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Ist Mexiko ein sicheres Reiseziel?

Ist Mexiko sicher? Hintergründe und Antworten

Coronavirus / Covid-19: Aktuelle Hinweise für Reisende


Mexiko ist aktuell kein Risikogebiet. Die Bundesregierung hat die Reisewarnung für alle verbleibenden Hochrisikogebiete zum 2. März 2022 aufgehoben. Die Einstufung als Hochrisikogebiet erfolgt künftig noch für solche Gebiete, in denen eine hohe Inzidenz in Bezug auf die Verbreitung von Varianten mit im Vergleich zur Omikron-Variante höheren Virulenz, also krankmachenden Eigenschaften besteht. Es erfolgt somit keine Ausweisung mehr von Hochrisikogebieten aufgrund der Verbreitung der Omikron-Variante.

Die Einstufung von Risikogebieten kann sich weiterhin kurzfristig ändern. Bitte überprüfen Sie rechtzeitig vor Abreise nach Mexiko und Rückreise die RKI-Liste der Risikogebiete, die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts für Ihr Reiseland sowie die Corona Einreiseverordnung nach Deutschland:


Folgende offizielle Webseiten stehen Ihnen dazu zur Verfügung:

Palmengesäumte Strände, türkisblau schimmerndes Wasser, Kakteenwüsten, antike Pyramiden und Kolonialstädte – Mexiko lässt Urlauberherzen höherschlagen. Doch machte das abwechslungsreiche lateinamerikanische Land in jüngster Zeit häufig mit Korruption und Drogenkriminalität Schlagzeilen. Berichte von Entführungen, Schießereien, Massengräbern und Überfällen verunsichern Reisende. Ist Mexiko derzeit ein sicheres Reiseziel? Grundsätzlich können wir diese Frage bejahen. Dies gilt, sofern man bestimmte Vorsichtsmaßnahmen berücksichtigt und gewisse Regionen meidet. Es ist ratsam, sich bei der Urlaubsplanung über die aktuellen Reise- und Sicherheitshinweise für Mexiko des Auswärtigen Amtes zu informieren. So steht einem sorgenfreien und erholsamen Aufenthalt im Land der Mayas und Azteken nichts im Wege.

Sind Deutsche in Mexiko willkommen?

Die Mexikaner sind ein sehr gastfreundliches Volk. Häufig wird man als Deutscher zunächst für einen „gringo“, einen US-Amerikaner, gehalten. Die meisten Mexikaner freuen sich zu erfahren, dass man Deutscher ist, und stellen interessiert Fragen. Ebenso kommt es bei den Einheimischen gut an, wenn Reisende über einen kleinen Spanisch-Wortschatz verfügen.


Bedenken Sie jedoch, dass die mexikanischen Behörden bei der Einreise derzeit sehr genau prüfen, ob und für wie lange der Aufenthalt im Land bestätigt werden kann und ob Sie über ein Rückflugticket verfügen. Die Aufenthaltsdauer wird an das Datum des Rückflugtickets angepasst, ohne dies den Reisenden mitzuteilen. Wenn Sie länger bleiben möchten, müssen Sie die mit den Behörden vor Ablauf Ihrer Aufenthaltsbewilligung abklären, doch die Erfahrung zeigt, dass Verlängerungen nur in sehr seltenen Fällen gewährt werden. Machen Sie deshalb bereits bei Ihrer Einreise sehr genaue Angaben zu Ihrem gewünschten Aufenthalt und vermeiden Sie es, Ihren Aufenthalt zu überschreiten, da dies Strafen (Geldbußen, Haft, Ausweisung) nach sich zieht. Kontaktieren Sie außerdem die Behörden, wenn Ihre Aufenthaltsdauer nicht auf der Einreisekarte vermerkt wurde. Sollten Sie in eine Polizeikontrolle geraten, müssen Sie die Karte mit dem Ausreisedatum im Original vorzeigen können.

