Coronavirus / Covid-19: Aktuelle Hinweise für Reisende

Derzeit herrschen keine Einreisebeschränkungen für deutsche Staatsbürger an Flughäfen auf dem portugiesischen Festland. (für Madeira und Azoren s.u.). Eine Einreise über Land-und Seegrenzen ist nur möglich, wenn ein Wohnsitz in Portugal nachgewiesen werden kann. Eine grundsätzliche 14-tägige Quarantäne bei Einreise auf dem Luft- oder Landweg gibt es bisher nicht (außer Madeira und Azoren).

In Portugal wurde am 19. März 2020 der nationale Ausnahmezustand für das gesamte Land zunächst bis zum 2. April 2020 ausgerufen. Die Bewegung im öffentlichen Raum ist nur noch für den Erwerb von Lebensmitteln, pharmazeutischen Produkten, den Angeboten der Tankstellen und Produkten zur Sicherung von Grundbedürfnissen, Arzt- und Krankenhausbesuchen, zur Arbeitsstätte und zur Rückkehr an den Ort des gewöhnlichen Aufenthalts, zur Unterstützung von Senioren, Minderjährigen, Abhängigen, Behinderten und besonders gefährdeten Personen, zu Banken, aus Gründen höherer Gewalt oder einer Notwendigkeit ähnlicher Natur erlaubt.

Das portugiesische Gesundheitsministerium rät, Bewegungen im Land auf das Nötigste zu beschränken und möglichst auf soziale Kontakte zu verzichten.

Bildungs-, Kultur- und sämtliche Freizeit- und Sporteinrichtungen wurden in ganz Portugal bis auf Weiteres bis zum 9. April 2020 geschlossen. Viele (meist kleine) Geschäfte und Restaurants ebenso. Davon ausgeschlossen sind Lebensmittelgeschäfte und Apotheken. Gastronomiebetriebe sind verpflichtet, um 21 Uhr zu schließen und bieten nur noch einen Take-away-Service. Der Konsum von Alkohol auf den Straßen ist verboten worden.

Für Hotelbetriebe ist mit Einschränkungen zu rechnen.

Die touristische Nutzung von Campingplätzen ist am 20. März untersagt worden. Campingplatzbetreiber sind angehalten eine geregelte Schließung der Campingplätze bis spätestens 27. März 2020 zu organisieren.

Gesundheitsmaßnahmen nach einem Notfallplan reichen von Gesundheitskontrollen mit Temperaturmessungen bis zu häuslicher Quarantäne. Portugiesische Gesundheitseinrichtungen werden durch COVID-19 stark in Anspruch genommen, so dass bei der medizinischen Versorgung außerhalb von Notfällen mit Einschränkungen gerechnet werden muss.

Das Angebot an öffentlichen Verkehrsmitteln im innerportugiesischen Verkehr (Schienen- Straßenverkehr) ist teilweise betroffen und eingeschränkt worden. Öffentliche Verkehrsmittel fahren regelmäßig, der Verkauf von Fahrkarten ist meist nur noch an Automaten möglich und die Passagieranzahl je Verkehrsmittel wurde beschränkt.

Flughäfen:

Für alle portugiesischen Flughäfen gelten strikte Zugangsregelungen, sie wurden nicht geschlossen. So dürfen nur Passagiere mit gültigem Ticket oder gültiger Bordkarte für tatsächlich operierende Flüge die Flughäfen betreten. Informationen zum Umbuchen, zu stornierten Flügen und allen Maßnahmen der portugiesischen Flughäfen finden Sie hier.

Alle touristischen Flugverbindungen nach Italien, Spanien und der Tschechischen Republik sowie alle internationalen Flüge außerhalb der Europäischen Union und von außerhalb der Europäischen Union zu jedem nationalen Flughafen werden ausgesetzt, mit Ausnahme von Nicht-EU-Ländern mit einer starken Präsenz portugiesischer Gemeinschaften wie Kanada, den Vereinigten Staaten und Südafrika sowie portugiesisch sprachigen Ländern (mit Ausnahme von Cabo Verde und Guinea-Bissau). Nach Brasilien sind die Strecken Lissabon-Rio de Janeiro und Lissabon-Sao Paulo eingeschränkt und alle Strecken zu anderen Zielen in Brasilien ausgesetzt.

