Zum Frühstück nach Paris – wessen Traum ist das nicht. Für unsere Kollegin Sabrina und eine Freundin wurde dieser Traum im letzten Sommer wahr.

5:50 Uhr – Düsseldorf Flughafen. Durch die Sicherheitskontrolle haben wir es gerade geschafft und nun warten wir am Gate, bis wir in den Flieger steigen können. Es ist früh, wir sind müde, doch natürlich bester Laune. Die knapp 50 Minuten Flugzeit vergehen wortwörtlich wie im Flug, und erst als der Pilot sagt „Bitte anschnallen, wir beginnen den Landeanflug“, können wir es wirklich glauben: Gleich sind wir sind in Paris. Schnell noch aufs Hotelzimmer und den Koffer abstellen, umziehen und sich ein wenig frisch machen, bevor es losgeht. Ein paar Wolken verzieren den blauen Himmel und es ist angenehm warm. Natürlich ist unser erster Stopp der Eiffelturm. Nach einigen Métro Stationen und etwas Laufen kommen wir gegen kurz vor elf am Wahrzeichen der Stadt an. Die grüne Liegewiese vor dem Eiffelturm ist leer und wir haben das Gefühl, dass die Pariser selbst noch schlafen. Unterwegs haben wir in einer Boulangerie ein pain au chocolat gekauft und genießen nun unser Frühstück vor dem massiven Turm, der sich vor uns weit in den Himmel streckt. Mein erstes Mal in Paris ist es nicht, doch diese Stadt verzaubert mich immer wieder.

Paris_Eiffelturm
Glücklich und satt setzen wir unsere Tour fort und machen uns auf den Weg zum Arc de Triomphe. Die Erfahrung zeigt immer wieder aufs Neue, dass man doch am meisten sieht, wenn man zu Fuß unterwegs ist. Wir spazieren die Avenue Kléber entlang (definitiv empfehlenswert) und bestaunen die großen Altbauten. Ein Traum, in einem dieser Apartments zu wohnen. Vom Arc de Triomphe geht es für uns weiter über die Champs-Élysées, Paris wohl bekannteste Einkaufsstraße. Nachdem wir etwas Schaufenster-Shopping betrieben haben, machen wir es uns auf einer Bank am Franklin D. Roosevelt Platz gemütlich und genießen unseren ersten Crêpe in Frankreichs Hauptstadt. Die Schokolade ist noch flüssig als wir reinbeißen und es duftet herrlich.

Paris_Häuserreihe

Crêpes
Ein Besuch des Kaufhauses Galeries Lafayette steht für den weiteren Tagesplan auf dem Programm. Mit Kaufhäusern wie wir sie kennen, ist dieses nicht zu vergleichen. Auf sechs Stockwerken und 70.000m² wird hier neben Parfums, Kosmetik und Feinkost natürlich Designer-Mode angeboten. Von Chloé, über Karl Lagerfeld bis hin zu Gucci ist alles dabei und daher heißt es für uns auch wieder nur: gucken, gucken, gucken. Doch sattsehen kann man sich hier schlecht. Die im Jugendstil erbaute Kuppel ist für viele das Highlight des Gebäudes – zurecht. Ich fühle mich beinahe wie in New York. Den Kopf ständig im Nacken, den Blick stets nach oben, um die Architektur zu bestaunen. Die „Große Halle“, in der die Kuppel zu finden ist, sieht traumhaft aus und ich kann es nicht lassen, alles genaustens fotografisch festzuhalten.
Auf der sechsten Etage des Kaufhauses kann man einen Blick über die Stadt genießen. Der Eintritt ist frei und absolut empfehlenswert.

Galeries_Lafayette
Am Abend sind wir zum Pizza Essen im jüdischen Viertel Marais verabredet. Wir schlendern durch die kleinen Straßen und bewundern abermals die schönen Bauten. Doch vom hektischen, lauten Paris bekommen wir hier nicht viel mit. Die Atmosphäre im Marais erinnert eher an eine französische Kleinstadt. Die Leute sitzen draußen, trinken ein Glas Wein und reden. Es ist ein lauer Sommerabend und für uns ein perfekter Start unseres Kurztrips.

Paris_Café

Tag 2 – Unterwegs in Paris Gärten

Den Morgen des nächsten Tages beginnen wir im Garten Jardin des Tuileries, ebenfalls mit einem pain au chocolat sowie einem coffee to go. Es ist kurz nach zehn, doch die Sonne scheint bereits mit vollster Kraft. Wir machen uns auf den Weg zum Louvre und besichtigen die Glaspyramide im Innenhof des Museums. Zeit für eine Museumstour haben wir allerdings nicht, sodass wir das Kunstmuseum nur von außen anschauen können. Wir überqueren die Pont Des Arts und schauen auf das glitzernde Wasser der Seine. Was für ein Ausblick. Paris zeigt sich mal wieder von seiner schönsten Seite. Am Nachmittag geht es für uns zum Jardin du Luxembourg – ein wundervoller Schlosspark im Quartier Latin. Wir suchen uns ein Schattenplätzchen unter den Bäumen und lassen mit Blick auf den Palais die Seele baumeln.

