Von A wie Abschlag bis Z wie Zählspiel: Haben Sie sich schon einmal mit einem Golfball unterhalten? Wenn nicht, dann wird es Zeit, denn das Ansprechen des Balles gehört zum Golfspiel auf jeden Fall dazu. „Den Ball ansprechen“ heißt nämlich, vor dem Schlag die Position einzunehmen. Was Sie sonst noch wissen müssen: Hier erfahren Sie alles Wichtige in alphabetischer Reihenfolge.

Abschlag
Jede Spielbahn beginnt mit einem Abschlag, der meist eine erhöhte Rasenfläche ist. Außer dem Abschlag gehören zu jeder Spielbahn immer ein Fairway und ein Grün. Abschlag (englisch: Drive) heißt auch das, was der Golfer zu Beginn eines jeden Loches macht – nämlich den Ball vom Tee schlagen, meist mit einem Driver (Holz 1), dem längsten Schläger in der Tasche.
Albatros
Albatros (englisch: Double-Eagle) heißt, dass der Golfspieler drei Schläge unter Par bleibt, also zum Beispiel auf einem Par 5-Loch mit nur zwei Schlägen einlocht – was ziemlich gut ist.
Birdie
Birdie bedeutet, dass der Golfspieler an einem Loch einen Schlag unter Par bleibt.
Bogey
Der Spieler schafft die Bahn eins über Par. Andere Möglichkeiten sind der Doppelbogey, bei dem zwei über Par eingelocht wird, oder der Triple Bogey (drei über Par).
Bunker
Nein, kein Kriegsspielzeug, sondern einfach ein Sand-Hindernis direkt auf dem Fairway oder um das Grün herum. Bunker und andere Hindernisse an strategischen Stellen machen das Spiel schwieriger, aber auch interessanter.
Chip
Ein Chip ist ein kurzer, flacher Annäherungsschlag auf das Grün. Der Ball sollte dabei auf alle Fälle Richtung Fahne rollen. Chippt man richtig, legt der Ball eine weitere Strecke zurück, als er das im Flug tun würde.
Clubhaus
Das Clubhaus und das 19. Loch gehören zu jedem Golfplatz wie die Spielbahnen oder die Driving Range. Das 19. Loch ist im Übrigen eine Gaststätte – es gibt meist nur 18 Spielbahnen beziehungsweise ist die Anzahl der Löcher auf einem Golfplatz stets durch neun teilbar.
Dead
Wenn der Ball tot (englisch: dead) an der Fahne ist, dann liegt er so dicht am Loch, dass man mit Sicherheit davon ausgehen kann, ihn mit einem einzigen Putt einzulochen.
Dimples
Dimples heißen die kleinen Dellen im Golfball. Ein einziger Ball kann bis zu 500 Dimples haben. Sie dienen dem Auftrieb und dem genauen Flug des Balles: Je tiefer die Dimples sind, desto flacher ist die Flugkurve des Balles.
Divot
Es kann schon mal passieren, dass bei einem Golfschlag nicht nur der Ball, sondern auch ein bisschen Rasen durch die Luft wirbelt. Diese Grasstücke und die beschädigte Stelle nennt man Divot. Die Etikette verlangt, dass man die Grasstücke sorgsam aufsammelt, wieder einpflanzt und festtritt.
Driving Range
Die Driving Range ist schlicht und einfach eine Übungswiese, die nicht zu der eigentlichen Golfrunde gehört. Zusätzlich gibt es auf den meisten Golfplätzen noch Putting Greens, also Übungsgreens.
Droppen
Was macht der Golfspieler, wenn der Ball in einer unspielbaren Lage landet – zum Beispiel im Wasser? Er nimmt einen neuen Ball in die Hand und lässt ihn mit ausgestrecktem Arm auf den Boden fallen – aber nicht weiter als zwei Schlägerlängen von dem Ort entfernt, an dem der Golfball vom Platz verschwand. Muss ein Spieler droppen, handelt er sich in der Regel einen Strafschlag ein.
Eagle
Bei einem Eagle (deutsch: Adler) bleibt der Golfer an einer Spielbahn zwei Schläge unter Par.
Eisen
Für die kürzeren Schläge werden die Eisenschläger eingesetzt. Im Vergleich zu den Hölzern hat man mit den Eisen eine höhere Ballkontrolle. Deswegen können sie auch aus schwierigeren Lagen (zum Beispiel im halbhohen Gras) eingesetzt werden.
Etikette
Die Etikette ist im Regelbuch festgelegt und beschreibt die Verhaltensregeln auf dem Spielplatz. Grob einteilen kann man diese in die Gruppen „Sicherheit und Rücksichtnahme“, „Vorrecht auf dem Golfplatz“ sowie „Schonung der Spielanlage“.
Fahne
Die Fahne wird auch Pin, Flagge oder Stock genannt. Sie zeigt, bestenfalls weithin sichtbar, die Lage des Loches auf dem Grün.
Fairway
Der Fairway ist eines der drei Grundelemente einer Spielbahn. Er liegt zwischen Abschlag und Grün und ist kurz gemäht.