TAP Portugal hat seinen Flugverkehr nach Deutschland bis auf Weiteres eingestellt.

Ryanair stellte seinen Flugverkehr am 25. März 2020 weitestgehend ein.

Auch Lufthansa hat Flüge gestrichen. Von den Flugstreichungen ist auch die Tochtergesellschaft Eurowings betroffen. Derzeit bietet Lufthansa noch einen täglichen Flug von Lissabon nach Frankfurt an.

Darüber hinaus können jederzeit weitere Flüge geändert oder annulliert werden.

Grenze zu Spanien:

Die Grenzübergangsstellen zwischen Portugal und Spanien wurden auf neun reduziert. Aktuell ist der Grenzübertritt für Tourismus- und Freizeitaktivitäten bis 15. April 2020 nicht gestattet. Diese Maßnahme gilt auch für Reisebusse und Zugverbindungen.

Der Grenzübergang zu Spanien sollte insbesondere für Deutsche mit Wohnsitz in Deutschland auf dem Transitweg geöffnet sein. Gegebenenfalls kommt es derzeit noch zu Verzögerungen in der Umsetzung. Bitte weisen Sie gegenüber dem Grenzbeamten den Wohnsitz in Deutschland durch den Pass oder Personalausweis nach. Geöffnete Grenzübergänge zu Spanien finden Sie auf der Seite der portugiesischen Grenzbehörden (https://www.sef.pt/en/Pages/homepage.aspx).

Häfen:

Portugiesische Häfen sind für Kreuzfahrtschiffe gesperrt. Auf dem Festland Portugals selbst kann zwar angelegt werden, aber als Tourist nicht an Land gegangen werden. Auch das Anlegen von Freizeitschiffen (z.B. Segelschiffe/Yachten) ist verboten worden. Erworbene Lizenzen oder sonstige Erlaubnisse zur Nutzung der Anlegestellen verlieren ihre Gültigkeit.

In Ausnahmefällen, und unter vorheriger Rücksprache mit den Gesundheitsbehörden, kann ein Anlegen zum Austausch von Besatzungsmitgliedern oder zum Zweck der Rückkehr in das Herkunftsland genehmigt werden. Anträge müssen auf der elektronischen Plattform für die Anlegestellen (JUP) eingereicht werden. Bei Notfällen melden Sie sich bitte unter folgender Nummer: (+351) 265 531 701.

Azoren und Madeira:

Besonders die Autonome Regionen Madeira und die Azoren haben weitreichendere Maßnahmen ergriffen. Bei Ankunft auf Madeira und auf den Azoren werden bei Ankunft Temperaturmessungen und Umfragen an Bord der Flugzeuge durchgeführt. Bei Anzeichen von Symptomen werden Fluggäste einer medizinischen Untersuchung unterzogen.

Die Regierung der Autonomen Region der Azoren hat beschlossen, die Flugverbindungen der SATA-Gruppe zwischen allen Inseln der Region und allen Flugverbindungen außerhalb der Region vom 18. März bis zum 30. April einzustellen. Bis zum 4. Mai fliegt TAP Portugal zweimal die Wochen nach Ponta Delgada und einmal die Woche von Lissabon nach Terceira. Bei der Einreise mit dem Flugzeug auf die Azoren, nicht jedoch bei Flügen innerhalb der Inseln, ist seit 14. März 2020 eine 14- tägige obligatorische Quarantäne für alle bis zum 30. April 2020 von außerhalb der Autonomen Region ankommenden Fluggäste eingeführt, auch wenn diese keine Krankheitssymptome aufweisen.

