Reiseführer sind sich einig: Wer in Hamburg feuchtfröhlich zwischen Tanzflächen und Rotlichtbühnen feiern möchte, geht auf den Kiez. Die Mehrheit steuert auf direktem Wege die Reeperbahn, den Spielbudenplatz, den Hamburger Berg oder Hans-Albers-Platz an. Bis auf wenige Ausnahmen umschiffen wir die Massenanlaufplätze und picken uns einige Perlen im angrenzenden Umfeld heraus.

Übel und gefährlich – Der Bunker

Es heißt, die Stadt Hamburg habe in früheren Jahren überlegt, das Gebäude des Bunkers wegzusprengen. Zu groß und zu klobig ragt es in das akkurate Städtebild hinein. Dabei wäre allerdings so viel Sprengstoff notwendig gewesen, dass das Umfeld gleich mit verschwunden wäre. Die Idee wurde schnell wieder verworfen. Zum Glück, denken wir. Denn wo sonst hätte man die unzähligen Club- und Konzertnächte mit einbetoniertem Charme verbracht und sich an der wunderschönen Aussicht vom Dach des Bunkers bei Sonnenaufgang erfreut. Das Übel und Gefährlich ist mittlerweile weniger Geheimtipp, sondern Pflichtprogramm eines jeden Hamburgbesuchs.

Diskothek Übel und Gefährlich in Hamburg - Tanzfläche mit Lichtshow

 

Hasenschaukel – Live-Musik in Pink

Dank einer erfolgreichen Crowdfunding-Aktion meldet sich die Hasenschaukel seit dem 1. September 2014 mit seinem unübersehbaren Farbkonzept in Pink zurück. Die vertretene Philosophie unterstützt den Mut zur Alternativität und bietet jungen, unbekannten Bands eine Bühne. Der Eintritt ist meist kostenlos.

Golem – Das eigenwillige Tanz-Etablissement

Zunächst als gediegene Bohéme-Bar erkennbar, lässt sich im Golem bei Live-Musik oder Literatur-Lesungen die Getränkekultur zelebrieren – vom feinsten Champagner bis zum ehrlichen Leitungswasser. Schwingt jedoch das Bücherregal an der Wand zur Seite, eröffnen sich dem Besucher geheimnisvolle Tanzmöglichkeiten in Richtung Keller.

 

Golden Pudel Salon – Clublaube mit Hafenblick

Seit gut 20 Jahren beherbergen die Graffiti-besprayten heiligen Hallen des kleinen Pudel- Häusschens mit Vorgarten internationale Undergroundgrößen der elektronischen Musik. Das Herzensprojekt von Rocko Schamoni und Schorsch Kamerun verwandelte sich zum Clubklassiker der Hamburger Hafenlandschaft fernab des Mainstreams.

 

Good Old Days – Im Stil der Roaring Twenties

Die frühere Nouar Bar wurde umfunktioniert und in die Prohibitionszeit zurückversetzt. Die 20er Jahre, Live-Jazz und Burlesque werden hier zwischen Ledersesseln und gedämmtem Licht wiederbelebt und gefeiert. Abwechslung bietet der Keller des Hauses, in dem zu elektronischer Musik getanzt wird.

Diskothek Hamburg Mischpult DJ

 

Baalsaal

Das internationale Booking und erstklassige Soundqualität machen einen Besuch des Baalsaals lohnenswert. Der kleine Kellerraum umfasst gerade mal 200 Besucher und deckt programmtechnisch jede Facette des elektronischen Musikgenres ab.

 

Nochtwache im Nochtspeicher

Gut versteckt zwischen Glas und Betonbauten hat man einige Mühe, die Nochtwache im Keller eines Hinterhofgebäudes ausfindig zu machen. Obwohl erst kürzlich eröffnet, wurde der Club erneut umgebaut und an der Soundqualität geschraubt. Namhafte DJ’s der Elektroszene ergänzen das vielfältige Programm des darüberliegenden Nochtspeicher Kulturzentrums.

Nach Club in Hamburg - Betrunkenes paar auf der Straße liegend auf der Reeperbahn

 

Noho – Über den Dächern der Reeperbahn

Wer es doch lieber ein bisschen mehr Mainstream mag und die Sneaker abends gern gegen ein glamouröseres Outfit eintauscht, wird sich im Noho wie zu Hause fühlen. Über zwei Etagen wird hier unter der größten Diskokugel der Stadt und unzähligen LED-Lichtern zu Rn’B, Hip Hop und Mainstream getanzt.

Artikel: Silvia

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