Seit der Gründung des Staates Israel – also bereits seit mehr als einem halben Jahrhundert – steht der Konflikt im Nahen Osten im Mittelpunkt, wenn von Urlaub im Heiligen Land die Rede ist. Durch die Berichterstattung in den Medien wird einem suggeriert, dass es sich bei Israel um ein Land handelt, in dem fortwährend Krieg herrscht. Der andauernde Konflikt um den Gaza-Streifen sowie unvorhersehbare politische Ereignisse können die Sicherheit in Israel jederzeit destabilisieren, doch im Großen und Ganzen ist Israel ein sicheres und vor allem ein wunderschönes Reiseland, in dem Herzlichkeit und Gastfreundschaft großgeschrieben werden. Hier erfahren Sie, worauf Sie bei Ihrem Urlaub in Israel achten müssen.

Ist Israel derzeit ein sicheres Reiseziel?

Seit US-Präsident Donald Trump Jerusalem als die Hauptstadt Israels anerkannt hat, haben sich die Konflikte mit den palästinensischen Nachbarn erneut zugespitzt. Das ist zwar nichts Neues, denn seit Jahrzehnten liefern sich Palästinenser und Israelis erbitterte Kämpfe, wobei die israelischen Streitkräfte defensiv handeln. In der Vergangenheit waren Bombenanschläge auf israelische Verkehrsmittel durch radikalislamische Terroristen an der Tagesordnung, heute ist die Häufigkeit derartiger Vorfälle deutlich zurückgegangen. Dennoch passieren solche Schreckenstaten immer wieder, so wie im April 2016, als ein Anschlag auf die Jerusalemer Buslinie 12 verübt wurde. Somit stellt sich die Frage: Ist Urlaub in Israel sicher? Ganz allgemein lässt sich behaupten, dass Israel als Reiseland sicher ist. Dabei kommt es auch darauf an, wo man sich aufhält: In der Regel meiden Touristen die Grenzregionen zu Ägypten und Syrien sowie den Gaza-Streifen. Die Israelis haben sich damit abgefunden, mit den schwelenden Konflikten leben zu müssen. Deshalb ist eine erhöhte Polizeipräsenz etwas ganz Selbstverständliches, genauso wie die vielen Sicherheitsbeamten, die mit Körperscannern vor Kaufhäusern, Bus- und Bahnstationen stehen. Im Israel Urlaub ist die Sicherheit laut Auswärtigem Amt gegeben: Touristen fühlen sich hier sehr wohl. Wer Bedenken hat, kann die aktuellen Reise- und Sicherheitshinweise für Israel auf der Website des Auswärtigen Amtes aufrufen.

Ist Israel sicher? Hintergründe und Antworten

Wie ist die innenpolitische Lage in Israel?

Ist Israel gefährlich? Diese Frage stellt sich jeder Tourist. Die innenpolitische Lage in Israel ist durch den Konflikt mit den Palästinensern geprägt. Sie wird außerdem von politischen Ereignissen beeinflusst, die das Fass jederzeit zum Überlaufen bringen können. So hat das Auswärtige Amt eine Reisewarnung für Israel ausgesprochen, da sich die Sicherheitslage nach dem Tod des iranischen Generals Qassem Soleimani wieder verschlechtert hat. Das Auswärtige Amt weist jedoch auch darauf hin, dass sich bestimmte Einschränkungen nur auf den Gaza-Streifen beziehen. Deshalb wird von einer Reise in den Gaza-Streifen und das angrenzende Gebiet dringend abgeraten. Die Warnungen gelten auch für das Westjordanland und Ost-Jerusalem. Die Stadt mit dem berühmten Tempelberg gehört zu den wichtigsten Kulturschätzen der Menschheit, jedoch schwankt die Lage im Moment sehr. Es empfiehlt sich, aktuelle Informationen zur Sicherheitslage in Israel einzuholen und, wenn möglich, mit einer Gruppe unter einem einheimischen Reiseleiter zu reisen, der das Risiko besser einzuschätzen weiß.

Wie sicher sind die beliebtesten Touristen- und Badeorte in Israel?