Die Regionalregierung der Autonomen Region Madeira hat seit dem 15. März 2020 eine 14-tägige obligatorische Quarantäne für alle ankommenden Fluggäste eingeführt, unabhängig von der geplanten Aufenthaltsdauer, auch wenn diese keine Krankheitssymptome aufweisen. Einreisende, ohne Symptome, werden in einer von der Regionalregierung bestimmten Unterkunft in Quarantäne gebracht. Bis zum 4.Mai 2020 fliegt TAP Portugal einmal die Woche von Lissabon nach Funchal.

Seit dem 25. März muss vor Einreisen in und Ausreisen aus der Region Madeira eine Genehmigung der zuständigen Gesundheitsbehörde eingeholt werden.

Vor der Einreise auf die Azoren muss ebenso eine Genehmigung der zuständigen Gesundheitsbehörde eingeholt werden.

Ausländischen Staatsbürgern ist die Ausreise zum Zwecke der Heimreise ohne Genehmigung möglich.

Das Nichtbefolgen dieser Quarantäneauflagen wird sowohl auf Madeira als auch auf den Azoren unter Strafe gestellt.

  • Überprüfen Sie Ihre Reisepläne und verschieben Sie nicht erforderliche Reisen.
  • Erkundigen Sie sich über mögliche Änderungen im Reiseplan bei Ihrem Reiseveranstalter oder Ihrer Fluggesellschaft.
  • Informieren Sie sich zu den aktuellen Maßnahmen in Portugal beim portugiesischen Gesundheitsministerium sowie der jeweiligen Autonomen Regionen Madeira und Azoren und folgen Sie den Anweisungen und Empfehlungen der Behörden.
  • Sofern Sie Krankheitssymptome haben, die auf eine Covid-19-Erkrankung hindeuten, wenden Sie sich auf dem Festland Portugal telefonisch an die folgende Hotline des Nationalen Gesundheitsdienstes: 808 24 24 24 (5 für englisch). Auf den Azoren lautet die Hotline:  808 24 60 24. Auf Madeira: 800242420.
  • Bitte beachten Sie die Hinweise des Auswärtigen Amts für Portugal.
  • Bitte beachten Sie das fortlaufend aktualisierte Merkblatt des Auswärtigen Amtes zu COVID-19 /Coronavirus.

Einreise nach Portugal auf einen Blick

Sie hier, welche Dokumente Sie für die Einreise nach Portugal benötigen, welche Impfungensinnvoll sind und wie Sie Sprachbarrieren überwinden. Portugal ist Mitglied der Zollunion der EU und berechtigt somit Fluggäste, Bahnreisende und Automobilisten dazu, sich frei im Land zu bewegen. Dennoch sollte die Einreise in Europas westlichstes Land spätestens wenige Wochen vor der Abreise geplant werden, um ärgerliche oder unangenehme Überraschungen zu vermeiden. Hier erfahren Sie, welche Einreisebestimmungen für Portugal (einschließlich Madeira und der Arzoren) gelten, auf welche Herausforderungen Sie sich einstellen und welche Vorkehrungen Sie bei der Planung für einen reibungslosen und erholsamen Aufenthalt in Portugal treffen sollten.

Welche Reisedokumente sind bei der Einreise nach Portugal erforderlich?

Als Mitgliedstaat des Schengener Abkommens dürfen sich alle Bürger der EU, der Schweiz und Liechtenstein ohne Visum in Portugal frei aufhalten und auch arbeiten. Obwohl bei der Überquerung einer internen Schengen-Grenze keine Kontrollen durchgeführt werden, ist es notwendig, gültige Papiere stets mit sich zu führen. Von EU-Staatsangehörigen sowie von Mitgliedern der Schengener Staaten wird bei der Einreise nach Portugal ein (vorläufiger) Reisepass oder ein (vorläufiger) gültiger Personalausweis mit biometrischem Passfoto akzeptiert. Der Reisepass darf seit höchstens einem Jahr abgelaufen sein. Reisen Sie mit Kindern oder Jugendlichen, müssen diese über eigene Ausweisdokumente verfügen. Das gilt auch für Babys. Von der Verwendung von als gestohlen oder verloren gemeldeter und danach wieder aufgefundener Reisedokumente wird abgeraten. Auch wenn die Anzeige bei der zuständigen Behörde bereits widerrufen wurde, können bei einer Ausweiskontrolle Probleme nicht ausgeschlossen werden. Beachten Sie darüber hinaus ebenfalls, dass der Führerschein nicht als Reisedokument anerkannt wird.

