Wer glaubt, Budapests spannendste Sehenswürdigkeiten befänden sich am Ufer der Donau, der irrt: Denn unter der Stadt bergen die Janos-Molnar-Höhlen eine faszinierende und einzigartige Unterwasserwelt.

Mit Sauerstoffflaschen, Neoprenanzug und Flossen ausgestattet, steigen Taucher mitten in Budapest ab in ein labyrinthartiges Höhlensystem. Der Zugang liegt in der unmittelbaren Nähe des beliebten Lukács-Thermalbades. Unter einer Metalltür verborgen, führen Stufen hinein in das 24°C warme Thermalwasser. Durch teils nur 60 bis 70 cm breite Passagen gelangen die Teilnehmer des außergewöhnlichen Tauchgangs in die bizarre Unterwasserlandschaft, die sich über 3 Kilometer weit ausdehnt und an manchen Stellen bis zu 65 Metern unter der Erde liegt.

ZUM ANGEBOT

Unter fachkundiger Leitung eines Tauchguides stoßen die Hobbytaucher immer weiter vor in eine Welt der Kontraste: Schmale Gänge mit glasklarem Wasser gehen über in kathedralenähnliche Hallen, schwarze Wände mit Baryt-Kristallen wechseln sich mit marmoriertem Stein ab. Auch die Konsistenz der unterirdischen Gesteinsformationen ist verschieden. Manche sind hart wie Granit, andere zerbröseln bei der leichtesten Berührung. Archäologisch interessant sind die Fossilien, die man an den Wänden des Höhlensystems findet. Abdrücke von Muscheln und ein versteinerter Haizahn erinnern an eine Zeit, in der Budapest noch unter dem Meeresspiegel lag.

Schreiben Sie einen Kommentar