Seit Juni 2014 ist Dänemark um zwei Naturdenkmäler reicher: Die prächtige Steilküste von Stevns Klint im Südosten der Insel Seeland und das Wattenmeer an der dänischen Nordseeküste wurden von der UNESCO als schützenswert anerkannt und befinden mit anderen Welterbestätten sich im Königreich in bester Gesellschaft.

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UNESCO-Richtlinien

Die Voraussetzung, um als Welterbestätte von dem Weltverband akzeptiert zu werden, ist dabei gar nicht so einfach zu erfüllen. Zuerst wird von einem UNESCO-Komitee geprüft, ob das Kultur- oder Naturerbe, oder Teile davon, von außergewöhnlicher Bedeutung sind und aufgrund dessen als Bestandteil des Welterbes erhalten werden müssen. Dabei werden den Kriterien der „Einzigartigkeit“ und der „Authentizität“ bei Kulturerben sowie der „Integrität“ bei Naturdenkmälern besondere Beachtung geschenkt. Wenn diese Punkte Zuspruch finden, der aktuelle Erhaltungszustand gut ist, dann muss dem Prüfungsausschuss zusätzlich ein Erhaltungsplan vorgelegt werden, der überzeugt.

Schon mit der Roskilde Domkirche, den Runensteinen von Jelling und dem Hamlet-Schloss Kronborg in Helsingør besitzt der souveräne Staat Dänemark Kulturerbestätten, die einen Besuch im deutschen Nachbarland wert sind. Auch die neuen ausgezeichneten Naturphänomene überzeugen mit ihrem faszinierenden Anblick und ihrer landschaftlichen Bedeutung.

Steilküste von Stevns Klint

Der Kreidefelsen von Stevens Klint besitzt eine Länge von 15 Kilometern und ist bis zu 40 Meter hoch. Ein herausragendes Merkmal der Küstenpartie ist dabei der Fossilienreichtum. So sind Spuren des gewaltigen  Meteoriteneinschlags an dem Steilfelsen zu finden, der vor rund 65 Millionen Jahren stattfand. Es ist weltweit einer der wenigen Orte, an dem das Naturschauspiel nachzuweisen ist. Die darauffolgenden globalen Klimaveränderungen sind laut Wissenschaftlern für das Aussterben der zahlreichen Lebewesen der damaligen Zeit verantwortlich.

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Dänisches Wattenmeer

Das Wattenmeer ist ein Naturdenkmal, das grenzübergreifend zu Deutschland, den Niederlanden und Dänemark zählt. Zusammen bilden sie die trilateralen Kooperationsländer, die seit 1978 zum Schutz des Wattenmeeres zusammenarbeiten. Nach dem deutschen und dem niederländischen Teil, folgt nun auch das dänische Wattenmeer auf die UNESCO-Welterbeliste, schließlich ist das Wattenmeer der Nordseeküste das längste zusammenhängende Wattenmeer der Welt. Kilometerlange Strände sind auf den Inseln Rømø, Fanø und Mandø zu finden und neben der unberührten Natur gilt das Gebiet vor allem als eines der wichtigsten Brut- und Raststätten für Millionen von Vögeln.

Insgesamt stehen über 1000 Kultur- und Naturerbestätten auf der UNESCO-Welterbeliste, die in 161 Staaten aller Kontinente zu finden sind.

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st

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