Es gibt sie noch: Die Restaurants in Berlin, wo man sich willkommen fühlt, wo keine spitzschultrigen und schlechtgelaunten Bedienungen durch das Interieur staksen, wo man von freundlichem Personal bedient wird. Mitten im Epizentrum der hippen Szene in Friedrichshain-Kreuzberg haben wir uns auf die Suche nach eben diesen Restaurants begeben – und wir haben sie gefunden. Die Speisekarten unterscheiden sich sehr, doch allen ist gemein, dass der Gast, und nicht das Image hier im Vordergrund stehen. Et voilà, unsere sechs kulinarischen Lieblings-Läden in Friedrichshain-Kreuzberg:

Zur Kleinen Markthalle: Echtes Berliner Brathähnchen

Eingang der Kleinen Markthalle - Restaurant Berlin Kreuzberg

Ur-berlinerisch, einfach richtig authentisch geht es im Restaurant Zur Kleinen Markthalle am Legiendamm in Kreuzberg zu. Vegane Molekülküche und Crème Brûlée suchen wir hier vergebens, stattdessen bekommt man das beste Brathähnchen der Stadt serviert, genannt „Krauses Knusperhähnchen“. Genauso wie die Kundschaft stammt das Personal vornehmlich aus Berlin. Die Bedienungen empfangen uns stets freundschaftlich und sehr herzlich, bringen zwischenzeitlich auch mal einen lustigen Spruch. Sie machen dieses Kreuzberger Wirtshaus-Refugium, wo an schweren Holztischen gespeist wird und keine Lounge-Musik im Hintergrund dudelt, zu einem ganz besonderen Ort. Besonders schön: Jeden Sonntag wird im Restaurant Zur kleinen Markthalle Puppentheater für die Kinder der Umgebung veranstaltet. Kieznah und wahrhaft gemütlich!

Inneinrichtung des Restaurants Kleine Markthalle in Berlin Kreuzberg

Zur Kleinen Markthalle, Legiendamm 32, 10969 BerlinÖffnungszeiten: Mo-Sa ab 16:00 Uhr, Sonn- und Feiertage ab 12:00 Uhr

Feuer und Flamme: Fondue in Friedrichshain

Speisetafel des Restaurants Feuer und Flamme in Friedrichshain Berlin

Gedeckte Tische bei Kerzenschein im Restaurant Feuer und Flamme in Berlin

Am Friedrichshainer Comeniusplatz in einem Eckhaus befindet sich das Feuer und Flamme. Es ist das perfekte Restaurant für die kalte Jahreszeit, denn hier gibt es das vielleicht beste Fondue der Stadt – und zwar in allen Variationen, mit Fleisch, Käse oder Fisch, für die vegetarische und vegane Fraktion gibt es Gemüsefondue. Für uns ist das Feuer und Flamme die elegante Variante eines echten Kiez-Restaurants. Die Atmosphäre ist dank tiefrot gestrichener Wände und viel Kerzenschein kuschelig und romantisch. An Wochenenden ist hier schon einmal mehr los (reservieren!), trotzdem bleibt das Personal stets gelassen und auf eine sehr coole Art herzlich. Das macht den Abend im Feuer und Flamme erst wirklich unvergesslich. Übrigens: Auch im Sommer ist das Restaurant einen Besuch Wert. Am schönen Comeniusplatz lässt es sich bei einer Weinschorle im Kiez entspannen, Salate und andere kleine Gerichte finden sich neben den Fondue-Variationen ebenso auf der Karte. Unser Tipp: Unbedingt das Schoko-Fondue probieren. Ein Stückchen geschmolzener Himmel!

Feuer und Flamme, Am Comeniusplatz 1, 10243 BerlinÖffnungszeiten: Mo-Do 18:00-00:00 Uhr, Fr-So 18:00-01:00 Uhr. In den Monaten Juni bis August bleibt das Restaurant Montags und Dienstags geschlossen.

