird auch den rationalsten Urlauber verzaubern.

Pisa: Gioco del Ponte

Wenn Sie Pisa zur Luminara besuchen, sollten Sie auch gleich den 17.6. dort verbringen. Während sich die Stadt am Tag nach dem Lichterfest langsam von den nächtlichen Feierlichkeiten erholt, sind die Veranstalter schon in aller Früh wieder auf den Beinen: Das Gioco del Ponte steht an. Angeblich gibt es das „Brückenspiel“, bei dem die stärksten Männer der vier Pisaner Stadtviertel gegeneinander kämpfen, schon seit dem 14. Jahrhundert. Ziel des historischen Gioco del Ponte: Ein sieben Tonnen schwerer Wagen muss von den Männern der nördlichen Stadtviertel über die Ponte di Mezzo auf die südliche Hälfte geschoben werden – während die Kämpfer der südlichen Viertel versuchen, dies zu verhindern. Das Gioco del Ponte beweist jedoch längst nicht, welches Stadtviertel das stärkste ist: Nach dem Spektakel auf der Brücke treten die vier Teams in einer zwei Kilometer langen Regatta (Regata di San Ranieri) auf dem Arno gegeneinander an.

Letztendlich ist egal wer die Kämpfe gewinnt: Am Ende feiern alle Pisani zusammen und freuen sich insgeheim schon auf den Juni im nächsten Jahr!

sd

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