Wir schießen alle jeden Tag unzählige Fotos – im Urlaub, auf Partys oder einfach, um schöne Momente mit Freunden und Familie im Alltag festzuhalten. Aber so schnell die Bilder gemacht sind und so schnell sie in irgendeine Cloud wandern, so schnell sind sie auch wieder vergessen. Schade eigentlich.

Wir möchten Sie dazu ermuntern, beim Fotografieren auf das Prinzip „Klasse statt Masse“ zu setzen.

Gerade in Zeiten wie diesen fokussieren wir uns auf die Dinge, die wirklich wichtig sind. Wir müssen uns im täglichen Leben einschränken und auf Verzichtbares verzichten. Diese Erfahrung kann uns auch beim Fotografieren helfen: Wir lernen, unseren Blick zu schärfen, uns auf wichtige Details zu konzentrieren, neue Perspektiven einzunehmen.

Gönnen Sie sich die Zeit genau hinzusehen und Ihren Fotos in Zukunft neuen Zauber zu verleihen. Mit unseren Tipps vom Foto-Experten werden Ihre Bilder wieder das, was sie eigentlich immer sein sollten: eine bleibende Erinnerung an unvergessliche Augenblicke.

15 Tipps für noch bessere Fotos

  1. Die beste Kamera ist die, die Sie dabei haben
  2. Innehalten, wahrnehmen, denken
  3. Geben Sie dem perfekten Fotomotiv Zeit, sich Ihnen zu zeigen
  4. Wann ist die besten Zeit zum Fotografieren?
  5. Menschen, Orte und Dinge
  6. Werden Sie kreativ
  7. Finden Sie Ihren persönlichen Stil
  8. Selfies müssen nicht langweilig sein
  9. Setzen Sie auf Abwechslung
  10. Halten Sie Bewegung fest
  11. Je näher, desto besser
  12. Bitten Sie um Erlaubnis
  13. Spielen Sie mit Perspektiven, Licht und Schatten
  14. Auswählen und löschen
  15. Finden Sie die richtige Inspiration

 

1. Die beste Kamera ist die, die Sie dabei haben

Oft denken Hobbyfotografen, die Qualität der Kamera entscheidet über die Qualität der Bilder. Aber das stimmt nicht. Es kommt nicht darauf an, wie viele Megapixel Sie zur Verfügung haben, sondern darauf, wie Sie diese einsetzen.

 

2. Innehalten, wahrnehmen, denken

Wir hetzen im Alltag oft von einem Punkt auf der To Do-Liste zum nächsten. Viel zu selten nehmen wir uns Zeit, um innezuhalten. Doch gerade jetzt, da Dinge zum Stillstand kommen und die Welt kleiner wird, können wir das Tempo drosseln und das Beobachten wieder neu zu lernen. Denn: Beobachten ist der Schlüssel für gute Fotos. Nehmen Sie sich Zeit, um das richtige Motiv zu finden.

 

3. Geben Sie dem perfekten Fotomotiv Zeit, sich Ihnen zu zeigen

Gute Bilder erfordern manchmal Geduld. Warten Sie mit der Kamera in der Hand auf den perfekten Moment.

 

4. Wann ist die beste Zeit zum Fotografieren?

Die “Goldene Stunde”, also die Zeit kurz nach dem Sonnenaufgang oder vor dem Sonnenuntergang, ist der beste Zeitpunkt, um Menschen oder atemberaubende Landschaften festzuhalten. Auch bewölkte Tage bieten ideale Bedingungen. Zu viel Licht, wie z. B. zur Mittagszeit, oder zu wenig Licht machen gute Aufnahmen schwierig.

 

5. Menschen, Orte und Dinge

Das sind wahrscheinlich die Motive, die Sie fotografieren möchten. Ob Sie zu Hause sind oder (irgendwann wieder) im Urlaub, zögern Sie nicht, diese drei Elemente vor die Linse zu nehmen.

 

6. Werden Sie kreativ

Es ist vollkommen in Ordnung, Portraits oder Landschaften zu fotografieren. Aber es zahlt sich aus, Motive mal aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. So finden Sie neue, interessante Perspektiven. Spielen Sie mit Ihrer Umgebung und überlegen Sie z. B. ob ein Teil eines Gebäudes eventuell mehr aussagt als die ganze Straße. Spielen Sie mit Farben. Können Sie verschiedene Motive mit der gleichen Farbe auf einem Bild zusammenbringen? Lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf und experimentieren Sie.