Aktuelle innenpolitische Lage in Mexiko

In den letzten Jahren geisterten immer wieder Schauermeldungen über die ausufernde Drogen- und Bandenkriminalität in Mexiko durch die Presse. Der mittelamerikanische Staat ist ein Transitland für Kokain und andere illegale Betäubungsmittel, die von Südamerika in die USA geschmuggelt werden. Diesen riesigen Markt machen sich einige Drogenkartelle streitig. Seit Ex-Präsident Felipe Calderón im Jahr 2006 der Drogenmafia den Krieg erklärte, eskalierte die Gewalt zunehmend. Es kam zu bewaffneten Konflikten zwischen Militär und Bandenmitgliedern, aus denen keiner als Sieger hervorging. Es änderten sich jedoch immer wieder die Kräfteverhältnisse zwischen den Drogenkartellen. Zudem bildeten sich zahlreiche neue und kleinere kriminelle Gruppierungen und bewaffnete Bürgermilizen, was die Zahl der Gewalttaten erhöhte. Auch Calderóns Amtsnachfolger Enrique Peña Nieto und Andrés Manuel Lobrador konnten die Situation trotz Zwischenerfolgen wie der Festnahme des Drogenbosses des Sinaloa-Kartells „El Chapo“ bislang nicht in den Griff bekommen. Ein trauriges Beispiel für das Versagen des Staates ist die noch immer ungeklärte Verschleppung von 43 Studenten im Bundesstaat Guerrero im Jahr 2014. Darauf folgten landesweit Demonstrationen und Kundgebungen. Diese Ereignisse klingen zwar erschreckend, in den Touristengebieten bekommen Reisende von den angespannten politischen Verhältnissen in der Regel aber nichts mit. Und auch wer quer durch das Land reist, muss sich um seine Sicherheit in Mexiko normalerweise keine Sorgen machen, sofern die Reiseroute mit Bedacht geplant ist.

Ist Urlaub in Mexiko sicher? – Die aktuelle Lage in den Touristenorten

Zu den beliebtesten Urlaubszielen Mexikos zählt zweifellos die Halbinsel Yucatán mit ihren strahlend weißen Stränden, artenreichen Korallenriffen, zauberhaften Cenoten und geheimnisvollen Maya-Pyramiden. Glücklicherweise gelten die Urlaubsorte an der Riviera Maya als verhältnismäßig sicher. Zwar gab es auch hier schon Vorfälle in Zusammenhang mit organisierter Kriminalität; Urlauber sind dabei aber gewöhnlich nicht das Ziel. Wie in jeder größeren Stadt kann es zu Taschendiebstählen kommen. Es ist darum ratsam, sich nachts nicht allein in dunklen Stadtvierteln oder an einsamen Stränden zu bewegen und nur sichere Funktaxis zu nutzen. Den Ruf, sehr sicher zu sein, hat der Bundesstaat Campeche mit der gleichnamigen, bezaubernden Kolonialstadt. Der südmexikanische Bundesstaat Chiapas, der mit tropischen Regenwäldern und faszinierenden Maya-Traditionen aufwartet, wird ebenfalls als relativ sicher eingestuft. So können Sie unbesorgt über die farbenfrohen Märkte der Bergstadt San Cristóbal de las Casas schlendern. Bei Reisen ins Hochland von Chiapas, in dem Zapatisten und Indígena-Gruppierungen siedeln, ist allerdings Vorsicht geboten. Selbiges gilt für einen Urlaub in der Pazifikmetropole Acapulco. Das einstige Traumziel der Schönen und Reichen ist heute eine der gefährlichsten Städte Mexikos. Die Hauptstadt Mexiko-Stadt stellt ein beliebtes Reiseziel dar, das mit seinen unzähligen kulturellen Höhepunkten, Museen und Parks begeistert. Die meisten touristisch relevanten Viertel können Sie in Ihrem Urlaub problemlos besuchen. Hierzu zählen unter anderem die Stadtteile Roma, Polanco, Condesa, Coyoacan und Centro. Gebiete, die Sie eher meiden sollten, sind Tepito, Itztapalapa und Lagunilla.

Es liegen Berichte über Betrug durch uniformierte Sicherheitskräfte vor. Sollten Sie in eine Kontrolle geraten und Zweifel an der Rechtskraft haben, wählen Sie den mexikanischen Notruf 911 (auf Englisch) bzw. den Bereitschaftsdienst der deutschen Botschaft. Leisten Sie keine Zahlung, wenn Sie die vorgeworfene Tat nicht begangen haben, Ihnen das Bußgeld übermäßig hoch erscheint oder Ihnen keine Quittung und kein Protokoll ausgestellt werden kann. Notieren Sie sich die Personalien und Dienstnummern (oder das Autokennzeichen) der kontrollierenden Sicherheitskräfte.

