Wenn die Partyurlauber vormittags ins Bett gehen, verpassen sie die zweite schöne Seite der Baleareninsel: die grandiose Architektur und Kultur der Hauptstadt Eivissa.

Wer die Dalt Vila, die Altstadt von Eivissa, betritt, steht in einem mächtigen Stadttor, dem Portal de ses Taules. Eine Zugbrücke und mehrere Rundbögen verbinden hier das alte Fischerviertel mit der von Wehrmauern befestigten so genannten „Oberstadt“. Das Gassenlabyrinth ist typisch orientalisch – 300 Jahre herrschten die Araber in der Stadt und haben sie mitgestaltet.

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Beim Flanieren durch die steilen Pflasterstraßen eröffnen sich dem Urlauber immer wieder fantastische Ausblicke auf das Meer. Von der Plaça d’Espanya aus zum Beispiel sieht man die vorgelagerten Inseln und den Leuchtturm Faro de Botafoc. Wer im Gassengewirr von Dalt Vila immer bergauf läuft, wird bald die gotisch-barocke Kathedrale Santa María de als Nieves erreichen. Vom Platz vor der Kirche schaut man über die Stadt, den Hafen und das Umland.

Das beste Salz des Mittelmeers

Im Inneren der Insel, abseits der Partystädte Eivissa und Sant Antoni, stehen, zwischen Feigenbäumen und Dattelpalmen, viele weiße Wehrkirchen in der hügligen Landschaft. Als Gotteshaus und Zufluchtsort gewährten sie den Inselbewohnern in der Vergangenheit bei Angriffen Schutz.
Oft bilden die Kirchen heute das Zentrum der ibizenkischen Dörfer, auch in Sant Jordi, wo jede Woche samstags ab acht Uhr ein lebhafter Markt stattfindet, den auch Touristen schätzen. Die Händler bieten hier alte Bücher, Schmuck und Klamotten an. Das Dorf liegt vier Kilometer südwestlich von Ibiza-Stadt und ganz in der Nähe der Salinen.

In dieser riesigen Salzseen-Landschaft im Süden Ibizas finden Wandervögel Nistplätze und seltene Pflanzen Lebensraum. Schon seit Jahrhunderten und noch immer wird in dem Naturschutzgebiet Salz – angeblich das beste des Mittelmeerraums – gewonnen.

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