Unbändige Lebensfreude, historische Städte und berauschende Naturschönheiten: Eine Reise ins Land des Sambas bleibt unvergesslich.

„Rio ist das absolute Highlight.“ Wenn Petra von Brasilien erzählt, glühen ihre dunklen Augen.Vor zwei Jahren reiste die Grundschullehrerin mit Freunden drei Wochen durch das südamerikanische Land und sog alles mit Begeisterung auf, was ihr dort begegnete: unbändige Lebensfreude in pulsierenden Städten und überwältigende Naturschauspiele. „Die Berge, der Zuckerhut, die einmalige Lage am Meer…“ Petra hat noch alle Bilder im Kopf.

Mehr als sechs Millionen Menschen leben in Rio de Janeiro. Vom 395 m hohen Zuckerhut oder auch von der Spitze des Corcovado wirkt das Panorama der Bucht von Guanabara einfach atemberaubend. In den sattgrünen Tälern und bis hin zum Meer drängen sich die Hochhäuser aneinander und zeugen von der Größe der modernen Metropole. Erhaben schwebt die Seilbahn vom weltberühmten Wahrzeichen wieder hinab in die Stadt, deren Einwohner, die Carioca, am liebsten feiern und tanzen. In den Kneipen fließt eisgekühltes Bier vom Fass, und als Erfrischungsgetränk wird Caipirinha gereicht. Hier leben auch die Kontraste: Im quirligen Stadtteil Copacabana bieten die Händler Kunsthandwerk feil, in Ipanema glänzen die Schaufenster exklusiver Boutiquen in der Sonne. Vereint sind die Bewohner mindestens zweimal im Jahr: zum farbenfrohen Karneval beim Umzug der Sambaschulen und zum Neujahrsfest am Strand, zu dem sich alle Carioca in weiß kleiden.

Doch gefeiert wird überall, und einen Anlass für ein Volksfest im Land der Fußballweltmeister und Confederations-Cup- Sieger gibt es immer. Die Brasilianer sind einfach fröhlich – und besonders gastfreundlich. Für Fremde nehmen sie sich Zeit, erklären gerne den Weg und fragen interessiert nach der Herkunft. „Wir sind oft eingeladen worden“, berichtet Petra von ihrer Reise.

Vielleicht hat das mit der Geschichte Brasiliens zu tun. Bis zum Jahr 1500, als das erste portugiesische Schiff anlegte, bevölkerten Indianer das Land. Die Eroberer brachten Sklaven aus Afrika, und später kamen Einwanderer aus Italien, Spanien, Deutschland, Polen, Japan, Korea und China. Heute lebt im fünftgrößten Land der Erde ein buntes Volk von 170 Millionen Einwohnern.

Zuckerhut Rio de Janeiro

Kulturerbe und Traumstrände

Erste Hauptstadt Brasiliens war Salvador da Bahia an der Ostküste. 600 restaurierte, teils barocke Gebäude schmücken das traumhafte Viertel Pelourinho, Weltkulturerbe der Unesco. Die gepflasterten Gassen mit ihren pastellfarbenen Häusern laden zum Bummeln ein, und wer einen Blick in die Kirche São Francisco wirft, staunt über prunkvoll vergoldete Schnitzereien. Salvador hat aber auch Badespaß zu bieten. An den weißen, palmengesäumten Stränden der Umgebung lockt glasklares Wasser. Dazu frische Kokosnussmilch, und der Tag wird perfekt.
Abenteurer zieht es ins Amazonasgebiet, die kaum erschlossene Heimat der Indianer. Viele kleine Flüsse bahnen sich hier in Kurven durch den Regenwald und bieten mehr als 1,5 Millionen Tier- und Pflanzenarten einen feuchtheißen Lebensraum.

Von Manaus, am Zusammenfluss von Rio Negro und Solimões, kommt man mit dem Boot durch unberührte Wildnis bis zum Nationalpark Jaú. Apropos Wasser: 3.000 Kilometer weiter im Süden, an der Grenze zu Argentinien und Paraguay, zieht ein gewaltiges Naturschauspiel die Menschen in seinen Bann: die Foz do Iguaçu. In einem Halbkreis der Hochebene tosen 272 Wasserfälle, und wer sich ihnen im Tal auf der Aussichtsplattform nähert, spürt den feinen Sprühnebel im Gesicht.

Petra hat alles gesehen – die Wasserfälle, den Amazonas und Salvador. Trotzdem möchte sie noch einmal nach Brasilien fliegen, andere Naturschönheiten und Städte besichtigen, dieses Lebensgefühl wieder spüren und mit vielen neuen Bildern im Kopf nach Hause zurückkehren.

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