Aktuelle Informationen zur Sicherheitslage in Mexikos Grenzregionen

Als einer der Brennpunkte der Drogenkriminalität gilt die Grenzregion zwischen Mexiko und den USA. So wird von einem Aufenthalt in Städten wie Ciudad Juárez und Tijuana abgeraten, es sei denn, es handelt sich nur um eine schnelle Ein- und Ausreise. Im Süden grenzt Mexiko an Guatemala und Belize. Diese Grenze ist deutlich weniger konfliktbelastet. Aufgrund der zunehmenden Zahlen von Migranten aus Mittelamerika kommt es jedoch auch hier hin- und wieder zu Ausschreitungen. Zudem sollten Sie in den Grenzorten besonders auf Ihre Wertsachen achten.

Welche Regionen in Mexiko sind unsicher und zu meiden?

Momentan gibt das Auswärtige Amt eine Reisewarnung für Mexiko heraus, die aber nur für einige Bundesstaaten gilt. Als gefährlich werden Reisen nach Tamaulipas im Nordosten des Landes angesehen. Auch Sinaloa und dessen Hauptstadt Culiacán gelten als unsicher. Davon ausgenommen sind die Zona Dorada und das historische Viertel des Badeorts Mazatlán sowie eine Fahrt mit der legendären Eisenbahn „El Chepe“. Des Weiteren wird empfohlen, den Bundesstaat Colima zu meiden. Eine Ausnahme bildet der Küstenort Manzanillo, wenn Sie direkt per Schiff oder Flugzeug anreisen. Guerrero steht ebenfalls auf der Liste der gefährlichsten mexikanischen Regionen, wobei Sie in der Silberstadt Taxco und im Ferienort Ixtapa-Zihuatanejo gewöhnlich einen unbesorgten Urlaub verbringen können. Als nicht sicher werden darüber hinaus die Gebiete in Michoacán westlich der Landeshauptstadt Morelia angesehen.

Sicherheit bei Reisen über Land

Mexiko ist ein riesiges Land, sodass teilweise die Buchung von Inlandsflügen empfiehlt. Doch lässt sich der lateinamerikanische Staat auch wunderbar per Mietwagen oder Bus bereisen. Wer sich für den Bus als Transportmittel entscheidet, wählt am besten 1.-Klasse-Busse. Diese sind nicht nur sehr komfortabel und klimatisiert, sondern zugleich deutlich sicherer als 2.- und 3.-Klasse-Busse. Das Auswärtige Amt empfiehlt bei Reisen über Land, wenn möglich, bevorzugt Autobahnen und halten nur an offiziellen, abgeschlossenen Busbahnhöfen, was das Risiko eines Überfalls signifikant minimiert. Sind Sie mit dem eigenen Mietwagen unterwegs, so empfiehlt es sich, auf Nachtfahrten zu verzichten, vor allem, wenn Sie über Land fahren. Die Schnellstraße 307 entlang der Riviera Maya zwischen Cancún und Tulúm gilt jedoch auch bei Dunkelheit als sicher. Zu vermeiden sind individuelle Fahrten durch die Wüstengebiete der nordmexikanischen Bundesstaaten. Zu vermehrten Vorfällen kam es auf der Bundesstraße 199 in Chiapas zwischen Ocosingo und Palenque. In einigen Gegenden sind Straßensperrungen durch Demonstranten keine Seltenheit. Meist darf man nach Bezahlung einer kleinen Gebühr problemlos passieren. 

Achten Sie für Ihre Sicherheit generell auf gewisse Vorkehrungen, beispielsweise auf die Mitnahme von Anhaltern zu verzichten, und halten Sie nur an belebten Rastplätzen und Tankstellen. Fahren Sie nur mit geschlossenen Fenstern und verriegelten Türen und lassen Sie Ihr Gepäck nicht unbeaufsichtigt im Wagen zurück. Legen Sie Überlandfahrten nur am Tag zurück und nutzen Sie Maut-Autobahnen,