Lisboa Bar – Tapas am Boxi

Eingang der Tapasbar Lisboa in Friedrichshain Berlin
Ein wenig unscheinbar wirkt die Lisboa Bar am Boxhagener Platz von Außen. Innen aber herrscht eine gemütliche, nahezu private Wohnzimmeratmosphäre. Die köstlichen Tapas sind verhältnismäßig günstig und vor allem die hausgemachte Aioli muss man probiert haben, auch wenn die Knobi-Fahne unumgänglich ist. In der Lisboa Bar fühlt man sich gut, das liegt nicht zuletzt am Service. Freundlich, witzig und sehr offen ist die Besatzung, die einen nicht vergisst, egal wie besetzt die Tische in dem kleinen Restaurant sind. Aber Achtung: Unbedingt reservieren, die Lisboa Bar ist so klein und im Kiez so beliebt, dass man an einem Freitagabend nur schwer mal eben so einen Tisch ergattert.

Nahaufnahme von frischen Tapas in der Tapasbar Lisboa in Friedrichshain Berlin

Lisboa Bar, Krossener Straße 20, 10245 BerlinÖffnungszeiten: Mo ab 17:00 Uhr, Di-Fr ab 16:00 Uhr, Sa-So ab 11:00 Uhr

Spätzle & Knödel: Schwäbisch-Bayerische Kost mitten im Kiez

Spätzle und Knödel in Berlin - Nahaufnahme eines Gerichts
Lust auf eine schmackhafte Brotzeit süddeutscher Art? Dann ist das Spätzle & Knödel genau der richtige Ort. Das schwäbisch-bayerische Restaurant liegt mitten auf der angesagten Wühlischstraße in Friedrichshain und lockt mit Kultgerichten der deftigen Sorte: Käsespätzle, Leberkäse und Sauerbraten warten hier auf hungrige Feinschmecker. Und wenn ihr Knödel auch so liebt wie wir, dann lasst euch auf keinen Fall die verschiedenen Arten der runden Leckerbissen entgehen – Semmelknödel, Serviettenknödel oder die hervorragenden Brezenknödel dürfen als Beilagen nicht fehlen. Besonders exzellent schmecken sie gepaart mit dem hausgemachten Pilz-Kräuterrahm, als vegetarische Variante im Spätzle & Knödel. Und auch wenn nur der kleine Hunger rumort: Wie wäre es mit Obazda auf einer ofenfrischen Brezel? Klingt fantastisch? Das finden wir auch!

Spätzle & Knödel, Wühlischstraße 20, 10247 BerlinÖffnungszeiten: Mo-Fr 17:00-23:00 Uhr, Sa-So 15:00-23:00 Uhr

Cocolo Ramen: Japanische Suppen am Paul-Lincke-Ufer

Japanische Suppe und Zitronentee im Restaurant Cocolo Ramen in Kreuzberg Berlin

Inneneinrichtung des Cocolo Ramen Restaurants in Berlin Kreuzberg

Wenn Japaner gute Ramen essen möchten, dann gehen sie ins Restaurant. Das wurde uns zumindest erzählt. Außerdem wissen wir seit Kurzem, dass die Cocolo Ramenbar die besten Ramen Berlins serviert. Beides wurde uns von einer japanischen Freundin anvertraut. Tja, gut dass es Cocolo gleich zweimal in Berlin gibt: einmal in Kreuzberg am wunderschönen Paul-Lincke-Ufer und einmal in Mitte. Was gibt es schöneres als eine wärmende Suppe in der Winterzeit, wenn einem die Hände in der Kälte einfrieren? Auf der übersichtlichen Karte im Cocolo Ramen stehen sieben verschiedene Suppen, alle nach original japanischer Art. Vegetarier kommen mit der Miso auf ihre Kosten, und wir raten jedem, die leckeren Edamame (Sojabohnen) als Vorspeise zu ordern. Mittags ist es in der Kreuzberger Bar immer voll, das liegt wahrscheinlich an den vorzüglichen und preiswerten Mittagsgerichten, die die arbeitende Bevölkerung aus dem Umkreis anlocken. Aber abends ist es eigentlich auch nicht besser, vorsichtshalber reservieren ist also angesagt. Dann aber kann man die Köstlichkeiten in rustikal-gemütlicher Atmosphäre aus kunstvollen Tongefäßen genießen. Unser Tipp: Die hausgemachte Ingwer-Zitronen-Limonade, im Winter wie im Sommer ein Hit!

Cocolo Ramen, Paul-Lincke-Ufer 39-40, 10999 BerlinÖffnungszeiten: Mo-Sa 12:00-23:00 Uhr, So 18:00-23:00 Uhr

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Artikel und Fotos Marie und Frieda