Bestimmungen für Nicht-EU-Bürger

Meer mit Häusern in Portugal

Grundsätzlich dürfen Staatsbürger aus allen Nationen nach Portugal einreisen. Nicht-EU- Bürger benötigen gegebenenfalls ein Schengenvisum für die Einreise. Dieses ist sechs Monate gültig und berechtigt den Inhaber zu einem Aufenthalt von 90 Tagen im jeweiligen Gastland. Nach diesem Zeitraum gilt eine Sperrfrist von 6 Monaten. Unterschieden wird zwischen einem Transit-, einem Durchreise- und einem Kurzaufenthaltsvisum sowie einem Visum für längerfristige Aufenthalte. Falls Sie ein Visum beantragen möchten, wenden Sie sich an das Auswärtige Amt in Portugal.

 

Was ist beim Mitführen von Haustieren zu beachten?

Laut EU-Bestimmungen müssen mitgeführte Haustiere (Hunde, Katzen, Frettchen) sich ebenfalls ausweisen können, und zwar mit einem EU-Heimtierpass, in dem u.a. die Tollwutimpfung bestätigt wird. Die Impfung muss mindestens 30 Tage vor Anreise vollzogen werden und darf nicht älter als 12 Monate sein. Erkundigen Sie sich beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft über einen Musterausweis. In Deutschland wird dieser durch dazu ermächtigte Tierärzte ausgestellt. Das amtsärztliche Gesundheitszeugnis lassen Sie sich am besten unmittelbar vor der Abreise ausstellen.
Seit 2004 benötigen reisende Haustiere außerdem einen Mikrochip. Als nationale Sonderregelung gilt in Portugal für Hunde die Leinen- und Maulkorbpflicht. Des Weiteren dürfen Hunde Sie weder in Restaurants noch in Supermärkte begleiten. Auch an einigen Stränden sind Hunde nicht gern gesehen, obwohl Portugiesen im Allgemeinen sehr tierlieb sind. In öffentlichen Verkehrsbussen sollten Sie Hunde oder Katzen in speziellen Taschen oder Boxen halten. In der Staatlichen Eisenbahn und auf Fähren dürfen Haustiere mitgenommen werden. Diese Sonderregelungen gelten sowohl für das Festland als auch für Madeira und die Azoren.

Vorkehrungen für den Krankheitsfall

Für Reisen auf die beiden Inselgruppen im Atlantik empfiehlt das Auswärtige Amt die Standardimpfungen (wie Tetanus und Diphtherie) zu überprüfen. Reisen Sie aus einem Gelbfiebergebiet auf die Inseln, wird zudem eine gültige Impfung gegen Gelbfieber für alle über 1-Jährigen gefordert. Auf Madeira ist das Dengue-Fieber anzutreffen, für Touristen gibt es allerdings keine Impfung. Stiche der tagaktiven Mücken, die das Dengue-Fieber übertragen, können zum Teil durch körperbedeckende, helle Kleidung und Insektenspray vermieden werden. Bei einem Unfall oder einer akuten Erkrankung besteht in Portugal für alle Patienten, die in Deutschland gesetzlich versichert sind, ein Anspruch auf Behandlung. Wenden Sie sich unter Vorlage Ihrer Europäischen Krankenversicherungskarte (EHIC) an einen Arzt, Zahnarzt oder ein Krankenhaus, die vom gesetzlichen Krankenversicherungsträger in Portugal zugelassen sind. Die Krankenversicherungskarte gehört nicht zwingend zu den Einreisebestimmungen für Portugal, schützt aber im Krankheitsfall vor unvorhergesehenen finanziellen Ausgaben. Darüber hinaus sollten Sie auch eine Auslands-Krankenversicherung abschließen, da manche Risiken nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden. Die medizinische Versorgung in Portugal ist zufriedenstellend, je nach Region sollten Sie sich aber auf längere Anfahrtszeiten zu einer ärztlichen Praxis oder zum Krankenhaus einstellen.

