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Ist Marokko ein sicheres Reiseziel?

Coronavirus / Covid-19: Aktuelle Hinweise für Reisende


Marokko ist aktuell kein Risikogebiet. Die Bundesregierung hat die Reisewarnung für alle verbleibenden Hochrisikogebiete zum 2. März 2022 aufgehoben. Die Einstufung als Hochrisikogebiet erfolgt künftig noch für solche Gebiete, in denen eine hohe Inzidenz in Bezug auf die Verbreitung von Varianten mit im Vergleich zur Omikron-Variante höheren Virulenz, also krankmachenden Eigenschaften besteht. Es erfolgt somit keine Ausweisung mehr von Hochrisikogebieten aufgrund der Verbreitung der Omikron-Variante.

Die Einstufung von Risikogebieten kann sich weiterhin kurzfristig ändern. Bitte überprüfen Sie rechtzeitig vor Abreise nach Marokko und Rückreise die RKI-Liste der Risikogebiete, die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts für Ihr Reiseland sowie die Corona Einreiseverordnung nach Deutschland.


Das Auswärtige Amt meldet, dass der reguläre Flugverkehr von und nach Marokko wieder aufgenommen wurde, jedoch nur die Fährverbindung nach Spanien stabil ist. Für Fähren Richtung Italien oder Frankreich liegen nicht ausreichend Informationen vor. Wenden Sie sich daher am besten an Ihr Transportunternehmen.


Folgende offizielle Webseiten stehen Ihnen dazu zur Verfügung:

Ist Marokko ein sicheres Reiseziel?



Marokko hat sich in den letzten Jahren zu einem wahren Hotspot entwickelt, allen voran Marrakesch. Die Königsstädte Fès, Meknes und Rabat sind ein beliebtes Ziel und die Küstenregionen und die endlosen Wüsten ziehen Besucher in ihren Bann. Immer mehr Urlauber lassen sich vom Flair aus 1001 Nacht verzaubern und genießen das bunte Treiben in den Souks gepaart mit der orientalischen Gastfreundschaft. Trotz des terroristischen Angriffs auf zwei Touristinnen 2018 im Atlasgebirge können Sie Ihren Urlaub in dem nordafrikanischen Land in vollen Zügen genießen, solange Sie eine eventuell kurzfristig vom Auswärtigen Amt genannte Reisewarnung für Marokko beachten.

Das Auswärtige Amt rät zudem von Reisen in das Gebiet der Westsahara dringend ab. Dasselbe gilt für Ausflüge oder Reisen in die direkte Grenzregion zu Algerien. Einzige Ausnahme in dieser Region stellt die Touristenstrecke nach Zagora im Draa-Tal und Erfoud/Merzouga dar.


Marokko ist ein sicheres Reiseziel, solange Sie die aktuellen Reise- und Sicherheitshinweise für Marokko beachten und sich an die geltenden Vorschriften und Gepflogenheiten halten. Dann steht einem unvergesslichen Urlaub in diesem vielseitigen Land nichts im Wege. 

Sehen Sie auch unsere Einreisebestimmungen für Marokko.

Gefahr terroristischer Anschläge

Auf der Internetseite des Auswärtigen Amtes ist der Vermerk zu lesen, dass trotz erheblicher Sicherheitsmaßnahmen das Risiko von terroristischen Angriffen besteht, da im Dezember 2018 zwei Touristinnen bei einer Wandertour Opfer eines Gewaltverbrechens mit terroristischem Hintergrund wurden. Weiter zurück liegen die Bombenexplosionen in Marrakesch, bei denen 2011 insgesamt 17 Menschen starben, und die Anschläge in den Jahren 2003 und 2007 in Casablanca. Seither gab es keine weiteren Vorfälle dieser Art in Marokko. Das Auswärtige Amt warnt davor, allein und abseits der Pisten und Straßen zu reisen. Trekking-Touren in den Bergen und Wüstenregionen sollten nur in Gruppen und in Begleitung eines registrierten Reiseführers durchgeführt werden. Bei Unsicherheiten ist es ratsam, die tagesaktuelle Sicherheitslage bei der marokkanischen Polizeibehörde zu erfragen. Wenn Sie sich vor Ihrem Auslandsaufenthalt im Elefand-System (Elektronische Erfassung von Deutschen im Ausland) eintragen, erhalten Sie im Notfall Hilfe.

Innenpolitische Lage in Marokko


Bis auf die beliebte Touristenroute nach Zagora im Draa-Tal und Erfoud/ Merzouga wird von Aufenthalten und Reisen in die unmittelbare Grenzregion zu Algerien abgeraten. Die Grenze zwischen Algerien und Marokko ist seit 1994 geschlossen. Immer wieder kann es spontan zu Demonstrationen kommen. Zuletzt gab es in einzelnen Städten von Marokko nicht genehmigte Proteste, bei denen es vereinzelt zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und den Demonstranten kam. Ursachen für die Demonstrationen sind meist wirtschaftliche und soziale Missstände im Land. Sollten Sie eine Demonstration oder eine größere Ansammlung von Menschen bemerken, meiden Sie diese. In der Regel verlaufen solche Protestaktionen harmlos.

