Nicht nur in Köln, Rio und Venedig herrscht zur Karnevalszeit Ausnahmezustand: Auch das kleinste EU-Mitglied Malta lässt es in den kommenden Tagen so richtig krachen. Bei frühlingshaften Temperaturen wird auf der Mittelmeerinsel „König Karneval“ mit bunte Paraden, farbenfrohen Kostüme und aufwendig gestalteten Umzugswägen zelebriert.

Lebensfreude, Farbenpracht und Tradition prägen den „Karnival ta’ Malta“, dessen Wurzeln bis ins 16. Jahrhundert zurück reichen.

Damals waren es die Johanniter Ritter, die sich in der Woche vor Aschermittwoch mit bunten Masken verkleideten. Hochburg des heiteren Treibens ist heutzutage die maltesische Hauptstadt Valletta. Hier wird die fünfte Jahreszeit mit Tanzwettbewerben, prächtigen Musikparaden und zahlreichen Straßenparties gefeiert.

Höhepunkt und Abschluss der „tollen Tage“ ist ein prunkvolles Defile mit Feuerwerk auf der Hauptstraße von Floriana. Auf eine ganz andere, etwas skurrile Art und Weise wird die närrische Zeit in Nadur auf der Nachbarinsel Gozo gefeiert.

Hier findet der sogenannte „stillen Karneval“ statt: Mit spärlichen Lampen und Laternen ausgestattet, ziehen Einheimische mit gruseligen Masken verkleidet durch die Straßen. Die Teilnehmer selbst bleiben dabei fast wortlos (daher der Name), Lärm machen sie dennoch: Mit Blechbüchsen und Ratschen klappernd versuchen sie die Zuschauer zu erschrecken oder die ganz mutigen unter ihnen in das polterndes Treiben mit einzubeziehen.

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