Strand Israel

Beliebte Touristenorte wie Tel Aviv, Netanya, Ashdod und der See Genezareth sind sicher und werden nach wie vor von zahlreichen Touristen aufgesucht. Auch Nazareth kann man bedenkenlos besuchen, jedoch können einem Taschendiebe den Aufenthalt verderben. Tel Aviv ist eine moderne, kosmopolitische Stadt, die oft als „Miami des Nahen Ostens“ tituliert wird. Außerdem gehört die Metropole am Mittelmeer zu einer der tolerantesten Städte auf der ganzen Welt, in der gleichgeschlechtliche Paare überaus willkommen sind. In Israel wird Homosexualität, im Gegensatz zu anderen Staaten im Nahen und Mittleren Osten, nicht geahndet. Vielmehr sind Homosexuelle durch ein Antidiskriminierungsgesetz geschützt. Badeorte wie Netanya und Ashdod sind ebenfalls sicher, jedoch müssen Sie sich auch hier vor Taschendieben in Acht nehmen.

Wie sicher ist der Straßenverkehr?

Verkehrsunfälle sind in Israel keine Seltenheit. In Städten wie Tel Aviv oder Jerusalem ist das Straßennetz ausgelastet. Die Straßen sind zwar gut, doch die große Anzahl an Autos sorgt für Chaos. Israelis sind dafür bekannt, sich nicht sonderlich um Verkehrsschilder zu kümmern. Außerdem fahren die israelischen Autofahrer dicht auf und sehen es nicht gern, wenn jemand vor ihnen einschert. Deshalb ist es besser, wenn man sich als Besucher in den größeren Städten auf den ÖPNV und auf Taxis beschränkt. Dennoch können Sie ein Auto mieten: Am Flughafen stehen Ihnen mehrere Möglichkeiten zur Auswahl. Eine Besonderheit, der man in Israel Rechnung tragen muss, ist der Sabbat. Von Freitagnachmittag bis Samstagabend ist der gesamte ÖPNV lahmgelegt. Diese Tradition ist vor allem ein Zugeständnis an die ultraorthodoxe Gemeinde. Seit 2020 gibt es in Tel Aviv Buslinien, die auch am Sabbat verkehren; die Fahrtrouten sind jedoch begrenzt. Wer am Sabbat reisen möchte, muss auf Taxis zurückgreifen. Beachten Sie, dass die Kosten am Sabbat höher sind als an gewöhnlichen Wochentagen.

Was muss man bei der Ein- und Ausreise beachten?

Ist es sicher, nach Israel zu fliegen? Diese Frage lässt sich eindeutig bejahen, denn kein anderes Land hat derart strenge Sicherheitskontrollen. Über den Flughafen Ben Gurion kreisen im Netz zahlreiche Legenden. Tatsächlich ist die Security hier sehr strikt, und Passagiere werden einer rigiden Sicherheitskontrolle unterzogen. Bereits im Umfeld des Flughafens werden Fahrzeugkontrollen durchgeführt. Eigentlich kein Wunder, wenn man bedenkt, dass noch in den Siebziger- und Achtzigerjahren israelische Flugzeuge entführt wurden. Touristen werden bereits bei der Einreise befragt. Die Fragen folgen einem bestimmten Schema und sind für alle Reisenden gleich. Es besteht kein Grund zur Panik, auch sollte man sich nicht angegriffen fühlen. Wer Bekannte in Israel besucht, sollte deren Namen, Adresse und Telefonnummer angeben, ansonsten tut es die Hotelreservierung. Bei der Einreise erhalten Sie ein Kärtchen, das Sie bei der Ausreise wieder vorzeigen müssen. Am Tag der Ausreise sollten Sie drei Stunden vor dem Abflug am Flughafen sein. Bei der Ausreise werden nämlich alle Passagiere besonders gründlich befragt. Wer in seinem Reisepass Stempel islamisch geprägter Länder hat, muss mit einer sehr detaillierten Sicherheitsbefragung rechnen. Das gilt vor allem dann, wenn sich anhand der Stempel feststellen lässt, dass Sie mehrmals in islamische Länder gereist sind. Nicht nur deswegen ist der Flughafen Ben Gurion der wohl weltweit sicherste Flughafen. Das Sicherheitspersonal ist überaus freundlich und tut sein Bestes, damit sich Besucher wohl und auch willkommen fühlen. Mehr Inforamtionen zur Einreise nach Israel finden Sie hier.

Wie hoch ist die Kriminalitätsrate in Israel?

