Auf dem Sagenweg in der Südpfalz begleiten Sie Fabelwesen und Geistergeschichten auf Schritt und Tritt.

Verwunschene Burgfräulein, spukende Geister, Hexenpilze und Elwetritsche: Diese Dinge gehören zu der sagenumwobenen Wanderregion Südwestpfalz. Insbesondere der Sagenweg ist einen Besuch wert. Berühmt, berüchtigt für seine überhängenden Felsen, schaurigen Geschichten und wundersamen Tiere, zieht er all seine Besucher in den Bann.
Die fabelhafte Reise beginnt in Dahn, am Fels Jungfernsprung. Der Legende nach soll sich dort eine junge Maid, auf der Flucht vor ihrem aufdringlichen Jägersburschen, hinabgestürzt haben. Aber wie durch ein Wunder sei sie unversehrt davongekommen.

Auch die Burg-Ruine Drachenfels hat eine gruselige Vergangenheit: Der Raubritter Franz von Sickingen verbreitete dort Angst und Schrecken und war einst im ganzen Land gefürchtet. Heutzutage bietet die Ruine den schönsten Blick über die gesamte Sagen-Region. Wälder, Hügel, Burgruinen und das Dorf Busenberg sind eine märchenhafte Kulisse für ein Erinnerungsfoto.

Ein mulmiges Gefühl in der Magengrube stellt sich auf Burg Berwartstein ein: Die einst königliche Felsenburg brannte 1591 ab und in ihrer Angst soll das Burgfräulein den Sprung in die Tiefe als einzigen Ausweg gesehen haben. Seither verflucht, erschreckt die Verwunschene heute noch ihre Besucher, sagt der Volksmund. Kleine und große Entdecker können sich in der Ruine herrlich gruseln, denn dort finden sie alte Schwerter, Turnierlanzen und sogar eine ein mittelalterliches Folterinstrument – die Streckbank.

Vom ersten Schrecken erholt, geht der Spuk für Sagen-Wanderer weiter. Denn auf dem Weg zur Burg Fleckenstein wartet der Felsen Hexenpilz, der aussieht wie sein essbarer Namensgeber, nur sehr viel größer. Eine Gänsehaut bekommt man auch, wenn man vor dem Nachbarfelsen steht. Dort treffen sich der Teufel und seine Anhänger angeblich nachts, um am Teufelstisch ihr Abendbrot einzunehmen. In der Dunkelheit sollte man den Wald also besser meiden.

Vor Burg Fleckenstein angekommen, findet man einen sagenumwobenen Brunnen. Der damalige Burggraf soll die Geliebte seines Sohnes, eine Zigeunerin, unter einem Vorwand zum Brunnen gelockt und Sie hineingeworfen haben. Der Sohn sprang hintendrein und so spukt die arme Frau, so heißt es, für alle Zeit dort weiter.

Wem das Glück zu Teil wird, der erhascht einen Blick auf den „Pfälzer Fabelvogel“. Das Raufußhuhn Elwetritsch lebt bereits seit Jahrhunderten in dem verwunschenen Wald und gehört zur Pfalz, wie der Wolpertinger zu Bayern.

Unser Tipp: Nehmen Sie sich für den Sagenweg zwei bis drei Tage Zeit. So können Sie alle Eindrücke mitnehmen und nach Herzenslust durch die Sagen-Welt der Pfalz wandeln. Falls Sie von den vielen Fabeln ein wenig Erholung benötigen, haben Sie die Möglichkeit in mittelalterlichen Schenken Rast zu machen. Wer seine Muskeln noch mehr beanspruchen möchte, der findet in dem 43 Meter hohen Hochstein ein Kletterparadies. Der von Kiefern bewachsene Felsen kann schon mal die eine oder andere Tücke aufweisen, durch die die Tour garantiert zu einem Abenteuer wird.

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