Zwischen dem Ostbahnhof und der Oberbaumbrücke befindet sich der prominenteste Spot für Streetart in Berlin, die East Side Gallery. Sie ist die weltweit größte und längste Open-Air Galerie. Sie ist das Symbol der deutschen Wiedervereinigung und eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten Berlins

Die East Side Gallery entstand 1990 im Zuge des Mauerfalls und dokumentiert die Aufbruchstimmung jener Zeit. Auf einer Länge von 1,3 km haben 118 Künstler aus 21 Ländern die damalige Freude und Hoffnung auf ihre Weise künstlerisch interpretiert. Die Eastside Gallery zeigt eindrucksvoll wie  eine Mauer, welche in der damaligen Zeit für Trennung, Verlusts und Tod steht, mithilfe der Kunst  in ein Symbol der Hoffnung und Freiheit transformiert wird. Sie ist eine Art stille Revolution. Die Mauer steht heute unter Denkmalschutz.

Heute sieht man allerdings nur noch Repliken der damaligen Arbeiten. Aufgrund zunehmender Verwitterung musste 2009 die komplette Mauer saniert werden. In dessen Zuge wurden alle damaligen Künstler aufgerufen, ihre Bilder zu reproduzieren. Nicht alle Künstler kamen dem Aufruf nach. Deswegen gibt es heute auch einige unbemalte weiße Flächen. Also nicht wundern.

Der Bruderkuss von Dmitri Wladimirowitsch Wrubel ist wohl das bekannteste Gemälde der East Side Gallery. Es zeigt Leonid Breschnew und Erich Honecker. Es ist die reale Darstellung eines Fotos von 1979, was während des 30. Jahrestages der DDR entstand.

Die East Side Gallery ist zudem ein hervorragender Ausgangspunkt um die weiteren Streetart-Spots in Friedrichshain oder Kreuzberg zu besichtigen.   

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