Nur 45 Hektar, so groß wie ein Dorf, ist die Bodensee-Insel Mainau. Doch mitten in Deutschlands größtem See finden sich so viele Blumen wie nirgends sonst. Sie machen Mainau zu einem idealen Ziel fürs Wochenende.

Zitronenbäumchen strahlen in der Nachmittagssonne, ein Farbenmosaik aus Rosen und Orchideen säumt die schmalen Wege, im Schlosspark der gräflichen Familie stehen Palmen. Der Reisende fühlt sich, als schlendere er an einer Mittelmeerpromenade in Italien oder Griechenland entlang – und muss sich immer wieder klar machen, dass er in Deutschland ist, am Bodensee, in Mainau: im größten Open-Air-Gewächshaus der Bundesrepublik.

Der Grund für die besondere Fruchtbarkeit der Bodensee-Insel ist das günstige Seeklima, das in früheren Jahrhunderten sogar den Adel auf das kleine Eiland lockte: 1827 ließ der ungarische Fürst Esterházy den heutigen Schlosshof anlegen und pflanzte dort besonders wertvolle und exotische Pflanzen. Seither hat das blumige Farbspektakel Tradition auf Mainau.

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Die Insel bezaubert heute durch eine Vielzahl pittoresker Gartenanlagen: So ist die italienische Blumen-Wassertreppe im Stil italienischer Renaissancegärten angelegt. Flankiert von kostbaren Nadelhölzern, wirkt die dünne Decke von Seerosen auf den wasserumspülten Granitstufen nahezu märchenhaft schön.

Rosige Wasserspiele und blumenverzierte Terrassenlandschaften schaffen ein duftendes Panorama. Es verleitet den Besucher fast dazu, seine heimische Raufasertapete in Frage zu stellen und stattdessen eine Blumenlandschaft an die Wand zu kleben.

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