Rechtzeitig planen

Weltuhren am Flughafen

 

Prüfen Sie Ihre gesamten Reisedokumente rechtzeitig auf ihre Gültigkeit. In der Regel dauert die Ausstellungsdauer eines neuen Reisepasses ca. drei bis sechs Wochen. Da sich die Einreisebestimmungen für Portugal, wie für jedes andere Land auch, laufend ändern können, holen Sie besonders bei einer Reise mit Haustieren stets aktuelle Informationen beim Konsulat oder beim Veterinäramt ein. Für den Fall, dass Sie wichtige Dokumente verlieren, vergessen Sie nicht im Vorhinein Kopien davon zu machen und diese gesondert aufzubewahren. Flugreisen nach Portugal Einige Fluggesellschaften stellen strengere, von den staatlichen Anweisungen abweichende Anforderungen. Informieren Sie sich deshalb stets im Vorhinein bei Ihrer Airline über die erforderlichen Dokumente. Aus Deutschland starten täglich Direktflüge, die einen der größeren, im ganzen Land verteilten Flughäfen in Portugal, nämlich Lissabon, Porto oder Faro, ansteuern. Darüber hinaus bieten Charterfluggesellschaften häufig kostengünstigere Flüge nach Portugal. Bei diesen Angeboten müssen Passagiere aber häufig Zeitverzögerungen in Kauf nehmen, da es sich hier meist nicht um Direktflüge handelt.

Anreise über die Autobahn

Bei einer Anreise mit dem eigenen PKW, Motorrad oder Wohnmobil können Schengen- Bürger die Grenze Spaniens zu Portugal (A Raia genannt) ohne Personenkontrolle passieren. Dafür brauchen Sie neben gültigen Ausweispapieren keine weiteren länderspezifischen Dokumente zu beantragen. Der deutsche Führerschein wird in Portugal anerkannt. Für die Fahrt von Deutschland nach Portugal sollten Sie etwa zwei bis drei Tage einplanen. Wer einer mehrtägigen Anreise aus dem Weg gehen möchte, kann sich mit dem Autoreisezug von Paris nach Lissabon transportieren lassen. Die Mautgebühr auf der Autobahn kann bar oder mit Karte bezahlt werden. Was den Straßenverkehr anbelangt, sind die portugiesischen Verkehrsregeln generell mit denen aus Deutschland vergleichbar. Beachten Sie allerdings die vor Ortschaften, aber auch auf größeren Landstraßen aufgestellten Schilder mit der Aufschrift Velocidade Controlada. Überschreiten Sie in diesen Abschnitten das zulässige Tempo, schaltet die nächste Ampel auf Rot. Wundern Sie sich also nicht, wenn der Verkehrsfluss kurz vor diesen Streckenabschnitten zeitweilig abrupt unterbrochen wird.

 

Was ist bei der Ein- und Ausfuhr von Waren zu beachten?

