Eine Versteigerung der besonderen Art findet ab Februar in Lissabon statt: Unter den Hammer kommen sechs Herrenhäuser und Paläste aus dem 18. und 19. Jahrhundert.

Wo einst Adelige und Herrscher lebten, sollen in Zukunft Gäste in luxuriösen Hotels den außerordentlichen Flair der alten Gemäuer und einen Hauch portugiesischer Geschichte erleben. Die historischen Gebäude sind allesamt von architektonischer Bedeutung, einige wurden sogar als UNESCO-Weltkulturerbe klassifiziert. Mit einem Mindestgebot von rund vier Millionen Euro wird das kunstvoll verzierte Pancas Palha Palast mit einem Garten zum Verlieben als teuerstes Objekt auf der Verkaufsliste gehandelt. Lissabon boomt und gerade im Segment der Boutique- und Charme-Hotels sieht die Stadt noch deutliches Wachstumspotential. Mit der Versteigerung soll jedoch nicht nur das Hotelangebot der Stadt verbessert, sondern auch die prachtvollen Gebäude vor einem weiteren Verfall gerettet werden. Lissabon möchte durch den Verkauf der Paläste das Architekturerbe der Stadt bewahren. Auch die historischen Stadtviertel wie Bairro Alto oder Príncipe Real in denen die Residenzen liegen, können dadurch in neuem Glanz erstrahlen. Mit der vom Lissaboner Tourismusverband unterstützten Kampagne will sich die Hauptstadt Portugals als „Hauptstadt des Charmes“ präsentieren.

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