Jardin_des_Touleries_1

Paris_Louvre

Paris_Seine_2

Jardin_du_Luxembourg
Wer in Paris war, ohne etwas aus einer Patisserie gegessen zu haben, hat eindeutig etwas verpasst. Auf dem Weg zur Kathedrale Notre-Dame, finden wir durch Zufall die berühmte Konditorei Odette, in der wir uns ein paar Kleinigkeiten zum Naschen kaufen. Ohne es geplant zu haben, scheint heute für uns der Tag der Parks zu sein, denn nun geht es zum Parc Monceau. Der von vielen Touristen nicht bekannte Park befindet sich im Nordwesten der Stadt und ist definitiv ein Besuch wert. Auch hier bekommt man vom turbulenten Leben in Paris nichts mit. Einheimische entspannen auf Bänken, sitzen im Gras oder spielen Boule.

Paris_Patisserie

Paris_Parc_Monceau
Den Eiffelturm bei Sonnenuntergang anzuschauen war schon immer ein Traum von uns gewesen, und so machen wir uns am frühen Abend wieder auf den Weg Richtung Zentrum. Nach unzähligen Fotos des Turms bei untergehender Sonne, kaufen wir uns im Supermarkt ein paar Snacks, um anschließend auf dem Champ de Mars vor dem Eiffelturm Abend zu essen. Besonders bei Dunkelheit sieht das Wahrzeichen magisch aus. Wir setzen uns mittig auf die Wiese, um so bei voller Stunde besser beobachten zu können, wie der Eiffelturm glitzert.

Eiffelturm_Sonnenuntergang

Eiffelturm_Nacht

Tag 3 – Von geheimen Galerien bis nach Montmartre

Place des Vosges, 10:25 Uhr: Es scheint unser Ritual zu werden unser Frühstück lieber im Freien zu genießen, anstatt im Hotel. Allen Städte-Trip-Liebhabern kann ich nur das gleiche empfehlen. „Local food“ zu testen spart Geld und Zeit und man hat die Möglichkeit, seine Zeit in einer wunderschönen Stadt anstelle im Frühstückssaal des Hotels zu verbringen. Auf unserem Weg zum Palais Royal, besichtigen wir beim Vorbeigehen das Centre Pompidou sowie das neuerbaute Einkaufszentrum Les Halles. Ein echter Geheimtipp ist ein Spaziergang durch die vielen Galerien der Stadt. Besonders im 2. Arrondissement gibt es eine Menge überdachter Passagen mit urigen Cafés und Antiquitätenläden, die zum Stöbern einladen. Besonders schön ist die Galerie Vivienne, nahe des Palais Royal.

Palais_Royal

Galerie_Vivienne
Sind Sie eine Leseratte oder einfach nur auf der Suche nach einem passenden Geschenk, kann ich Ihnen die Buchhandlung Galignani auf der Rue de Rivoli empfehlen. Der seit 1801 bestehende Buchladen hat eine große Auswahl sowohl an französischen als wie auch englischen Büchern jeder Art und ich garantiere, dass für jeden etwas dabei ist. Wer in Paris ist, sollte sich natürlich auch nicht einen Besuch an der Sacré-Coeur entgehen lassen. Vom Hügel des Montmartre hat man eine wunderbare Aussicht auf die Stadt, besonders bei Sonnenuntergang.Sacré_Coeur

 

Tag 4 – Paris is always a good idea

Unseren letzten Tag in der Stadt der Lichter möchten wir bestmöglich ausnutzen und somit machen wir uns früh morgens auf den Weg zum Arc de Triomphe, dieses Mal jedoch bis hinauf zur Aussichtsplattform. Wir blicken auf den befahrenen Kreisverkehr unter uns und sehen in nicht allzu weiter Ferne wieder einmal den Eiffelturm. Einige malerische Wolken färben den noch etwas diesig blauen Himmel und machen den Ausblick postkarenreif. Wir wollen nicht weg, doch die Zeit drängt uns etwas. Am Abend geht unser Flieger zurück nach Hause.Paris_Panorama

Zum Mittagessen sind wir in den Tuilerien verabredet, wo wir gemeinsam im Schatten der Bäume unsere Crêpes verzehren. Anschließend geht es noch einmal auf die Terrasse der Galeries Lafayette, doch lange auszuhalten ist es hier nicht. Nachdem das obligatorische Macaron-Foto gemacht wurde, kühlen wir uns im klimatisierten Kaufhaus etwas ab, denn 35°C im Schatten in einer Großstadt sind schon nicht ohne.

Paris_Macarons

Flugzeug_Aussicht

Gegen 16 Uhr heißt es dann leider Abschied nehmen von unserer Lieblingsstadt und wir machen uns auf den Weg zum Flughafen. Mit Handgepäck, vielen tollen Erinnerungen und einem Lächeln im Gesicht steigen wir ins Flugzeug. Traurig und glücklich zugleich kommen wir in Deutschland an. Schon jetzt sind wir gespannt auf unseren nächsten Trip in die französische Hauptstadt. Wenn uns eine Sache im Kopf hängen geblieben ist, dann die: Paris is always a good idea!

Fotos und Text: Sabrina Kröffges