Ein kleiner Ort irgendwo in Spanien, die Sonne brennt, der letzte Touristenbus gen Barcelona ist schon lange abgefahren. Den Strand kennen Sie in- und auswendig, auf Hotelpool haben Sie auch keine Lust. Doch eine Möglichkeit haben Sie noch: Sie holen sich einen Mietwagen.

Damit der Traum von Freiheit kein Ende mit Schrecken hat, müssen Sie ein paar wichtige Punkte beachten.

Sehen Sie sich das Auto genau an! Vor Fahrtantritt sollten Sie sich alle noch so kleinen Mängel und Kratzer schriftlich bestätigen lassen. Alles, was vorher schon da war, können Sie ja nicht gewesen sein. Überprüfen Sie auch Reifen, Licht und Bremsen – zu Ihrer eigenen Sicherheit.

Lassen Sie sich alles schriftlich geben! Den Mietvertrag sollten Sie unbedingt in einer Ihnen geläufigen Sprache verlangen. Alle mündlichen Zusagen müssen schriftlich im Vertrag festgehalten werden. Dann kann am Ende keiner etwas abstreiten.

Was brauche ich? Sie werden sehr lange suchen müssen, um einen Anbieter zu finden, der Ihnen ein Auto vermietet, ohne einen Kreditkarte zu verlangen. Sie können davon ausgehen, dass Sie ebenso Ihren Führerschein und Personalausweis benötigen. Informieren Sie sich rechtzeitig, was zusätzlich noch erforderlich ist.

Wer muss tanken? Klären Sie die Tankregelung im Vorfeld ab. Meistens ist eine Übergabe mit vollem Tank im Vertrag festgehalten, das heißt, Sie bekommen den Wagen voll getankt und müssen auch wieder nachfüllen. Sehen Sie sich die Tankanzeige vor Fahrtantritt genau an!

Wer darf fahren? Ob Mindest- oder Höchstalter – manche Autovermieter haben ihre eigenen Altersbeschränkungen. Das Mindestalter liegt meist zwischen 21 und 25 Jahren. Außerdem muss der Fahrer mindestens bereits ein Jahr lang im Besitz eines Führerscheins sein. Einen zweiten Fahrer muss man oft extra in den Vertrag eintragen lassen – für den Versicherungsschutz.

Was muss ins Auto? Warnweste, Pannendreieck, Verbandskasten – informieren Sie sich genau, was Sie mitführen müssen. In Spanien sind eine Warnweste und zwei Pannendreiecke zwar Pflicht, aber das heißt nicht automatisch, dass diese auch bei allen Vermietern zur Verfügung stehen. Sorgen Sie vor!

Was ist, wenn …? Fragen Sie bei der Anmietung nach, was im Falle einer Panne, eines Unfalls oder bei Diebstahl zu tun ist. Auf Nummer sicher gehen Sie, wenn Sie immer die Polizei verständigen und einen Unfallbericht ausstellen.

Mit welchen Zusatzkosten muss ich rechnen? Bearbeitungsgebühren und Kilometerbegrenzung sind unüblich. Ebenso sollten Mehrwertsteuer und alle sonstigen Steuern schon im Mietpreis enthalten sein. Fragen Sie vorsichtshalber nach und lassen Sie sich die Zusagen schriftlich bestätigen. Reinigungskosten können extra anfallen, sollten aber inklusive sein. Auch Extrakosten für Kindersitze oder ähnliches Zubehör sind durchaus üblich. Mit Service- und Tankgebühren müssen Sie rechnen, wenn Sie sich nicht an die Tankregelung halten.

Wenn Sie sich an diese Tipps halten, dann steht einem unbeschwerten Trip nach Athen, Barcelona oder einmal quer durch Mallorca nichts mehr im Wege! Jetzt gilt es nur noch, nicht auf ein Lockangebot einer kleinen, unbekannten Mietwagenfirma im Urlaubsland hereinzufallen. Diese sind zumeist mit einschränkenden Bedingungen wie Freikilometer oder weniger Versicherungsschutz verbunden. Am sichersten ist es, bereits im Heimatland einen Mietwagen zu buchen und die Angebote in Ruhe zu vergleichen.

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