Gefahren im Straßenverkehr in den mexikanischen Städten

Autofahren in Mexikos Großstädten ist anfangs gewöhnungsbedürftig, da es die Einheimischen mit den Verkehrsregeln oft nicht so eng sehen. So setzen die meisten Autofahrer beim Spurwechsel, Überholen oder Abbiegen keinen Blinker. Darum heißt es, immer aufmerksam zu sein und möglichst defensiv zu fahren. Der Zustand der Straßen ist je nach Region sehr unterschiedlich. Besonders in den ärmeren Gegenden im Süden reiht sich ein Schlagloch an das nächste. Eine Besonderheit sind die Topes, allgegenwärtige Straßenschwellen, die der Geschwindigkeitsbegrenzung dienen. Zahlreiche mexikanische Städte sind im Schachbrettmuster angeordnet, weshalb die Orientierung relativ leicht fällt. Beachten Sie aber, dass es sich bei vielen Straßen um Einbahnstraßen handelt. Es kann vorkommen, dass Sie von Uniformierten bei Straßenkontrollen herausgewunken werden. Dabei ist es kein Geheimnis, dass Verkehrspolizisten ihren geringen Verdienst gern etwas aufbessern, indem sie Touristen (aber auch Einheimischen) echte oder erfundene Verkehrsübertretungen anlasten. Meist werden diese jedoch nicht zur Anzeige gebracht, denn den Polizisten geht es um „mordida“, zu Deutsch Schmiergeld. Es ist für solche Fälle darum ratsam, ein wenig Bargeld zur Hand zu haben. Bei Ankunft am Flughafen oder an Busbahnhöfen sollten Sie immer die offiziellen Taxis (taxis autorizados) nehmen. Diese gelten als sehr sicher. In Mexiko-Stadt ist die Metro ein viel genutztes und günstiges Verkehrsmittel. Besonders in den Hauptverkehrszeiten ist es angebracht, gut auf sein Gepäck zu achten, da Taschendiebstähle an der Tagesordnung sind. Da es auch immer wieder zu Belästigungen von Frauen kommt, wurden in der Metro spezielle Abteile eingerichtet, die weiblichen Fahrgästen vorbehalten sind.

Gesundheitsrisiken in Mexiko

Mexiko ist bekannt für seine kulinarischen Highlights. Der Reichtum der mexikanischen Küche geht auf die Verschmelzung indianischer mit spanisch/europäischer Esskultur zurück. Freuen Sie sich auf tropische Früchte, feurige Salsas, Tequila und Mais in allen Variationen. Um die Leckerbissen ohne gesundheitliche Probleme genießen zu können, gilt es einige Vorbeugemaßnahmen einzuhalten. Trinken Sie kein Leitungswasser, verzichten Sie auf Eiswürfel in den Getränken und verzehren Sie keine bereits aufgeschnittenen Früchte, da diese verunreinigt sein könnten. Wenn Sie sich zudem regelmäßig die Hände waschen und nur gut durchgegartes Fleisch essen, reduzieren Sie das Risiko von Magen-Darm-Erkrankungen. Ebenfalls von Bedeutung ist ein ausreichender Mückenschutz. Während in höher gelegenen Städten von den Blutsaugern keine Gefahr ausgeht, können Mücken vor allem in den tropischen Gebieten Krankheiten wie Dengue, Zika oder Chikungunya übertragen. Malaria tritt in Mexiko glücklicherweise nur äußerst selten und auch nicht in seiner gefährlichsten Version auf. Da es gegen all diese Krankheiten keine Impfungen gibt, halten Sie Arme und Beine in der Dämmerung möglichst bedeckt und nutzen Sie Mückensprays.

Gefahren durch Naturkatastrophen

Im Sommerhalbjahr von Juni bis September ist in Mexiko Regenzeit. In diesen Monaten kann es zu Tropenstürmen und Hurrikans mit starken Windgeschwindigkeiten und teils extremen Regenfällen kommen. Behalten Sie darum in dieser Zeit die Wettervorschau im Auge und bringen Sie sich gegebenenfalls in Sicherheit. Ebenso ist Mexiko ein seismisch sehr aktives Land, da hier verschiedene tektonische Platten aufeinandertreffen. Die meisten der Erdbeben treten in den südmexikanischen Bundesstaaten Oaxaca und Chiapas auf. Doch auch in Mexiko Stadt kam es bereits zu bedeutenden Beben. Falls Sie ein Erdbeben miterleben, begeben Sie sich möglichst an einen sicheren Ort unter freiem Himmel.

Der Vulkan Popocatépetl ist aktiv und es wurde eine Sperrzone von 12 km um den Krater eingerichtet. Auch der Vulkan Colima ist weiterhin aktiv und kann derzeit nicht besucht werden.


Alle Angaben ohne Gewähr. Stand 30. Mai 2022.

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