Lesen ist eine Auszeit vom Alltag – vor allem in Zeiten wie diesen. Wir haben für Sie Bücher zusammengestellt, die Sie auf eine „Lese-Reise“ mitnehmen, solange Sie im realen Leben nicht reisen können.

Von Australien bis in die Antarktis: Wir versprechen, dass Sie sich beim Lesen fast so fühlen, als wären Sie wirklich dort.

Für jeden Kontinent das passende Buch: Unsere 7 Leseempfehlungen

 

Ozeanien: „Spuren: Eine Reise durch Australien“ von Robyn Davidson

Wenn Sie gedanklich nach Australien reisen möchten, dann empfehlen wir die Geschichte von Robyn Davidson über ihre 2700 Kilometer lange Reise mit vier Kamelen und einem Hund. Im Jahr 1977 startet die damals 27-Jährige eine außergewöhnliche Expedition: Zu Fuß möchte sie die Wüste Australiens durchqueren – von Alice Springs bis zum Indischen Ozean. Doch die Reise bringt sie an ihre Grenzen – und darüber hinaus.

„Spuren: Eine Reise durch Australien“ erzählt von Ausdauer, Mut, Selbstfindung und einer starken Frau. Robyn Davidson verzaubert dabei mit üppigen Beschreibungen der australischen Wüste. Als geborene Abenteurerin lässt sie das Erlebte nicht nur emotional Revue passieren, sie gibt der australischen Wildnis eine Hauptrolle.

Sie sind fasziniert von Reisen, die Herausforderungen mit sich bringen und damit aber auch immer neue Erfahrungen und Erkenntnisse? Dann werden Sie dieses Buch lieben. Machen Sie sich darauf gefasst, das Buch nicht mehr aus den Händen legen zu können.

Tipp zum Weiterlesen:

„Der große Trip – Tausend Meilen durch die Wildnis zu mir selbst“ von Cheryl Strayed über eine Wanderung von Kalifornien, über die Sierra Nevada und Oregon bis nach Washington.

 

Nordamerika: „On The Road“ von Jack Kerouac

Reisen Sie mit diesem Klassiker von Jack Kerouac in die USA der 50er Jahre. Der Roman erzählt die Geschichte des jungen Schriftstellers Sal Paradise und seines Freundes Dean Moriarty. Die zwei geben nichts auf die gesellschaftlichen Konventionen der Zeit und zelebrieren auf ihrer Reise kreuz und quer durch die Vereinigten Staaten sich selbst, das unbeschwerte Leben, die Ekstase und ihre Freiheit. 1957 veröffentlicht, wurde der stark autobiografische Roman mit Bezügen zur Jazz- und Bebop-Szene zum Manifest der „Beat Generation“.

Der getriebene Erzählstil, der Gedanken und Momentaufnahmen scheinbar ungeordnet aneinanderreiht, mag zunächst etwas gewöhnungsbedürftig sein. Doch er schafft ein besonders lebhaftes Bild der USA in dieser Zeit.

Wenn Sie sich nach einem Route-66-Abenteuer sehnen, dann ist „Unterwegs“ genau die richtige Lektüre. Starten Sie eine imaginäre Reise nach San Francisco, New York, Washington und Texas.

Tipp zum Weiterlesen:

Wenn Ihnen der Stil von Kerouac und sein rebellierender Protagonist gefallen, empfehlen wir „The Rum Diary“ von Hunter S. Thompson.

 

Südamerika: „In Patagonien: Reise in ein fernes Land“ von Bruce Chatwin

Auf eine literarische Reise nach Südamerika lädt Sie Bruce Chatwin ein. Sein 1977 erschienener Roman ist eine Ode an das entlegene Patagonien. Chatwin macht es einfach, sich in den detaillierten Landschaftsbeschreibungen zu verlieren und gemeinsam mit den schillernden Romanfiguren den einzigartigen Charme der Region zu entdecken. Seine umwerfende Neugierde steckt an und lässt beim Lesen das Gefühl zurück, als wären Sie mit ihm auf dieser fesselnden Reise.