Portugal Treppe an zum Meer

Die Ein- und Ausfuhr von Waren unterliegt den Bestimmungen der EU. So ist beispielsweise das Mitführen von Pfefferspray nur Inhabern des Waffenscheins der Kategorie E erlaubt. Stichprobenartige Kontrollen durch die Polizei sind möglich. Rechtsverbindliche Auskünfte über Einreisebestimmungen für Portugal bezüglich Einfuhr- und Ausfuhr von Waren erhalten Sie direkt bei der Botschaft Ihres Ziellandes. Waren für den persönlichen Gebrauch sind zollfrei. Wenn Sie ausschließlich Waren mit sich führen, die einfuhrabgabenfrei sind, keinen Verboten und Beschränkungen und keinen Formalitäten nach dem Außenwirtschaftsrecht unterliegen, können Sie den Zoll am Flughafen demnach durch den grünen Ausgang zügig passieren. Es kann aber vorkommen, dass sowohl am Flughafen als auch bei einer Verkehrskontrolle Ihr Gepäck untersucht wird. Bei Verstoß gegen die Vorschriften drohen Bußgelder und Strafen. Ein Verstoß liegt u.a. dann vor, wenn die Richtmengen für verbrauchssteuerpflichtige Waren wie Tabak, Alkohol oder Kaffee überschritten werden. Für Zigaretten liegt dieser Richtwert bei 800 Stück, bei Zigarillos bei 400 Stück und bei Zigarren bei 200. Spirituosen mit einem Alkoholgehalt von über 22% dürfen bis zu 10l eingeführt werden und Getränke mit einem Alkoholgehalt von unter 22% sogar 20l. Diese Mengen gelten selbstverständlich nur für legal erworbene Produkte. Bei eingeschmuggelten Produkten, die beispielsweise bei einem illegalen Händler am Strand gekauft wurden, handelt es sich um Steuerhehlerei. Dies kann strafrechtlich geahndet werden.

Sich sprachlich zurechtfinden

Den meisten Urlaubern dürfte bekannt sein, dass man in Portugal kein Spanisch spricht. Obwohl sowohl Portugiesisch als auch Spanisch zur romanischen Sprachfamilie gehören und die beiden Sprachen sich für Außenstehende ähnlich anhören mögen, handelt es sich um zwei unterschiedliche Sprachen. Ignorieren Sie diesen Unterschied, indem Sie versuchen auf Spanisch zu kommunizieren, laufen Sie Gefahr, den ein oder anderen Portugiesen zu verstimmen. Allerdings sprechen viele ältere Portugiesen Französisch, die jüngere Generation teilweise ein sehr gutes Englisch. Beherrschen Sie bereits bei Ihrer Ankunft in Portugal die wichtigsten Vokabeln zur Begrüßung und wenden einige portugiesische Höflichkeitsformeln an, treten Ihnen die Portugiesen, wie das auch überall sonst auf der Welt der Fall ist, offen und freundlich entgegen. So manch griesgrämig wirkendem Portugiesen zaubert dieses Interesse an seiner Sprache regelrecht ein breites Grinsen aufs Gesicht. Nutzen Sie diese Chance zum Austausch mit den Einheimischen. Die meisten Portugiesen wissen auch umständliche, mit Händen und Füßen getätigte Umschreibungen zu schätzen und darauf einzugehen. Reisen in der Hoch- bzw. Nebensaison Falls Sie es einrichten können, vermeiden Sie die Sommermonate Juli und August für einen Besuch in Portugal. Das ist zwar die am wenigsten verregnete Periode, allerdings auch die heißeste Zeit des Jahres. Natürlich zieht es zu diesen Monaten die meisten Touristen ins Land, besonders in die Großstädte. Wenn Sie Ihren Urlaub dagegen in die Nebensaison verlegen, profitieren Sie von vergünstigten Flügen und Unterkünften. Des Weiteren sind die Strände an den häufig noch sehr angenehmen Frühlings- oder Herbsttagen weniger überlaufen.

Tram in Lissabon

Letztendlich unterscheiden sich die Einreisebestimmungen für Portugal nicht wesentlich von denen der übrigen EU-Staaten. Wenn Sie also rechtzeitig die Gültigkeit der Reisedokumente aller Mitreisenden prüfen, an die erforderlichen Impfungen denken und den Portugiesen mit einigen Brocken ihrer Landessprache entgegentreten, steht einer gelungenen Reise in diesem als Urlaubsziel hoch im Kurs stehenden Land nichts im Weg. Genießen Sie die landschaftliche Vielfalt Portugals, sein interessantes kulturelles Erbe sowie nicht zuletzt die lokalen Gepflogenheiten der freundlichen Gastgeber.

PORTUGAL URLAUB BEI WEG.DE BUCHEN

Diese Artikel wurde zuletzt am 01.04.2020 aktualisiert.