Die Kriminalitätsrate in Israel ist niedrig und unterscheidet sich im Ganzen nicht von derjenigen in Europa. Das Risiko, Opfer eines Taschendiebstahls zu werden, ist in touristischen Gebieten am höchsten. Vermeiden Sie, wenn möglich, größere Menschenansammlungen und bewahren Sie Geld, Dokumente und Wertgegenstände sicher auf. Schmuck und teure Uhren bleiben am besten im Hotelsafe. Wenn Sie abends in Tel Aviv oder einer anderen Großstadt essen gehen, können Sie sich natürlich auch schick kleiden und Ihren Schmuck tragen. Wie überall sollte man sich bei einem Urlaub in Israel auf seinen gesunden Menschenverstand verlassen, denn auch hier gibt es gefährliche Gegenden. Dazu gehört der Stadtteil um den zentralen Busbahnhof von Tel Aviv mit den Vierteln Neve Shanaan und Levinsky Park. Wer mit der Bahn vom Flughafen nach Tel Aviv reist, sollte den zentralen Busbahnhof meiden und lieber ein paar Haltestellen weiter aussteigen. Auch sind Hotels in Neve Shanaan und Levinsky Park keinesfalls zu empfehlen.

Welche Vorschriften muss man bei einem Urlaub in Israel beachten?

Israel

Nicht alle Israelis sind streng gläubig. Vor allem in den Großstädten herrscht ein säkulares Klima, wie es auch in Europa üblich ist. Dennoch spielt die Religion eine weitaus größere Rolle als in Deutschland. Dies gilt vor allem für Städte wie Jerusalem, Bethlehem oder Nazareth. Die Klagemauer und der Garten Gethsemane in Jerusalem sind heilige Stätten, ebenso wie der Felsendom und der Tempelberg, auf dem einst der prächtigste jüdische Tempel stand. Wer die Heiligtümer besuchen möchte, sollte passend gekleidet sein. Der Tempelberg wird streng bewacht. Nicht-muslimische Gebete sind auf dem gesamten Gelände streng untersagt, und Nicht-Muslime dürfen den Felsendom nicht betreten. Aufgrund der unsicheren Lage können sich die Bedingungen jederzeit ändern. Wird Ihnen der Zugang durch das israelische Militär verweigert, müssen Sie sich an die Vorschriften halten. Die Klagemauer ist rund um die Uhr geöffnet und kann problemlos besucht werden. Denken Sie auch hier an sittsame Kleidung. Diese Regeln gelten ebenso für die Kirche der Nationen am Fuße des Ölbergs. Außerdem gibt es ganze Stadtteile, in denen sittsame Kleidung ein Muss ist: Im Jerusalemer Viertel Mea Shearim weisen sogar spezielle Schilder darauf hin. Hier leben orthodoxe Juden, die sich streng an die Tradition ihrer Vorfahren halten. Mittlerweile ist Mea Shearim zu einem Touristenmagneten geworden, da die jüdisch-orthodoxe Lebensweise viele Besucher fasziniert. Frauen und Mädchen werden dazu angehalten, einen langen Rock sowie ein Oberteil mit langen Ärmeln zu tragen, außerdem ist eine Kopfbedeckung erwünscht. Männer und Jungen sollten auf Shorts verzichten, in einigen Fällen müssen sie eine Kippa tragen. Wer das Viertel während des Sabbats besucht, sollte das Rauchen, Telefonieren, Autofahren und Fotografieren unterlassen.

Sind Deutsche in Israel willkommen?

Israel ist ein beliebtes Reiseziel und heißt jährlich 3,6 Millionen Touristen aus aller Welt willkommen. Vor allem Nordamerikaner und Europäer zieht es hierher, darunter sind viele Menschen jüdischen und christlichen Glaubens. Kurzum, in Israel ist man es gewohnt, Menschen aus anderen Ländern um sich zu haben. In Israel werden zudem auch mehrere Sprachen gesprochen: Hebräisch, Englisch und Jiddisch, das dem Deutschen recht ähnlich ist. Wenn Sie Englisch sprechen, kommen Sie auf jeden Fall gut zurecht. Die meisten Israelis begrüßen Deutsche mit offenen Armen, denn sie gelten als pünktlich und zuverlässig – Sekundärtugenden, auf die man auch im Gelobten Land Wert legt. Israelis reisen selbst sehr gern und besuchen oft Länder in Nordamerika und Europa, darunter auch Deutschland. Die Chancen, auf deutschsprachige Israelis zu treffen, stehen ziemlich gut. Vor allem Akademiker absolvieren oft ein Praktikum oder ein Studienjahr an einer deutschen Universität. ​Ist ein Israel Urlaub sicher? Die Antwort auf diese Frage lautet ganz klar ja!

ZU DEN ISRAEL ANGEBOTEN