 

7. Finden Sie Ihren persönlichen Stil

Dieser Tipp braucht ein bisschen Übung, aber vielleicht haben Sie ja im Moment Zeit, ein paar Ideen und Inspiration zu sammeln: Schauen Sie sich z. B. die Familienbilder von Adrian C. Murray an. Er kreiert mit Hilfe seiner Kinder, natürlichem Licht, kreativen Perspektiven ganz natürliche, aber sehr eindrucksvolle Bilder. Dan Tom setzt mit seiner Reisefotografie auf kräftige Farben und klare Konturen – etwas, das man auch zu Hause nachahmen kann. Warten Sie auf einen prächtigen Sonnenuntergang oder eine skurril geformte Wolke – und üben Sie.

 

8. Selfies müssen nicht langweilig sein

Landschaftsaufnahmen oder Familienbilder sind nicht so Ihr Ding? Kein Problem. Bleiben Sie beim Selfie-Knipsen – aber machen Sie die Selfies zu was Besonderem. Füllen Sie z. B. nur eine Hälfte des Bildes mit sich selbst, die andere Hälfte mit einem traumhaften Ausblick. Oder nutzen Sie einen Selfie-Stick, um mehr von der Umgebung aufs Foto zu bekommen.

 

9. Setzen Sie auf Abwechslung

Ihr Fotoalbum oder Freunde, denen Sie Ihre Bilder zeigen, werden es Ihnen danken. Ein und dasselbe Motiv aus dem immergleichen Blickwinkel ist irgendwann langweilig. Unerwartete Schnappschüsse lockern das Bilder-Portfolio auf und sind manchmal besser als perfekt inszenierte Fotos.

 

10. Halten Sie Bewegung fest

Unser Leben hat in der aktuellen Situation an Dynamik verloren, aber die Welt dreht sich weiter. Wie wäre es, dem Stillstand mit Bewegung zu begegnen? Ob fliegende Vögel oder springende Menschen – Ihre Bilder werden dynamischer, wenn sie Bewegung festhalten.

 

11. Je näher, desto besser

Der großartige Fotograf Robert Capa sagte einmal: “Wenn deine Bilder nicht gut genug sind, bist du nicht nah genug dran.” Trauen Sie sich, mit Ihrer Kamera ganz nah an Ihr Motiv ranzugehen. Zeigen Sie, was andere sehen sollten.

 

12. Bitten Sie um Erlaubnis

Wenn Sie Menschen fotografieren möchten, dann klären Sie vorher ab, ob das ok ist. Das erspart Ihnen im Zweifel Ärger und Frust.

 

13. Spielen Sie mit Perspektiven, Licht und Schatten

Wir haben ja schon darüber gesprochen, dass fotografieren auch bedeutet, mit den Motiven und Elementen vor Ihrer Linse zu spielen. Achten Sie auf Kontraste, Spiegelungen oder Höhenunterschiede. Auch Fotos von Motiven, die schon millionenfach fotografiert wurden, können mit einem unkonventionellen Fokus frisch und inspirierend sein.

 

14. Auswählen und löschen

Erinnern Sie sich an unseren Vorsatz auch beim Fotografieren auf “Klasse statt Masse” zu achten? Schauen Sie Ihre Fotos durch, behalten Sie die besten und löschen Sie den Rest. Trauen Sie sich! Es lohnt sich.

 

15. Instagram-Inspiration: Folgen Sie den Profis

Es gibt viele wunderbare Fotografen, die ihre Bilder auf Instagram teilen. Folgen Sie ihnen und lernen Sie von den Besten. Dazu gehören der bekannte Steve McCurry, der experimentierfreudige Shin Noguchi, Elena Shumilova mit ihrer verträumten Fotografie oder Simone Bramante mit seiner farbenfrohen, minimalistischen Fotokunst. Lassen Sie sich inspirieren, solange Sie die wunderbaren Länder dieser Welt nicht selbst bereisen können.