Flight
Ein Flight ist eine Gruppe von zwei bis vier Spielern, die gemeinsam eine Golfrunde bestreiten.
Gimme
Ein Gimme ist ein geschenkter Putt. Dem Gegner kann der letzte Schlag geschenkt werden, wenn sein Ball nahe am Loch liegt. Das heißt, er muss den Schlag nicht mehr ausführen – es kann davon ausgegangen werden, dass er den Ball einlochen würde. Der geschenkte Putt wird nichtsdestotrotz als Schlag gewertet.
Grün
Neben Abschlag und Fairway der dritte Bestandteil einer Spielbahn. Im Grün befindet sich das Loch, das einen Durchmesser von 10,8 cm hat. Wie auf dem Fairway ist auch auf dem Green der Rasen kurzgeschnitten.
Greenfee
Möchte ein Golfer auf einem „fremden“ Platz außerhalb seines Clubs spielen, muss er Greenfee, also quasi eine Gebühr fürs Grün, bezahlen.
Handicap
Am berühmten Handicap (Abkürzung Hcp oder HC) zeigt sich die Spielstärke eines Golfers. Im Idealfall sollte jedes Loch mit Par abgeschlossen werden. Das Handicap gibt an, wie viele Schläge ein Spieler nach seinem Leistungsstand insgesamt für alle Bahnen eines Golfplatzes benötigen darf. Hat ein Golfplatz ein Par 72, bedeutet dies, dass ihn ein so genannter Scratchspieler (das ist ein Spieler mit Handicap 0) mit 72 Schlägen spielen muss. Ein Spieler mit Handicap 18 erfüllt sein Soll, wenn er 90 Schläge benötigt, also 72 plus 18.
Hole-in-One
Der erste Schlag des Spielers bringt den Ball vom Abschlag direkt ins Loch: ein Ass! Rechenaufgabe: Bei einem Par 4-Loch wäre das gleichzeitig ein …? Genau, ein Albatros.
Hölzer
Hölzer braucht der Golfer für den Abschlag und die weiten Schläge auf dem Fairway. Dieser Schlägertyp bestand ursprünglich tatsächlich zu einem Teil aus Holz. Mittlerweile ist das Holz aus den Hölzern verschwunden und hat Legierungen aus leichten und elastischen Metallen Platz gemacht (zum Beispiel Titan oder Aluminium).
Par
Diese Zahl (meist von 3-5, selten auch 6) bezeichnet den Score, den ein guter Golfer im Durchschnitt an einem Loch erreicht. Jede Spielbahn hat ihr eigenes Par, je nachdem, wie lang sie ist. Aus Faustregel kann gelten, dass gute Golfer mit zwei Schlägen unter Par das Grün erreichen sollten, um dann mit den verbleibenden zwei Putts einzulochen.
Pitch
Ein Pitch ist ein hoher Annäherungsschlag zum Grün aus etwa 20 bis 100 Metern Entfernung. Gepitcht wird mit einem kurzen Eisenschläger (Wedge).
Professional
Ein Profi-Golfer, ob er nun seinen Lebensunterhalt durch Turniergolf bestreitet oder durch Golfstunden im Club, ist ein Professional. Ein weiblicher Professional ist eine Proette.
Putt
Putt heißt der Schlag mit dem Putter auf dem Grün. Hier soll der der Ball nicht fliegen, sondern nur rollen – und das idealerweise direkt ins Loch.
Semirough
Das Semirough ist der Bereich zwischen dem Fairway und dem umliegenden nicht gemähten Gebiet.
Tee
Tee ist zum einen ein anderes Wort für Abschlag, also für den Anfang einer Golfplatzbahn. Außerdem heißen auch die kleinen Holz- oder Plastikstifte, auf die der Ball zum Abschlagen gelegt wird, Tees. Und die Tee-Time ist alles andere als eine gemütliche Nachmittagsrunde: Sie ist die Abschlagszeit, zu der die Spieler die Golfrunde beginnen.
Unterspielen
Ein Golfer, der die Runde mit einer Schlagzahl absolviert, die geringer ist als die durch das eigene Handicap vorgegebene, hat sich unterspielt. War das Turnier vorgabewirksam, hat der Spieler soeben sein Handicap verbessert.
Wedge
Wedges sind Schläger mit extrem geneigter Schlagfläche. Sie eignen sich gut für hohe und kurze Flugbahnen rund ums Grün oder auch für schwierige Lagen. Ein Sand Wedge zum Beispiel benutzt man, um den Golfball wieder aus dem Sand eines Bunkers herauszuschlagen.
Zählspiel
Das Zählspiel ist beim Golf die geläufigste Form des Wettbewerbs. Es gewinnt derjenige Spieler, der für einen Kurs am wenigsten Schläge braucht. Bevor das Zählspiel eingeführt wurde, wurden fast ausschließlich Lochspiele ausgetragen. Dabei wurden nach der Golfrunde die gewonnen Löcher gezählt.
