Die Luft schmeckt salzig. Der Wind streift über die Rapsfelder. Ein Schaf blökt in der Ferne. Nordische Impressionen auf der Insel Föhr.

Zwischen Amrum und Sylt liegt die „grüne Insel“: Föhr. Familien verbringen gerne die Ferien auf der nordfriesischen Insel im Wattenmeer. Im Schutze der beiden Nachbarinseln gedeihen hier die saftigen Marschwiesen und Kräutergärten besonders gut.

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Die „steife Brise“ weht auf Föhr jedoch auch. Eingemummt in den berühmten Friesennerz trotzen die Urlauber dem Wind auf ihren Fahrrädern. In der ebenen Landschaft tritt es sich relativ leicht und so kann man auf 144 Kilometer Radwegen die ganze Insel erkunden:
Mitten in einem Feld steht eine zerzauste Vogelscheuche in flatternden Kleidern und grüßt herüber. Auf der Weidefläche vor einem Bauernhof grasen friedlich die Kühe. Fast bis zum Boden reicht das Reetdach und scheint wie ein dicker Pelz den Hof warm zu halten. Auf Föhr stehen die meisten dieser typisch friesischen Reetdachhöfe.

Die Gummistiefel auf den Pedalen, geht es in zügigem Tempo an einer Windmühle vorbei. Gemächlich aber kraftvoll drehen sich ihre Flügel und schaufeln die frische Luft förmlich auf die andere Seite. Fünf Windmühlen stehen auf Föhr – zwei in der einzigen Stadt Föhrs, der Hafenstadt Wyk. Drei weitere sind über die Insel verteilt.

Ein Stück weiter, bei Borgsum steht die Lembecksburg. Von ihr ist heute nur noch ein Ringwall übrig. Mit seinen zehn Metern Höhe beherrscht er die Landschaft. Er ist zugleich Zeuge vergangener kriegerischer Zeiten: Heute glaubt man, dass sich in den Burgen die Friesen vor den Beutezügen der Wikinger geschützt haben. Jene Seefahrer plünderten im Mittelalter viele Inseln im Norden Europas.

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