Tipp zum Weiterlesen:

Wenn Sie nicht genug von Südamerika bekommen können, empfehlen wir „Per Anhalter durch Südamerika“ von Morten Hübbe & Rochssare Neromand-Soma.

 

Europa: „Streifzüge durch das Abendland“ von Bill Bryson

Sie suchen nach leichter Lesekost? Dann greifen Sie zu diesem Roman, der Sie beim Lesen sicher das eine oder andere Mal herzlich lachen lassen wird. Der Bestsellerautor Bill Bryson reist auf den Spuren seiner eigenen Vergangenheit durch Europa und besucht dabei Orte, die er in den 70er Jahren als Rucksacktourist gesehen hat. Die nostalgische Reise bringt ihn durch Länder wie Norwegen, Frankreich, Italien und die Schweiz – und entlarvt liebenswert-ironisch europäische Eigenarten. Wer trockenen Humor mag, wird das Buch verschlingen. Zum Weiterlesen eignen sich die anderen Reiseromane von Bill Bryson wie z. B. „Reif für die Insel“ oder „Frühstück mit Kängurus“.

Tipp zum Weiterlesen:

Dank Bill Bryson Tränen gelacht? Dann versuchen Sie es auch „Mit dem Kühlschrank durch Irland“ von Tony Hawks.

 

Asien: „Eat Pray Love“ von Elizabeth Gilbert

In ihrem autobiografischen Bestseller-Roman beschreibt Elizabeth Gilbert ihre mehrjährige Reise durch Italien, Indien und Indonesien. Nach einer schmerzhaften Scheidung entschließt sie sich zu einem Abenteuer – sie findet den Genuss am Essen wieder („Eat“), ihre Spiritualität („Pray“) und schließlich die Liebe („Love“). Der lockere Stil macht den Roman zu einem heiteren und kurzweiligen Lesevergnügen. Elizabeth Gilbert gelingt es spielend, die liebenswerten Eigenarten Italiens, Indiens und Indonesiens einzufangen. Es fühlt sich beinahe so an, als würde der frische Wind der weiten Welt über die Seiten des Buches wehen. Und das ist genau das, was wir in dieser Situation brauchen, finden Sie nicht?

Tipp zum Weiterlesen:

„Notbremse nicht zu früh ziehen!“ von Andreas Altmann – noch mehr farbenfrohes indisches Chaos.

 

Afrika: „Hakuna Matata“ von Stefanie Heyduck und Birgit Völkel

Für eine imaginäre Reise nach Afrika machen Sie es sich mit „Hakuna Matata“ auf dem Sofa gemütlich. Der Roman erzählt die Geschichte von Stefanie und Birgit, die ihre Jobs hinschmeißen, um ein Jahr in einem Land Rover durch Süd- und Ostafrika zu reisen. Ehrlich und mit viel Charme beschreiben die beiden die ursprüngliche Schönheit und Vielfalt Afrikas. Ihre Insider-Tipps sind dabei eine perfekte Inspiration für jeden, der irgendwann mal nach Afrika reisen möchte.

Tipp zum Weiterlesen:

Noch mehr afrikanische Wildnis gefällig? Dann lesen Sie auch „Frühstück mit Elefanten“ von Gesa Neitzel.

 

Antarktis: „Terra incognita: Reisen in der Antarktis“ von Sara Wheeler

Für alle, die unberührte Natur suchen, ist dieser Klassiker über eine Antarktisexpedition genau das Richtige: Sara Wheeler verbrachte sieben Monate gemeinsam mit Forschern und Wissenschaftlern in einem Basiscamp in der Antarktis. Mit Herzenswärme und viel Humor beschreibt sie ihre Beobachtungen – vom Wetter über die Tierwelt und die Einsamkeit im ewigen Eis. Dabei beantwortet sie auch die Frage: Warum zieht dieser abgelegene und unerbittliche Kontinent so viele Abenteurer an? Ein Buch, das niemanden kalt lässt – versprochen.

Tipp zum Weiterlesen:

Mehr Eindrücke aus der Antarktis finden Sie im Bildband „Antarktis – Reise ins südliche Eis“ von Christian Nowak, Page Chichester und Holger Leue.