Gefährliche Regionen


Das Auswärtige Amt rät von Aufenthalten und Reisen in die unmittelbare Grenzregion zu Algerien ab, Ausnahme sind die beliebten Touristenroute nach Zagora im Draa-Tal und Erfoud/ Merzouga.
Sehen Sie außerdem von Reisen in das Westsahara-Gebiet sowie ins Rif-Gebirge ab. Zwischen dem marokkanischen Grenzwall und der Westsahara besteht ein militärisches Sperrgebiet, in dem keine konsularische Betreuung möglich ist. Das Gebiet gilt als äußerst gefährlich: Die Gefahr, Opfer einer Entführung zu werden, ist hoch. Eine weitere Gefahr in der mauretanischen Grenzregion stellen nicht detonierte Kampfmittel und Minen dar. Die Hauptverbindungsroute Laayoune-Dakhla-mauretanische Grenze sollte unter keinen Umständen verlassen werden.

Im Rif-Gebirge wird illegal Cannabis angebaut. Bereisen Sie die Gegend nicht allein und seien Sie wachsam in Bezug auf die dort ansässigen Rauschgifthändler. Teilweise kann es zu Belästigungen kommen. Lassen Sie sich auf keinen Fall auf den Kauf von Drogen oder Rauschgift ein. Der Besitz ist strafbar und es drohen langjährige Haftstrafen.

Sind Deutsche in Marokko willkommen?

Seit 1956 unterhalten Marokko und Deutschland eine diplomatische Beziehung. Die Kontakte untereinander sind freundschaftlich und spannungsfrei. Zudem zählt Deutschland zu den größten Unterstützern im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit. Dies spiegelt sich auch im Tourismus mit zahlreichen deutschen Urlaubern wider. Generell stellt der Tourismus einen sehr wertvollen Sektor im Land dar, da ein Großteil der wirtschaftlichen Entwicklung des Landes abhängig von der Branche ist.

Sicheres Verhalten in beliebten Touristenorten


An den beliebten Touristenorten zählen bewaffnete Polizisten zum Alltag. Auch an Bahnhöfen oder Busplätzen patrouilliert vermehrt bewaffnetes Sicherheitspersonal. Auch wenn der Anblick gewöhnungsbedürftig ist, sind sie zur Sicherheit da und sollen Kriminelle abschrecken. Wie in vielen Ländern besteht auch in Marokko die Gefahr, dass an belebten Plätzen und Sehenswürdigkeiten Taschendiebe ihr Unwesen treiben. In Einzelfällen kommen bei Raubüberfällen Stichwaffen zum Einsatz. Bleiben Sie in solch einem Fall ruhig und leisten Sie keinen Widerstand. Beugen Sie Diebstählen vor, indem Sie immer nur so viel Bargeld wie nötig für den Tag mitnehmen. Wichtige Dokumente wie Flugtickets oder Ausweise sind in einem Hotelsafe am sichersten aufgehoben. Für unterwegs ist es ratsam, eine Farbkopie der Ausweisdokumente anstelle der Originale mit sich zu führen. Am sichersten ist es, einen kleinen Rucksack oder eine Tasche mitzunehmen, die Sie vor dem Bauch tragen können. Manche Einheimische geben sich gern als „False Guides“, also „unechte Reiseführer“, aus. Sie bieten dubiose Ausflüge oder Dienste an, von denen Sie die Finger lassen sollten. Auch aggressives Betteln kommt nicht selten vor. Lehnen Sie die Forderungen selbstbewusst und sicher ab. Lassen Sie sich auf keine Diskussionen ein, auch wenn Ihr Gegenüber ungehalten reagiert.

Hinweise zu Mietwagen


Viele Straßen in Marokko sind in einem sehr guten Zustand. Bei Dämmerung oder in der Dunkelheit besteht wie überall die Gefahr, dass Sie plötzlich auftauchende Hindernisse, Schlaglöcher oder Tiere nicht rechtzeitig sehen. Beleuchtung entlang der Straßen ist vor allem außerhalb der Städte in der Regel nicht vorhanden. Daher empfiehlt es sich, nur tagsüber mit dem Mietwagen zu fahren. Die Städte selbst sind belebt und die Straßen häufig sehr voll. Hier gilt besondere Wachsamkeit im Verkehr. Schilder sind häufig nur auf Arabisch vorhanden. Daher ist es ratsam, sich vorher genau über die Route zu informieren. Für Ausflüge in die Wüste sollte das Fahrzeug mit einem Allrad-Antrieb ausgestattet sein. Bei Polizeikontrollen müssen Sie langsam im Schritttempo heranfahren. Sollten die Polizisten das Signal zum Anhalten geben und Sie kontrollieren, bleiben Sie höflich, aber wachsam. Die Ordnungshüter versuchen mitunter, ihnen eine Verkehrswidrigkeit anzulasten, die Sie überhaupt nicht begangen haben. Verlangen Sie einen schriftlichen Beleg, dann regelt sich der Fall meist von selbst, und Sie können weiterfahren.


