Vor noch 40 Jahren war Hurghada nur ein Fischerdorf. Heute starten hier Boote mit Glasböden zu den grandiosesten Korallenriffen des Roten Meeres.

Ein „Geschenk des Nils“ nannte der Geschichtsschreiber Herodot das Land der Pharaonengräber, das entlang des größten afrikanischen Flusses grünt wie kaum ein anderes auf dem Kontinent. Allerdings gelangte Herodot wohl nicht weit genug nach Südosten, um zu erkennen, dass auch das Rote Meer unermessliche zeitlose Schätze für Ägypten und seine Besucher bereit hält: kristallklares Wasser zum Beispiel, farbenprächtige Korallenriffe oder auch schauerlich-schöne Wracks, die heute südlich des Suez-Kanals liegen.

Es ist nicht lange her, da hatten die Einwohner Hurghadas von diesen Schätzen nicht viel. Ihr Heimatort, den sie nur al-Ghurdaga nannten, war nicht mehr als ein Fischerdorf. Die Menschen lebten von dem, was das Meer zum Essen hergab.
Im Glasboot zum Hochseeangeln

Heute jedoch liegt bei Hurghada der Flughafen mit der längsten Landebahn Ägyptens, hier stehen die faszinierendsten Hotels des Landes, und die Reichtümer des Roten Meeres sind Anziehungspunkte für Millionen Touristen aus aller Welt: Hurghada hat sich zu einem Paradies für Windsurfer und Segler entwickelt. Auch Hochseeangler starten hier, und Safaris in die Wüste des Hinterlandes nehmen in Hurghada ihren Anfang.

Vor allem aber ist die Stadt Ausgangsbasis für spektakuläre Tauchtouren. Dank der exponierten Lage Hurghadas gelangen Taucher und Schnorchler binnen 20 Minuten zu unzähligen Inseln, vor deren Ufern faszinierende Riffe gewachsen sind: Hier schwimmen Glasbeilbauchfische in Schwärmen zwischen Korallen.

Geschenke unter dem Meeresspiegel

Auch größere Hochsee-Tiere patroullieren im warmen Wasser entlang der Inseln. Und mittendrin schwimmen oder fahren stets die Touristen, die die Unterwassergärten auch bequem in Glasbodenbooten erkunden können. Dabei wurde Hurghada selbst zwar auf dem Reisbrett entworfen. Aber das macht Ausflüge in die Stadt nicht minder lohnenswert: Hurghadas einstiger Dorfkern ist lebendig, der Basar lädt zum Kauf orientalischer Schätze ein. Und für Reisende, die ganz gerne einmal an Land bleiben, ist das Aquarium der Stadt ganztags geöffnet: Mit seiner riesigen Sammlung an Flora und Fauna ermöglicht es Urlaubern, dieGeschenke des Roten Meeres zu erkunden, ohne dabei selbst abzutauchen.

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