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Übersetzt heißt Menorca „die Kleinere“. Das mag größenmäßig stimmen. Menorca ist etwas kleiner, etwas beschaulicher, etwas ruhiger als Mallorca. Trotzdem muss sich die Insel nicht vor der großen Schwester verstecken – ganz im Gegenteil. Für Kenner ist Menorca natürlicher, kulturell interessanter und ursprünglicher.
Nach Menorca zu reisen bedeutet Sonne, Gastfreundlichkeit und Erholung! Besonders schön ist die Baleareninsel im Frühjahr oder Herbst, wenn der deutsche Sommer noch nicht begonnen hat oder sich schon wieder dem Ende zuneigt. Denn vor und nach der Hauptsaison findet man auf Menorca Ruhe und Entspannung und kann bei angenehmen Temperaturen Natur, Sehenswürdigkeiten und die menorquinische Lebensart ungestört genießen.
Menorca ist das ideale Urlaubsland für Naturliebhaber, denn ganze 43 Prozent der Inselfläche stehen unter Naturschutz. Kein Wunder also, dass Menorca 1993 den höchsten Umweltschutztitel des „Biosphärenreservats“ erhielt. Von den meisten Nebenwirkungen des Pauschaltourismus ist Menorca verschont geblieben. Wer hier einen zweiten „Ballermann“ sucht, wird enttäuscht. Naturliebhaber und Aktivurlauber kommen hingegen voll auf ihre Kosten. Wandern, Mountainbiking oder die Insel per Pferd erkunden: auf Menorca gibt es zahlreiche natürliche Sehenswürdigkeiten zu entdecken. Ebenfalls bestens geeignet ist Menorca für einen erholsamen Badeurlaub. Denn die zweitgrößte Insel der Balearen bietet fast so viele feinsandige Strände und versteckte Buchten wie Mallorca und Ibiza zusammen.
Menorca ist überreich an Kultur! Bezogen auf die Fläche der Insel gibt es keinen anderen Ort im Mittelmeerraum, der solch eine Fülle an prähistorischen Bauwerken und Stätten aufweist. Insbesondere die megalithischen Bauwerke stechen auf Menorca ins Auge. Megalithisch bedeutet „aus großen Steinen gebaut“. Die meisten dieser Stätten stammen aus der talayotischen Zeit zwischen 2000 und 1000 v. Chr und können in drei Hauptkategorien eingeteilt werden: Taulas, Talayots und Nevatas. Mutmaßungen über die Funktion der imposanten Steinbauten in Form von Türmen oder Pyramiden reichen von Opferstätten über Wohnräume bis hin zu Grabstätten. Insgesamt gibt es auf Menorca 1600 megalithische Stätten – und jede einzelne ist sehenswert. Weniger historisch, dafür aber mit besserem Komfort entspannen Sie in einer Finca auf Mallorca am Meer.
Bei einer Reise nach Menorca lernt man den Charme des gemächlichen Lebensstils auf dieser Insel schätzen. Die Menorquiner legen Wert auf Tradition und Brauchtum, sind aber deshalb nicht etwa verschlossen gegenüber Neuem. Im Gegenteil: Besucher sind jederzeit herzlich dazu eingeladen, am Alltag der Inselbewohner teilzuhaben. Neben den zahlreichen, lebhaften Festen auf Menorca glänzt die Insel auch mit einer hervorragenden Küche. Fangfrischer Fisch und lokale Spezialitäten sollten ganz oben auf ihrer Speisekarte stehen! Empfehlenswert ist vor allem der „Queso de Mahón“, ein typischer Käse, der nur von einigen wenigen Käsereien aus Milch von menorquinischen Kühen hergestellt wird. Typisch „menorquin“ ist auch der „Caldereta de Llagosta“, ein köstlicher Langusteneintopf.
Fotos: Govern de les Illes Balears - Conselleria de Turisme