Gesundheit und medizinische Versorgung

Für eine Einreise aus Deutschland sind aktuell keine Impfungen zwingend vorgeschrieben. Die Standardimpfungen gemäß Vorgaben des Robert-Koch-Instituts sollten sich auf dem aktuellen Stand befinden. Bei einem geplanten Langzeitaufenthalt werden Impfungen gegen Typhus, Tollwut und Hepatitis B empfohlen. 2010 wurden in Casablanca drei Malaria-Tropica-Infektionen gemeldet, doch es besteht derzeit keine relevante Gefahr einer Infektion. Eine der am häufigsten verbreiteten Krankheiten bei Urlaubern ist Durchfall. Achten Sie darauf, kein Leitungswasser zu trinken. Falls kein frisches Wasser aus Flaschen erhältlich ist, kochen Sie das Wasser ab. Achten Sie darauf, dass keine Fliegen auf der Nahrung sitzen, und waschen Sie sich so oft es geht die Hände. Nehmen Sie am besten eine Reiseapotheke und Mittel gegen Durchfall mit. In Casablanca und Rabat finden Sie gute Kliniken mit einem relativ hohen Standard, in den ländlichen Gegenden ist die medizinische Versorgung dagegen schlecht. Hier sprechen die meisten Ärzte weder Englisch noch Französisch, sodass es schon bei der Verständigung Schwierigkeiten geben kann. Zudem sind die hygienischen Standards nicht mit denen in Europa zu vergleichen.

Weitere Informationen zur Sicherheit in Marokko


Wenn Sie als unverheiratetes Paar nach Marokko reisen, sollte Ihnen bewusst sein, dass es zu Schwierigkeiten kommen könnte, wenn Sie gemeinsam im gleichen Zimmer übernachten möchten. Nach marokkanischem Gesetz ist das ein Fall für die Strafverfolgungsbehörden. Allerdings wird Sie in den Hotels mit internationalem Standard niemand nach dem Familienstand fragen. Sollte einer der beiden Reiseteilnehmer die marokkanische Staatsbürgerschaft besitzen oder Sie in einer kleinen Unterkunft außerhalb der touristischen Routen übernachten wollen, könnten Probleme auftreten. Dasselbe gilt für gleichgeschlechtliche Paare. Da diese strafrechtlich verfolgt werden können, sollten Sie Zuneigungsbekundungen in der Öffentlichkeit vermeiden. Marokko bietet unzählige Fotomotive. Sofern Personen auf dem Motiv zu sehen sind, sollte um Erlaubnis gefragt werden. Viele Einheimische möchten aus religiösen Gründen nicht fotografiert werden. Anders ist es auf beliebten Plätzen wie etwa dem berühmten Platz der Gaukler in Marrakesch. Hier erwarten die Schausteller eine kleine Bezahlung dafür, dass sie oder ihre Tiere als Erinnerungsfoto dienen. Bei der Einreise nach Marokko gilt es, die Zoll- und Einfuhrbestimmungen zu beachten. Einige Artikel dürfen nicht nach Marokko eingeführt werden. Hierzu zählen Drohnen, jegliche Art von Feuer-, Hieb- und Stichwaffen, Sprechfunkgeräte und pornographisches Material. Zusätzlich gelten strenge Devisenbestimmungen.

Marokko und der Islam


Marokko ist ein islamisch geprägtes Land. Entsprechende Kleidung und eine Anpassung an die religiösen Sitten und Bräuche sollte aus Respekt gegenüber den Einheimischen beachtet werden. Während des Fastenmonats Ramadan ist mit Einschränkungen zu rechnen. Viele Einrichtungen haben verkürzte Öffnungszeiten. Hierzu zählen vor allem Restaurants, die tagsüber geschlossen sein können. Alkohol ist in vielen Geschäften zu bekommen, der Konsum in der Öffentlichkeit ist jedoch verboten. Bei einem Verstoß kann es zu einer Verhaftung kommen. In vielen Bars und vor allem in den internationalen Hotels ist das Trinken von alkoholischen Getränken zugelassen.

Fazit: Ist Urlaub in Marokko sicher?

Unter Berücksichtigung aller Informationen und Warnungen vom Auswärtigen Amt kann diese Frage mit „Ja“ beantwortet werden. Halten Sie sich an die geltenden Vorschriften und nutzen Sie Ihren Hausverstand, dann ist einem Urlaub in Marokko nichts entgegenzusetzen.


  Alle Angaben ohne Gewähr. Stand 10. Mai 2022.

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